Dienstag, 24. April 2018

Baldeck - eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Baldeck  im Ermstal zwischen Bad Urach und Seeburg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Abschnitte des heutigen Artikels in diesem Blog zur Kernzone Baldeck:
  • Steckbrief
  • Unterschutzstellung
  • Lage
  • Freigegebene Wege
  • Andere Schutzgebietskategorien
  • Sehenswürdigkeiten
  • Wie kommt man hin? 
  • Links zu anderen Artikeln über die Kernzone Baldeck in diesem Blog

Freitag, 20. April 2018

Thementafel "Vom Menschen geschaffen - Steinriegel, Hecken und ein keltischer Wall" im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs

Die Thementafel "Vom Menschen geschaffen - Steinriegel, Hecken und ein keltischer Wall" befindet sich am Rand des Ermstals und im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs, eines Qualitätswegs Wanderbares Deutschland, der von Metzingen nach Neuffen führt.

Im Rahmen der Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs wurden in den Jahren 2012/13 zahlreiche Thementafeln im Wegverlauf aufgestellt. Sie informieren über die Geologie, die Landschaftsgeschichte und die Biologie der Landschaft am Albtrauf zwischen Metzingen und Neuffen.

Die Thementafel "Vom Menschen geschaffen" befindet sich am zum Ermstal zeigenden Rand der Kienbein-Berghalbinsel zwischen den Wegweiserstandorten Karlslinde und Deckelesfels des Gustav-Ströhmfeld-Wegs.

Die Thementafel informiert über drei verschiedene, vom Menschen geschaffene Phänomene. Das sind zum einen die Lesesteinhaufen, die im Rahmen des früher praktizierten Ackerbaus entstanden sind. Dann gibt es die Hecken, die heute teilweise die Landschaft gliedern und die meist auf den Lesesteinhaufen entstanden sind. Schließlich geht es um einen Wall, der während der Hallstattzeit (800 - 475 v. Chr.) an der schmalsten Stelle der Kienbein-Berghalbinsel angelegt worden ist. 

Montag, 16. April 2018

Donnstetten - ein Ort auf dem Schwäbischen Vulkan

Der zur Gemeinde Römerstein auf der Reutlinger Alb gehörende Ort Donnstetten liegt auf einem Schlot des Schwäbischen Vulkans.

Der Schwäbische Vulkan war im Zeitalter des Miozän vor 17 bis 11 Millionen Jahren aktiv. Das geologische Phänomen besteht aus über 350 Vulkanschloten im Gebiet bei Bad Urach und Kirchheim/Teck.

Die Hochfläche der Schwäbischen Alb ist wegen des karstigen Untergrunds wasserarm. Eine Ausnahme bilden die Vulkanschlote ("Maare") des Schwäbischen Vulkans. Der Vulkantuff ist wasserstauend, so dass dort das Regenwasser nicht sofort im Untergrund verschwindet. Viele Dörfer auf der Mittleren Alb wurden auf den Vulkanschloten des Schwäbischen Vulkans erbaut. 

Alle drei Orte der Gemeinde Römerstein liegen auf Vulkanschloten, auch der Ort Donnstetten. Man hat den Eindruck, dass Donnstetten in einer Art Krater liegt. Der "Kraterrand" ist von Norden über Osten bis Süden gut erkennbar.

Donnerstag, 12. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren,Teil 5 von 5


Dies ist der fünfte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren aus der Wegegruppe der Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg. Im vorangegangenen Post sind wir mit der Wanderung bis kurz vor die Höhle Geißenklösterle gekommen. Heute schließen wir die Wanderung ab.

Die letzten Meter hinauf zur Höhle Geißenklösterle legt man nur noch langsam zurück. Fast stockt der Atem. Nur noch wenige Meter ist diese Höhle entfernt, in der bei Ausgrabungen die ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt worden sind und die deshalb von der UNESCO im Jahr 2017 zusammen mit fünf weiteren Höhlen der Schwäbischen Alb und zusammen mit deren landschaftlicher Umgebung sowie zusammen mit all den bereits gefundenen Gegenständen, die in den verschiedensten Museen ausgestellt sind, als UNESCO-Weltkulturerbestätte unter Schutz gestellt worden ist. Diese relativ kleine Höhle ist von der UNESCO damit auf dieselbe Stufe gestellt worden wie z.B. der Petersdom in Rom oder die Inkastadt Macchu Picchu. 

Schließlich steht man vor der mit einem Gitter verschlossenen Höhle. Durch das weitmaschige Gitter kann man gut hindurchsehen. Der Vorraum der Höhle ist mit einem Netz von Seilen durchzogen, deren Sinn sich nicht sofort erschließt.

Dienstag, 10. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren, Teil 4 von 5


Dies ist der vierte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren aus der Wegegruppe der Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg. Im vorangegangenen Post sind wir mit der Wanderung bis zur Günzelburg gekommen. Heute setzen wir die Wanderung fort.

Es geht nun wieder hinab ins Achtal. Der Weg fällt nur langsam ab und beschreibt mehrere, manchmal etwas umständlich anmutende Kehren. Unterwegs kommt man unterhalb des Lochfels vorbei. Dieser Fels zeichnet sich durch ein großes Felsenfenster aus. Der Name ist also passend gewählt. Der Lochfels ist wie viele andere Felsen des Ach- und Blautals ein Kletterfels.

Kurz vor dem Erreichen des Talbodens des Achtals betritt man die Pufferzone der UNESCO-Weltkulturerbestätte "Caves and Ice Age Art in the Swabian Jura", ohne dass dies gekennzeichnet ist. Am Ortsrand von Weiler, einem Stadtteil von Blaubeuren, kommt man unterhalb des Schneck bzw. Schneckenfelsens vorbei. Auch dies ist ein Kletterfels. Der Schneckenfelsen ist vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau als Geotop ausgewiesen worden.

Sonntag, 8. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren, Teil 3 von 5

Dies ist der dritte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren aus der Wegegruppe der Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg. Im vorangegangenen Post haben wir mit der Wanderung begonnen und sind hierbei bis zum Achtaler Fels im Felsenlabyrinth gekommen. Heute setzen wir die Wanderung fort.

Man kommt nun zum bekanntesten Felsen des sogenannten Felsenlabyrinths, der Küssenden Sau. Schnell wird man sehen, dass der Name passend gewählt ist. Die Küssende Sau ist vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau als Geotop ausgewiesen worden. Gemäß der Geotopbeschreibung ist das Dach des etwa acht Meter hohen Durchgangs so dünn, dass der Eindruck entsteht, die Felsen würden sich nur berühren.

Der Wanderweg führt mit Hilfe eines weiteren, ca. fünf Meter hohen Felstors durch den Felsen Küssende Sau hindurch. Dahinter kommt man an der Felsenbank vorbei, einem weiteren Felsen des Blaubeurer Felsenlabyrinth. 

Freitag, 6. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren, Teil 2 von 5

Dies ist der zweite von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren aus der Wegegruppe der Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg. Heute beginnen wir mit der Wanderung im Wegverlauf.

Vor dem Bahnhofsgebäude von Blaubeuren überquert man die B 28 mit Hilfe der Lichtsignalanlage und folgt dieser Straße dann nach links. Der Eiszeitjägerpfad verläuft zunächst gemeinsam mit dem Qualitätsweg Blaubeurer Felsenstieg und dem Schwäbische Alb-Südrand-Weg.

Bald verlässt man die B 28 und steigt auf Treppen nach rechts hinauf zur Straße Weilersteig. Auf einer Brücke überquert man nun die B 28 unmittelbar beim Südportal des Tunnels Blaubeuren. Es geht nun weiter aufwärts bis zum Waldrand.

Beim Wegweiserstandort Reichleinsbergweg verlässt man zunächst mal den Schwäbische Alb-Sürdrand-Weg, um direkt zur Brillenhöhle hinaufzusteigen. Nach einem zum Teil steilen Anstieg kommt man zu den ersten Felsen des sogenannten Felsenlabyrinths. Darunter subsummieren sich fünf Felsen. Das Felsenlabyrinth ist am 03.12.2002 als flächenhaftes Naturdenkmal mit einer Fläche von 0,4 Hektar ausgewiesen worden.

Mittwoch, 4. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren, Teil 1 von 5

Der Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren gehört zur Wegegruppe der Eiszeitpfade.

Die Eiszeitpfade sind Rundwanderwege im Alb-Donau-Kreis. Die Eiszeitpfade wurden in den Jahren 2016/17 im Rahmen der Umsetzung des neuen Wege- und Beschilderungskonzepts Schwäbische Alb im Alb-Donau-Kreis eingerichtet. Einige dieser Rundwanderwege wurden vom Deutschen Wanderverband als Qualiätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert, darunter auch der Eiszeitjägerpfad. Dieser Weg wurde als Themenweg "traumtour" zertifiziert.

Der Eiszeitjägerpfad ist das Thema im heutigen und in den vier folgenden Posts in diesem Blog. Heute gibt es einige allgemeine Informationen zum Weg. In den vier folgenden Posts wandern wir dann im Verlauf des Eiszeitjägerpfads.

Der Eiszeitjägerpfad beschreibt eine Rundtour auf beiden Seiten des Achtals westlich von Blaubeuren. Der Weg steigt hierbei sowohl auf die Hochfläche nördlich des Achtals als auch auf die Hochfläche südlich des Achtals hinauf und wieder herab. Der Eiszeitjägerpfad gehört zu den absoluten Top-Wanderwegen der Schwäbischen Alb. Die zu durchwandernde Landschaft mit ihren Felsen, Höhlen, Tälern und Aussichten ist atemberaubend. Der Eiszeitjägerpfad verläuft auch durch die UNESCO-Weltkulturerbestätte "Höhlen- und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura".

Steckbrief
Name: Eiszeitjägerpfad
Wegegruppe: Eiszeitpfade
Label: Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Wegekategorie: Rundweg
Weglänge: 9,3 Kilometer
Höhenunterschied: 433 Höhenmeter im An- und Abstieg
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Gemeinde: Blaubeuren
Großlandschaft: Schwäbische Alb
Naturraum: Mittlere Flächenalb

Samstag, 31. März 2018

Der Achursprung bei Schelklingen

Der Achursprung bei Schelklingen befindet sich in einer ehemaligen Flussschleife der Urdonau nordwestlich von Schelklingen auf der Blaubeurer Alb.

Die Donau floss bis vor ca. 200.000 Jahren von Ehingen (Donau) das heutige Schmiechtal aufwärts sowie das heutige Achtal und das heutige Blautal abwärts bis nach Ulm. Hierbei verlief die Donau teilweise in Talschlingen. Eine der ehemaligen Talschlingen der Donau bei Schelklingen ließ den Umlaufberg Lützelberg, 614 m ü NN, zurück. Unmittelbar westlich des Lützelbergs befindet sich der Achursprung.

Die Quelle des heutigen Achursprungs befand sich früher am Talboden des Urdonautals. Nach dem Zurückweichen der Donau füllten sich die ehemaligen Donautäler in der Prä-Riss- und Risszeit um ca. 30 Meter auf. Denn die zurückbleibenden Bäche und Flüsschen hatten nicht mehr die Kraft, den Talboden auszuräumen. 

Wegen der starken Schüttung und wegen des unter Druck stehenden Wassers gelang es der Quelle, mit der Auffüllung des Talbodens Schritt zu halten. Die Quelle wandelte sich in einen Quelltopf. Das Wasser des Achursprungs stammt zum größten Teil aus der Schmiechversickerung im oberen Schmiechtal bei Teuringshofen. Das Einzugsgebiet reicht ansonsten bis zum ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Die Schüttung beträgt zwischen 0,11 und 1,2 m³/s. Der Mittelwert ist 400 l/s. 

Dienstag, 27. März 2018

Die Venus vom Hohle Fels - einer der ältesten Kunstgegenstände der Menschheit


Die Venus vom Hohle Fels ist mit einem Alter von 35.000 bis 40.000 Jahren einer der ältesten Kunstgegenstände der Menschheit und die älteste Menschendarstellung der Welt.

Die Venus vom Hohle Fels wurde im Jahr 2008 bei Ausgrabungen in der Höhle Hohle Fels auf der Blaubeurer Alb im Achtal zwischen Schelklingen und Blaubeuren gefunden. Heute ist die Venus vom Hohle Fels im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren ausgestellt.

Venus vom Hohle Fels
Die Venus vom Hohle Fels ist eine ca. 6 cm hohe und ca. 33 Gramm schwere Figur aus Mammut-Elfenbein. Sie war in sechs Einzelteile zerfallen, die in der Höhle ca. 20 Meter vom Höhleneingang gefunden wurden. Die Datierung der Figur weist auf ein Alter von 35.000 bis 40.000 Jahren hin.