Donnerstag, 19. Januar 2017

Das Obere Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Obere Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Die Donau hat sich dort tief in die Kalktafel der Schwäbischen Alb eingefräst.

Das Obere Donautal wird auch der Grand Canyon von Baden-Württemberg genannt. Sicher hinkt ein direkter Vergleich mit dem Grand Canyon in Arizona gewaltig. Gemessen an den Landschaftsverhältnissen, wie wir sie hier in Baden-Württemberg haben, ist das Obere Donautal jedoch einmalig und großartig. 

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Obere Donautal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Oberen Donautal befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Posts direkt verlinkt.

Das Obere Donautal ist einer von 77 Nationalen Geotopen Deutschlands. Das Obere Donautal ist Bestandteil des Naturparks Obere Donau. Im Oberen Donautal gibt es die meisten und die größten Jurafelsen der Schwäbischen Alb. Zahlreiche Aussichtspunkte, Burgen und Burgruinen, Kalkfelsen und die Donau machen das Obere Donautal zu einem bevorzugten Erholungs- und Freizeitgebiet.

Felsklettern, Kanufahren und selbstverständlich Wandern sind die bevorzugten Freizeitaktivitäten. Die Wandermöglichkeiten wurden in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Mit dem Donauberglandweg und dem Donau-Zollernalb-Weg gibt es zwei Qualitätswege Wanderbares Deutschland. Zudem wurden Premiumwege eingerichtet, die vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert worden sind. Sie sind zu den Wegegruppen der DonauFelsenLäufe bei Sigmaringen sowie der DonauWellen bei Beuron und Tuttlingen zusammengefasst.

Sonntag, 15. Januar 2017

Winterliche Inversionswetterlage am Breitenstein bei Bissingen-Ochsenwang

Eine Inversionswetterlage ist durch kalte, teilweise nebelige Luft in den tiefen Lagen und relativ milde, klare Luftmassen in den höheren Lagen gekennzeichnet.

Am Neujahrstag des Jahres 2017 gab es im Bereich der Schwäbischen Alb eine typische Inversionswetterlage. In den Tälern am Albtrauf und im Albvorland war es kalt. Rauhreif lag auf dem Gras und auf den Bäumen. Die Sicht war durch Dunst getrübt. Auf der Albhochfläche hingegen war es mild, sonnig und klar. Inversionswetterlagen sind hauptsächlich im Herbst und Winter anzutreffen.

Besteht eine Inversionswetterlage an Sonn- und Feiertagen im Bereich der Schwäbischen Alb, ist stets mit einem großen Besucherandrang zu rechnen. Die Wanderparkplätze auf der Albhochfläche sind dann, sofern sie in der Nähe der Region Stuttgart liegen, überfüllt. An den Hauptaussichtspunkten finden sich zahlreiche Menschen ein.

So war es auch am Aussichtspunkt Breitenstein am Albtrauf bei Bissingen-Ochsenwang. Dieser 812 m ü NN hohe Aussichtspunkt ist nur wenige hundert Meter vom nächsten Wanderparkplatz entfernt. Am höchsten Punkt befindet sich eine Panoramatafel.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Die Staufenmauer - der älteste Teil der Ulmer Stadtbefestigung

Die Staufenmauer an der Südseite der ehemaligen Ulmer Pfalz auf dem Weinhofberg ist das älteste noch vorhandene Bauwerk von Ulm.

Die heute noch vorhandene Staufenmauer ist gemäß einer vor Ort aufgestellten Infotafel ein Rest der staufischen Stadtbefestigung aus der Zeit um 1220. Sie umschloss den ehemaligen Pfalzbereich, der sich in erhöhter Lage auf dem Weinhofberg über dem Unterlauf der Blau kurz vor ihrer Mündung in die Donau befindet. Zum Teil schützte die Staufenmauer auch die damalige Stadt.

Die Staufer bauten im 11. und 12. Jahrhundert Ulm zu ihrem Hauptstützpunkt in Schwaben aus. Die Lage der Pfalz wurde außer wegen ihrer erhöhten Position auch noch wegen ihrer Nähe zum Flüsschen Blau gewählt. An der Blau konnte man eine Mühle betreiben. Ein Gedenkstein in der Staufenmauer nennt das 11. Jahrhundert als Bauzeit für die Umfassungsmauer der Ulmer Pfalz.

Die Wände der Staufenmauer bestehen aus markanten Buckelquadern. Diese Bauweise ist typisch für die Stauferzeit.

Samstag, 7. Januar 2017

Roßbergschanze und Buobergschanze - Relikte aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekriegs

In der Zeit des Spanischen Erbfolgekriegs ließ Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg auf der Schwäbischen Alb zwischen dem Dreifürstenstein im Westen und dem Übersberg im Osten in den Jahren 1703/1704 verschiedene Schanzenanlagen bauen, die sogenannten Alblinien.

Zu diesen Schanzen gehören auch die Roßbergschanze und die Buobergschanze. Sie sind heute noch überraschend gut sichtbar. Der Geschichtslehrpfad Roßbergschanzen umfasst vier Informationstafeln an verschiedenen Stellen an der Roßbergschanze und der Buobergschanze. Der Geschichtslehrpfad Roßbergschanzen wurde im Jahr 2012 vom Reutlinger Geschichtsverein und vom Schwäbischen Albverein eingerichtet.

Die Roßbergschanze ist ca. 800 Meter lang. Sie befindet sich auf der Hochfläche östlich des Roßberggipfels im Landkreis Reutlingen im Gebiet von Sonnenbühl-Genkingen sowie Reutlingen-Gönningen. Sie hat die Nummer 11 innerhalb der Alblinien.

Die Buobergschanze ist nur ca. 50 Meter lang. Sie befindet sich östlich der Roßbergschanze an einem östlichen Ausläufer der Hochfläche östlich des Roßberggipfels. Sie hat die Nummer 12 innerhalb der Alblinien. 

Montag, 2. Januar 2017

Zur Waldschaukel im Maisental im Verlauf des Premiumwegs Wasserfallsteig bei Bad Urach

Die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifzierten Premiumwege zeichnen sich unter anderem auch dadurch aus, dass sie über eine Möblierung verfügen.

Im Falle der Grafensteige bei Bad Urach besteht diese Möblierung aus Waldliegen, Vesperinseln und Waldschaukeln. Im heutigen Post in diesem Blog besuchen wir eine dieser Waldschaukeln. Sie befindet sich im Verlauf des Premiumwegs Wasserfallsteig im Maisental.

Bei den sogenannten Waldschaukeln handelt es sich um Waldliegen, die mit einem Stahlseil an einer Tragekonstruktion aufgehängt sind. Wegen des relativ großen Gewichts der Waldliegen braucht es ein wenig Kraft, sie zum Schaukeln zu bringen. Dasselbe gilt, wenn man die Schaukelbewegung wieder beenden will. Die Waldschaukeln sind an Orten mit einer besonders malerischen Aussicht aufgestellt.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Bike-Crossing Schwäbische Alb zwischen Aalen und Tuttlingen

Bike-Crossing Schwäbische Alb (auch Bike X-ing Schwäbische Alb) ist ein Mountainbike-Fernradweg, der am Albtrauf entlang mit einer Gesamtlänge von 368,26 Kilometern von Aalen bis Tuttlingen führt.

Der Verlauf am oder in der Nähe des Albtraufs bringt es mit sich, dass der Radweg viele Höhenmeter im Auf- und Abstieg aufweist. Im Wegverlauf sind von Aalen nach Tuttlingen insgesamt 7.042 Höhenmeter im Anstieg und 6.851 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen.

Der Fernradweg Bike-Crossing Schwäbische Alb ist an den Wegverzweigungen mit gelben Schildern gekennzeichnet. Die Hauptwegweiser zeigen einen stilisierten Biker in blauer Farbe auf gelbem Grund. Dazu sind zwei Richtungspfeile, der Schriftzug X-ing Bike Crossing sowie die Logos des Geoparks Schwäbische Alb, des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. und der Sparkasse vorhanden. In einer neueren Version sind ein blaues X auf gelbem Grund, ein Richtungspfeil, der Schriftzug X-ing Bike crossing sowie das Logo des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. vorhanden.

Eine Beschilderung mit der Angabe des Standorts sowie der nächsten Ziele mit dem Namen und der Entfernung ist bisher im Verlauf des Bike-Crossing Schwäbische Alb - im Gegensatz zu verschiedenen Radangeboten im Schwarzwald - leider nicht vorhanden.

Der Weg wird in 6 Etappen eingeteilt:

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Die Stadttore der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Ulm

Von der im 14. Jahrhundert neu errichteten Stadtbefestigung Ulms sind heute noch drei Stadttore erhalten. Dies sind der Metzgerturm, das Gänstor und der Seelturm mit dem Zundeltor.

Die ab 1316 errichtete Stadtbefestigung Ulms war ca. 3.500 Meter lang und ca. 9 Meter hoch. Sie war aus Backsteinen errichtet. Die Stadtmauer umfasste sechs Haupttore mit den zugehörigen Haupttortürmen. Außer den drei noch bestehenden Toren gab es das Herdbruckertor (Abriss 1827), das Göcklertor (Abriss 1837), das Frauentor (Abriss 1837) und das Neutor (Abriss 1860).

Das Gänstor ist das letzte noch vorhandene Stadttor der Befestigung von 1316. Für den unteren Teil der Tors wurden Quader der früheren staufischen Stadtmauer verwendet. Der aus Backsteinen bestehende obere Teil des Tors wurde 1495 errichtet. In den Jahren 1796 und 1945 brannte das Dach des Gänstors ab. Das heutige Dach stammt aus dem Jahr 1957.

Der Metzgerturm wurde im 1350 errichtet. Anlass war der Bau des Schlachthofs (Stadtmetzig) an der Donau vor der Stadtmauer. Es musste ein neuer Durchgang durch die Stadtmauer gebaut werden, zu deren Schutz der Metzgerturm errichtet wurde. Die Gründung des Turms aus Holz faulte im Laufe der Zeit. Als Folge davon neigte sich der Turm um etwa 2 Meter nach Nordnordwesten.

Vom Seelturm ist das genaue Baujahr nicht bekannt. Man liest auf den Tafeln und in der Literatur jeweils vom 14. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk verändert. Der Seelturm gehörte als Wehrturm zur inneren Mauer des 14. Jahrhunderts. Er diente als Lager für Pulver und Zunder. Das Zundeltor wurde erst 1870 unterhalb des Turms durch die Mauer gebrochen. 

Sonntag, 18. Dezember 2016

Der Löwenfelsen mit der Burgstelle Ehrenstein in Blaustein

Mitten im Blausteiner Ortsteil Ehrenstein erhebt sich ein Kalkfelsen, genannt der Löwenfelsen. Rund um den Löwenfelsen ist die Landschaft bebaut.

Der Löwenfelsen ragt wie eine Insel aus der Bebauung heraus. Seine mit Magerrasen besetzten Hänge konstrastieren auffällig mit der urbanisierten Umgebung. Auf dem Löwenfelsen befand sich einst die Burg Ehrenstein. Sie ist schon längst verfallen. Gemäß einer Informationstafel am Ufer der Blau in der Nähe des Löwenfelsens wurde die Burg Ehrenstein um 1100 errichtet.  Begründer waren die Herren von Erichstein.

Die Burganlage wechselte mehrfach den Besitzer. Schließlich kam sie in den Besitz des Grafen Eberhard des Erlauchten von Württemberg. Im Jahr 1281 musste Graf Eberhard die Burg für 240 Mark Silber an das Kloster Söflingen verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Anlage mit Ausnahme der Burgkapelle abgetragen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Brücke der neuen Ulmer Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise zwischen Hauptbahnhof und Kienlesberg


Ulm erhält zur Zeit eine zweite Straßenbahnlinie, die Linie 2. Sie soll ab dem Jahr 2018 vom Kuhberg über den Hauptbahnhof zum Eselsberg verkehren. Die Brücke für die Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise vor dem Kienlesberg direkt nördlich des Ulmer Hauptbahnhofs ist das wohl spektakulärste Bauwerk des gesamten Verkehrsprojekts. Die Brücke ist zur Zeit noch namenlos. Es läuft ein Verfahren unter Beteiligung der Bürger, um der neuen Brücke einen Namen zu geben.  

Die Brücke, die zur Zeit im Bau ist, überquert die Gleise der Hauptstrecke Stuttgart-Ulm (Filstalbahn), der Strecke Aalen-Ulm (Brenzbahn), sowie der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Die neue Straßenbahnbrücke befindet sich neben der historischen Neutorbrücke von 1907. Diese Brücke war für die Aufnahme der Straßenbahngleise nicht geeignet. Die neue 270 Meter lange Stahlbrücke für die Straßenbahn, die später auch von Bussen, Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann, war auch erforderlich, um eine umwegige und mit engen Kurven verbundene Führung der Straßenbahnstrecke über die Neutorbrücke und die Kienlesbergstraße zu vermeiden.

Samstag, 10. Dezember 2016

Das Ermstal mit Bad Urach - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Ermstal im Landkreis Reutlingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Dazu trägt auch die Stadt Bad Urach bei, der möglicherweise bekannteste und beliebteste Ort der Schwäbischen Alb, der sich an einer mehrfachen Verzweigung des Ermstals befindet.

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Ermstal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Ermstal befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Die historische Altstadt von Bad Urach, der Kurbezirk von Bad Urach und das Wanderwegenetz des Ermstals gehören jeweils zu den ersten Adressen der gesamten Schwäbischen Alb. Der Uracher Wasserfall ist wohl die bekannteste Naturerscheinung des ganzen Mittelgebirges.

Das dichteste Wanderwegenetz der Schwäbischen Alb, zertifizierte Wanderwege, großartige Naturphänomene wie Wasserfälle, Höhlen und Felsen sowie Geschichte zum Anfassen in Form von Burgruinen und alten Gebäuden prägen das Ermstal mit Bad Urach. Wegen der relativen Nähe zur Region Stuttgart und wegen der Zugehörigkeit zur Region Reutlingen/Tübingen wird das Ermstal sehr stark besucht. Staus und volle Parkplätze an schönen Wochenenden sind keine Seltenheit.

Das Ermstal ist ein Teil der Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Im Ermstal gibt es einige Kernzonen des Biosphärengebiets, in denen zukünftig wieder Urwald entstehen kann.