Sonntag, 27. Dezember 2009

Aussicht von der Ruine Sulzburg bei Lenningen-Unterlenningen



Der kleine Berg, auf dem sich die Ruine Sulzburg bei Lenningen-Unterlenningen befindet, hat keinen eigenen Namen. Es ist jedoch ein recht kurioser Berg. 

Denn der Berg befindet sich mitten in einem Tal. Das führt dazu, dass man vom Gipfel zwar auch hinabblicken kann. Zum größeren Teil jedoch muss man vom Gipfel hinaufblicken zum Albtrauf, der die Rundsicht zu mehr als drei Vierteln bestimmt.

Die Sulzburg wurde im 14. Jahrhundert erbaut und gegen Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen. 1966/67 fanden Bestandssicherungsarbeiten statt. Heute kann man fast das gesamte Gelände der Burgruine begehen und hat hierbei auch immer wieder eine interessante Aussicht.

Das Lenninger Tal tieft sich von Kirchheim/Teck aus nach Süden in die Albtafel ein. Die Sulzburg liegt direkt bei Unterlenningen. Mit dem Auto erreicht man Unterlenningen über die B 465 von Kirchheim / Teck (Autobahn A8) aus. Es gibt von Kirchheim/Teck aus auch eine stündliche Zugverbindung nach Unterlenningen.

Montag, 21. Dezember 2009

Schwäbische Alb ist dreimal unter den 42 schönsten Naturwundern Deutschlands vertreten

Die Heinz-Sielmann-Stiftung, eine der bedeutendsten Naturschutzorganisationen Deutschlands, hat im Sommer 2009 eine Online-Umfrage zum schönsten Naturwunder Deutschlands vorgenommen. 20.000 Menschen haben sich an der Umfrage beteiligt. Man konnte unter insgesamt 42 Naturwundern auswählen.

Sieger wurde das Naturwunder "Wattenmeer Nordseeküste". Drei der 42 Naturwunder befinden sich auf der Schwäbischen Alb bzw. an ihrem Rand. Dies sind

  • das Nördlinger Ries
  • das Randecker Maar
  • die Nebelhöhle.

Freitag, 18. Dezember 2009

Kaum mehr neue Wege auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen


Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen befindet sich im Zentrum des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. 

Dies darf jedoch nicht verwechselt werden mit dem Begriff der Kernzone des Biosphärengebiets. Die gemäß den Vorgaben der Unesco erforderliche Fläche von mindestens drei Prozent Kernzonenanteil wird beim Biosphärengebiet Schwäbische Alb dadurch erreicht, dass über das gesamte Gebiet verstreut viele kleine Kernzonen ausgewiesen worden sind.

Auf dem Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen sind durch eine Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen 13 öffentliche Wege ausgewiesen worden. Das Betreten der übrigen Wege ist nicht gestattet. Immer wieder lag und liegt die Frage im Raum, ob und welche Wege zukünftig noch auf dem Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Freitag, 11. Dezember 2009

Schwäbische Alb-Nordrand-Weg von Eninger Weide bis Übersberg



Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (auch Hauptwanderweg 1 oder Albsteig genannt) ist der älteste und nach wie vor bekannteste Weitwanderweg der Schwäbischen Alb. 

Der Weg verläuft über eine Länge von 365 Kilometern von Donauwörth nach Tuttlingen immer am Nordrand der Schwäbischen Alb, dem sogenannten Albtrauf entlang. Das Wegzeichen ist ein rotes Dreieck. Die Spitze des Dreiecks zeigt stets nach Tuttlingen.

Das Bildmaterial stammt von einer kurzen Teilstrecke des Schwäbische Alb-Nordrand-Wegs im Landkreis Reutlingen. Anfangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz "Schafhaus" direkt oberhalb der Eninger Steige an der Straße Eningen - St. Johann (L 380). Von dort ist der Wegabschnitt bis zum Übersberg mit 4 Kilometern ausgeschildert. Es bietet sich somit an, diesen Abschnitt hin und wieder zurück zu gehen. Unterwegs sieht man viel von der Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb, aber auch schöne Buchenwälder an den Hängen und auf der Hochfläche. Am Ziel Übersberg, wo sich eine Gaststätte befindet, bietet sich ein Abstecher von 20 Minuten bis zum Mädlesfels an. Dort bietet sich eine noch bessere Aussicht als im Verlauf des Schwäbische Alb-Nordrand-Wegs. 


Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig). Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg beschäftigen, verlinkt. 

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Wacholderheide Sternberg bei Gomadingen


Die Wacholderheide Sternberg ist weder als Naturschutzgebiet noch als Naturdenkmal ausgewiesen. Trotzdem ist sie geschützt. Denn es gibt im Naturschutzgesetz Baden-Württemberg den Paragraphen 32 (Besonders geschützte Biotope). 

Danach sind viele Biotope automatisch geschützt, ohne dass es der Ausweisung eines Schutzgebiets bedarf. Zu den besonders geschützten Biotopen gehören auch Wacholderheiden. Man nennt diese Gebiete auch "Paragraph 32 - Gebiete".

Die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg bietet im Internet eine interaktive Karte an, auf der alle § 32 - Gebiete genauestens verzeichnet sind (www.lubw.de). Es ist durchaus erwünscht, dass möglichst viele Menschen diese Karten hin und wieder ansehen. Denn Landschaften können nur dann dauerhaft geschützt werden, wenn möglichst viele Menschen über die Schutzgebiete Bescheid wissen und im Rahmen einer demokratischen Kontrolle bei einem eventuellen Missbrauch die Öffentlichkeit informieren können.

Der Sternberg ist eine Erhebung auf der mittleren Kuppenalb bei Gomadingen. Die Wacholderheide Sternberg ist die größte von mehreren Wacholderheiden rund um den Sternberg, weitere sind z.B. die Wacholderheide Kälberberg westlich von Gomadingen und die Wacholderheide am Lerchenberg südlich Gomadingen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Aussicht vom Mädlesfels bei Eningen unter Achalm



Die großartige Aussicht vom Mädlesfels kann man je nach Lust und Laune mit mehr oder weniger großer Anstrengung bekommen. 

Am Einfachsten ist wohl die Fahrt mit dem Auto auf der schmalen Höhenstraße vom Pfullingen am Hang des Urselbergs und des Ursel-Hochbergs entlang bis zur Gaststätte Hofgut Übersberg mit großem Parkplatz. Von dort geht man noch 0,5 Kilometer auf ausgeschildertem Weg fast ohne Höhenunterschied bis zum Mädlesfels.

Den Mädlesfels kann man auch erreichen, wenn man auf dem Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW1) unterwegs ist. Aus Richtung Südwesten sind es von Holzelfingen 7 Kilometer bis Übersberg und aus Richtung Nordosten sind es von der Eninger Weide 5 Kilometer bis zum Übersberg.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Nattenbuch - eine Kuppe bei Laichingen-Feldstetten



Der Nattenbuch ist eine große und markante Hügelkuppe im Bereich der Mittleren Kuppenalb unmittelbar südlich von Laichingen-Feldstetten. Die Hänge und die Gipfelkuppe des Nattenbuch sind relativ waldarm. Das garantiert freie Blicke in alle Himmelsrichtungen.

Die Hochfläche der Kuppenalb ist äußerst abwechslungsreich. Das wellige Relief und die mosaikartigen Landschaftselemente der Kulturlandschaft machen diese Landschaft auch für Spaziergänger oder Wanderer sehr interessant.

Der Nattenbuch ist von zwei Wanderparkplätzen aus in ca. 20 Minuten zu erreichen. Um zum Wanderparkplatz Nattenbuch im Westen des Gipfels zu kommen, verlässt man die B28 Reutlingen-Ulm unmittelbar westlich von Feldstetten und biegt in Richtung Süden auf die K 7408 nach Heroldstatt ab. Ca. 500 Meter nach der Abzweigung biegt man nach links auf einen asphaltierten Feldweg ab, der direkt zum Parkplatz Nattenbuch führt. Der Parkplatz ist von der K 7408 aus nicht ausgeschildert. Es heißt somit aufzupassen und langsamer zu fahren.

Sonntag, 29. November 2009

Filsursprung bei Wiesensteig



Der Filsursprung bei Wiesensteig gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Quellen der Schwäbischen Alb.

Die Fils ist ein bedeutender Nebenfluss des Neckars. Ihr Verlauf erscheint bei einem Blick auf eine Übersichtskarte etwas merkwürdig. Bei Geislingen/Steige ändert der Fluss plötzlich seine Fließrichtung von Nordwest nach Ostsüdost. Dies deutet auf eine bewegte Flussgeschichte hin, die an anderer Stelle einmal zu erläutern wäre.

Die Quelle der Fils befindet sich nur wenige Kilometer südwestlich von Wiesensteig im Hasental. Das Hasental ist ein Trockental, wie es für die Schwäbische Alb typisch ist. Erst am unteren Ende des Hasentals und dem Beginn des eigentlichen Filstals strömt das Wasser plötzlich aus dem Boden. Ohne Übergang belegt ab diesem Punkt talabwärts ein kleiner Fluss den Talgrund.

Samstag, 21. November 2009

Steinernes Haus - eine Höhle bei Westerheim


Das Steinerne Haus befindet sich unmittelbar gegenüber der bekannten Schertelshöhle, einer Schauhöhle. 

Am bequemsten ist es somit, zum Parkplatz der Schertelshöhle bei Westerheim zu fahren und von der Schertelshöhle auf den Treppen oder auf dem etwas längeren Weg zum Talgrund abzusteigen. Von dort führt ein 100 Meter langer Stichweg am gegenüberliegenden Hang hinauf zum Steinernen Haus.

Das Steinerne Haus lässt sich auch von unten, von Wiesensteig im Filstal her erreichen. Wandert man bereits von Wiesensteig aus los, sind es 6,5 Kilometer einfache Wegstrecke. Fährt man von Wiesensteig mit dem Auto weiter filstalaufwärts bis zum Straßenende bei der Papiermühle, ist man bis zum Steinernen Haus 4,5 Kilometer unterwegs.

Freitag, 20. November 2009

Albtraufgänger - ein neuer Weitwanderweg im Landkreis Göppingen



Was für ein Wort: Albtraufgänger. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen! Das Wort bezieht sich zunächst einmal auf den Albtrauf. 

So wird der Steilabfall der Schwäbischen Alb im Norden und Nordwesten genannt. Der Albtraufgänger ist somit ein Wanderweg, der sich entlang des Albtraufs bewegt. Der Albtraufgänger spielt aber auch noch auf etwas anderes an, nämlich auf den Draufgänger. Damit wird Dynamik ausgedrückt.

Der neue Weitwanderweg "Albtraufgänger" ist ein Teil einer neuen Tourismuskonzeption des Landkreises Göppingen. Damit will man den Tourismus fördern, nachdem Untersuchungen ergeben haben, dass die schöne Landschaft des Landkreises gegenüber Zielen wie dem Schwarzwald oder dem Bodensee kaum wahrgenommen wird.

Donnerstag, 19. November 2009

Die Zaininger Hüle - ein See auf der Albhochfläche



Die Zaininger Hüle ist ein kleiner See mitten im Ort Römerstein-Zainingen auf der Reutlinger Alb.

Mit dem Begriff "Hüle" oder "Hülbe" bezeichnet man auf der Albhochfläche einen kleinen See. Seen auf der Albhochfläche sind etwas ganz Besonderes. Denn die Schwäbische Alb ist für ihre Wasserarmut bekannt. Alles Wasser versickert im Karstgestein, um erst viele Kilometer weiter weg in den Tälern wieder zum Vorschein zu kommen.

Im Bereich der Mittleren Alb gibt es jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. Das dort vorhandene Feld des sogenannten Schwäbischen Vulkans umfasst über 300 ehemalige Vulkanschlote, die sich mit wasserundurchlässigem Tuff unter Beimischung des umgebenden Juragesteins gefüllt haben. Dort wo diese Schlote sich auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb befinden, haben sich kleine Seen gebildet.

Diese Seen waren sogar die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Siedlungen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb entstehen konnten. Viele Dörfer der Mittleren Alb bildeten sich um diese Seen herum. Heute sind viele Seen zugeschüttet. Die Zaininger Hüle blieb erhalten und ist somit heute gleich zweifach wertvoll. Bis zum Jahr 1921 diente die Hüle als Brauchwasserreservoir und Viehtränke. Erst mit der Inbetriebnahme der modernen Albwasserversorgung wurde die Hüle nicht mehr benötigt.

Montag, 16. November 2009

Aussicht vom Sternbergturm bei Gomadingen



Bei der Annäherung an den Sternberg bzw. beim Blick vom Sternbergturm auf die umgebende Alblandschaft ist man etwas irritiert. Eigentlich befindet man sich mitten auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Und trotzdem erhebt sich der Sternberg gewaltig über die Umgebung mit einem Höhenunterschied von fast 200 Metern.

Hintergrund ist der geologische Aufbau des Sternbergs. Der Sternberg ist eine der über 300 Durchschlagsröhren des sogenannten Schwäbischen Vulkans. Somit stellt der Sternberg einen Sonderfall der Alblandschaft dar. Für die Aussicht vom Turm (der Gipfel selbst bietet wegen Baumbewuchs keine Sicht) ist dies ein Glücksfall. Denn so reicht die Sicht weit in alle Himmelsrichtungen.

Der Sternberg ist ein Zentrum der Wanderwege der Schwäbischen Alb. Allein zwei Weitwanderwege - der Burgenweg und der Hauptwanderweg 5 - des Schwäbischen Albvereins führen über seinen Gipfel. Auf dem Gipfel befindet sich auch ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins. Ist es geöffnet, kann man den erworbenen Imbiss auf den Bänken im Freien verspeisen.

Dienstag, 10. November 2009

Lauterquelle (Quelle der Großen Lauter) bei Gomadingen-Offenhausen



Die Quelle in Gomadingen - Offenhausen ist mit Lauterquelle ausgeschildert. Genau genommen handelt es sich um die Quelle der Großen Lauter, einem 47 Kilometer langen Seitenfluss der Donau. 

Auf der Schwäbischen Alb gibt es auch noch die Kleine Lauter, die bei Ulm der Blau und dann ebenfalls der Donau zufließt, sowie die Lenninger Lauter am Nordrand der Alb, die zum Neckar fließt.

Zur Lauterquelle führt vom ehemaligen Kloster Offenhausen ein ausgeschilderter Weg. Das Wasser kommt mit einer konstanten Temperatur von 8 Grad Celsius aus dem Boden, die mittlere Schüttung beträgt 200 Liter / Sekunde. Ein Teil des Wasser verschwindet gleich hinter dem Quellsee in einem kleinen Wasserkraftwerk. Ein Pfad führt um den Quellsee herum.

Beim ehemaligen Kloster befinden sich Parkplätze. In Offenhausen gibt es auch eine Bushaltestelle sowie den im ersten Bild bereits gezeigten Haltepunkt der Schwäbische Alb - Bahn. Offenhausen befindet sich an der Landesstraße von Gomadingen nach Engstingen.

Montag, 9. November 2009

Nationale Geotope der Schwäbischen Alb


Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover hat im Jahr 2006 aus 180 Vorschlägen 77 Geotope in Deutschland ausgewählt, die zukünftig das Prädikat Nationaler Geotop tragen dürfen. 

Elf dieser Nationalen Geotope befinden sich in Baden-Württemberg. Allein sieben Nationale Geotope befinden sich auf der Schwäbischen Alb. Sie wurden am 12. Mai 2006 als Nationale Geotope ausgezeichnet. Das zeigt die nationale Bedeutung der Schwäbischen Alb, was die Geologie und die Geotope betrifft.

Dies sind die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb:

Sonntag, 8. November 2009

Herbst im Naturschutzgebiet Greuthau


191,65 Hektar ist das Naturschutzgebiet Greuthau groß. Hier wird eine Schwäbische Alb geschützt, wie sie vor hundert Jahren noch Standard war: eine parkartige Landschaft mit Magerwiesen, Wacholderheiden und Wäldern. Der Greuthau ist das zweitgrößte Naturschutzgebiet im Landkreis Reutlingen.

Schon im Namen Greuthau kommt diese mosaikartige Landschaft zum Ausdruck. Die Silbe Greut bezieht sich auf das Roden von Waldstücken mit dem Ziel, die Flächen für die Viehweide oder den Ackerbau zu nutzen. Dieser Wortstamm kommt tausendfach als Flurname vor (Reute, Neugereut usw.). Die Silbe Hau bezeichnet ein Waldstück. Auch dieser Wortstamm findet sich oft in Flurnamen von Wäldern.

Auffallend viele Solitärbäume befinden sich im Schutzgebiet. Diese Bäume wie überhaupt die ganze Gegend erinnern ein wenig an die Landschaft, wie sie in Modelleisenbahnanlagen oft zu sehen ist. Und tatsächlich: wie der Greuthau ein Stück heile Welt der Schwäbischen Alb ist, wird auch bei Modelleisenbahnen oft versucht, ein Stück heile Welt nachzubilden - heile Welt im dem Sinne, wie die Kulturlandschaft in Deutschland im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgesehen hat.

Freitag, 6. November 2009

Die Echazquelle bei Lichtenstein Honau



Die Echazquelle befindet sich im hintersten Echaztal am Fuß von Schloss Lichtenstein.

Die Echaz ist ein bedeutender Fluss am Nordrand der Schwäbischen Alb. Sie fließt unter anderem durch die Städte Pfullingen und Reutlingen, bevor sie bei Kirchentellinsfurt in den Neckar mündet.

Die Quelle der Echaz steht an Bedeutung nicht nach. Die Informationstafel bei der Quelle sagt, dass die Echazquelle nach dem berühmten Blautopf eine der stärksten Quellen der Schwäbischen Alb ist. Die mittlere Schüttung beträgt 680 l / s, die Wassertemperatur ist konstant 8,5 Grad Celsius. Die 577 m ü NN gelegene Quelle besteht aus mehreren nebeneinanderliegenden Quellaustritten. Bei nasser Witterung fließt die Echaz bereits im sonst trockenliegenden Tal oberhalb der eigentlichen Quelle. Die Quellaustritte erfolgen an der Schichtgrenze zwischen dem Weißen Jura alpha und dem Weißen Jura beta. Der Weiße Jura beta ist wasserdurchlässig, die Mergel des Weißen Jura alpha sind wasserstauend.

Mittwoch, 4. November 2009

Der Donau-Zollernalb-Weg, ein neuer Weitwanderweg auf der Südwest- und Zollernalb



Der neue Donau-Zollernalb-Weg wurde erst in diesem Jahr eröffnet. Mit einer Streckenlänge von 165 Kilometern und 10 Tagesetappen verbindet er Beuron im Donautal über Sigmaringen, Gammertingen und Albstadt mit Gosheim am Fuß des Lembergs, des höchsten Bergs der Schwäbischen Alb. 

Dieser neue Weitwanderweg wurde vom Deutschen Wanderverband mit dem Gütesiegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet. Zusammen mit dem bereits ein Jahr zuvor eröffneten Donauberglandweg ergibt sich ein großartiges Rundwanderangebot im Bereich der Südwestalb von 14 Tagesetappen.

Der Donau-Zollernalbweg bringt geradezu eine Revolution bei der Wanderwegbeschilderung und -markierung auf die Schwäbische Alb. Nachdem in der Schweiz bereits seit vielen Jahren eine landesweit einheitliche Wanderwegbeschilderung vorhanden ist und nachdem der Schwarzwaldverein in seinem Gebiet vor wenigen Jahren eine ebenfalls vollständig neue Beschilderung eingeführt hat, kann man nun also auch auf der Schwäbischen Alb ein wenig von der neuen Qualität der Wanderwegbeschilderung profitieren.

Montag, 2. November 2009

Herbst im Naturschutzgebiet Schafberg - Lochenstein



Das Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein gehört zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten der Schwäbischen Alb. Das Gebiet hat eine Größe von 102 Hektar und wurde im Jahr 1987 ausgewiesen.

Das im Zollernalbkreis auf der Südwestalb gelegene Gebiet befindet sich ca. 3,5 Kilometer südlich der Stadt Balingen. Idealer Ausgangspunkt für einen Spaziergang oder eine Wanderung im Gebiet ist der Lochenpass. Dies ist der höchste Punkt der Straßenverbindung von Balingen nach Beuron im Donautal. Beim Pass befinden sich viele Parkplätze, ein Zeichen für die Beliebtheit des Gebiets. Auch eine Buslinie fährt am Lochenpass vorbei. Man sollte sich vor dem Ausflug über den Fahrplan informieren.

Freitag, 30. Oktober 2009

Klimaweg Sonnenalb bei Sonnenbühl



Der Klimaweg Sonnenalb bei Sonnenbühl führt unter anderem an den kältesten Stelle der Albhochfläche und ganz Baden-Württembergs vorbei. 

Den Funtensee in Bayern bei Berchtesgaden kennt inzwischen jedes Kind. Dort werden mit schöner Regelmäßigkeit die tiefsten Temperaturen Deutschlands gemessen. Erst vor wenigen Tagen wurden dort in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 2009 mit minus 24,3 Grad Celsius die tiefsten je in einem Oktober seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen registrierten Temperaturen gemessen.

Die Aufmerksamkeit, die die tiefen Temperaturen am Funtensee genießen, gefällt den Bewohnern des Berchtesgadener Lands freilich überhaupt nicht. Denn es handelt sich hier um ein lokal sehr begrenztes Phänomen, bedingt durch die Lage des Funtensees in einer extremen Kaltluftsenke. Das Berchtesgadener Land insgesamt ist keineswegs besonders kalt.

Das gleiche Problem hat die Gemeinde Sonnenbühl auf der mittleren Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen. Im Großen Rinnental südöstlich des Teilorts Undingen werden seit vielen Jahren regelmäßig die tiefsten Temperaturen von Baden-Württemberg und teilweise auch ganz Deutschlands gemessen. Das ist bedingt durch die lokale topographische Situation. Das Rinnental und einige Nachbartäler bilden sogenannte Kaltluftseen, in die nachts bei wolkenlosem Himmel die schwere kalte Luft absinkt und dort kaum mehr abfließen kann.

EU-Vogelschutzgebiete der Schwäbischen Alb


Die EU-Vogelschutzgebiete sowie die EU-FFH-Gebiete (FFH = Flora - Fauna - Habitat) haben den Anteil der Schutzgebietsfläche an der gesamten Fläche Deutschlands und Baden-Württembergs auf über 10 Prozent gebracht. Zuvor betrug der Anteil der Naturschutzgebietsfläche an der Gesamtfläche magere 2 bis 3 Prozent. Diese Zahlen treffen auch für die Schwäbische Alb zu.

Freitag, 23. Oktober 2009

Weg 7 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen



Dieser erste Post in diesem Blog über einen Weg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen hat nicht zufällig den Weg 7 zum Inhalt. 

Entlang dieses Wegs führt der Schwäbische Heimatbund aus Anlass seines hundertjährigen Jubiläums zur Zeit eine Aktion durch, mit der auf die Bedeutung der großen Feldbäume aufmerksam gemacht werden soll.

Von Alleen gesäumte Straßen waren noch vor hundert Jahren ein normales Bild in der Landschaft. Im Zuge der Motorisierung und der Industrialisierung sind viele dieser Bäume verschwunden. Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen bietet eine einmalige Gelegenheit, diese Alleebäume auch heute noch zu erleben. Einige der freigegebenen Wege werden auf großer Länge von Alleebäumen gesäumt. Und so bot der Truppenübungsplatz Münsingen auch den idealen Ort für die Aktion des Schwäbischen Heimatbunds "Bäume in die Landschaft - 100 Jahre - 100 Bäume".

Samstag, 17. Oktober 2009

Bannwald Untereck wird vergrößert


Der Bannwald Untereck soll demnächst um 14,2 Hektar vergrößert werden. Das hat der Leiter des Balinger Forstamts, Michael Kauffmann, jetzt bekanntgegeben.

Der Bannwald Untereck bei Albstadt im Zollernalbkreis ist der älteste Bannwald der Schwäbischen Alb und der zweitälteste Bannwald in Baden-Württemberg. Der Bannwald wurde bereits im Jahr 1924 ausgewiesen. Seine Größe beträgt 33 Hektar.

Nach den neuen Vorgaben für die Bannwälder in Baden-Württemberg soll bei Neuausweisungen eine Mindestgröße von 100 Hektar vorhanden sein. Ältere kleinere Bannwälder sollen im Laufe der Zeit vergrößert werden. Deshalb ist es zu begrüßen, dass der Bannwald Untereck nun um 14,2 Hektar auf eine Fläche von 47,2 Hektar vergrößert wird. Vielleicht gelingt in einem späteren Schritt eine weitere Vergrößerung.

Freitag, 16. Oktober 2009

Die Gütersteiner Wasserfälle bei Bad Urach



Die Gütersteiner Wasserfälle befinden sich wie auch der viel bekanntere Uracher Wasserfall in einem Seitental des Ermstals bei Bad Urach. 

Die Fallhöhe der Wasserfälle ist 60 Meter, die schräge Länge der von den Wasserfällen aufgebauten Kalksinterterrassen ist 125 Meter. Die Gütersteiner Wasserfälle befinden sich innerhalb des Naturschutzgebiets Rutschen.

Wie auch der Uracher Wasserfall sind die Gütersteiner Wasserfälle sogenannte konstruktive Wasserfälle. Das extrem kalkhaltige Quellwasser scheidet, nachdem es an die Oberfläche gelangt ist und bergab fließt, sofort Kalk aus. Moose und Algen helfen bei diesem Vorgang, der letztendlich zur Bildung von neuen Felsen, dem sogenannten Kalksinter führt. Dadurch bauen sich die Wasserfälle immer weiter auf.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Die Tausender der Schwäbischen Alb

Sechs Mittelgebirge in Deutschland überragen die Höhenmarke von 1000 Meter über dem Meer. Darunter befindet sich auch die Schwäbische Alb. Jedoch ist es bei der Schwäbischen Alb ganz knapp: der Lemberg, der höchste Berg der Schwäbischen Alb, erreicht gerade einmal 1015 m ü NN.

Insgesamt gibt es auf der Schwäbischen Alb zwölf Erhebungen über 1000 m ü NN, die einen Namen haben und die in den amtlichen Karten mit einer Höhenangabe verzeichnet sind. Diese Erhebungen nennt man auch die Tausender der Schwäbischen Alb. Alle diese Berge befinden sich auf der Südwestalb. Dies ist durch den Bau der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft begründet.

Die zwölf Tausender der Schwäbischen Alb, geordnet nach der Höhe ü NN:

Lemberg, 1.015 m
Oberhohenberg, 1.011 m
Hochberg, 1.009 m
Wandbühl, 1.007 m
Rainen, 1.006 m
Montschenloch, 1.004 m
Bol, 1.002 m
Hochwald, 1.002 m
Plettenberg, 1.002 m
Hummelsberg, 1.002 m
Kehlen, 1.001 m
Schafberg, 1.000 m

Montag, 12. Oktober 2009

Das Goldloch - eine Quelle der Lenninger Lauter



Das Goldloch ist eine von mehreren Quellen der Lenninger Lauter. 

Das Tal der Lenninger Lauter schneidet tief in den Nordrand der Hochfläche der Schwäbischen Alb ein. Südlich von Lenningen-Oberlenningen entsteht die Lenninger Lauter durch den Zusammenfluss von Schwarzer und Weißer Lauter. Beide Zuflüsse werden durch zahlreiche, teilweise hochinteressante Quellen gespeist. Die interesssanteste dieser Quellen ist das Goldloch.

Das Goldloch befindet sich im Schlattstaller Tal, das südlich von Oberlenningen nach Westen vom Haupttal abzweigt. Das Goldloch ist eine typische Karstquelle mit den damit verbundenen starken Schwankungen des Wasserspiegels. Bei sehr trockener Witterung kann das Wasser aus dem Goldloch sogar ganz versiegen. Dann entspringt die Quelle ca. 150 Meter unterhalb des Goldlochs. Bei regenreicher Witterung, wie sie auch zum Zeitpunkt der Aufnahmen geherrscht hat, strömt das Wasser mit großem Getöse aus dem Goldloch, hierfür verwendet man auf der Schwäbischen Alb den Begriff "Bröller" (von brüllen). Das Goldloch reicht dann als Ausguss des Karstwassers nicht einmal aus. Neben dem Goldloch quillt das Wasser überall förmlich aus dem Boden hervor.

Freitag, 9. Oktober 2009

Das Kesselfinkenloch - eine Höhlenruine bei Grabenstetten


Das Kesselfinkenloch gehört zu den zahlreichen Felsbildungen der Schwäbischen Alb. Es handelt sich um eine Höhlenruine im Bereich des Unteren Felsenkalks.

Dies ist ein sogenannter Massenkalk. Er wurde nicht durch Ablagerung von Kalkschichten im Meer gebildet. Vielmehr ist dies ein ehemaliges Korallenriff.

Das Kesselfinkenloch befindet sich im Tal der Lenninger Lauter an der Oberkante des Albtraufs. Das Felsloch hat einen Grundriss von 10 mal 15 Metern und eine Tiefe von 10 Metern. Unmittelbar an der Kante des Albtraufs ist die Höhlendecke nicht eingestürzt. Dort bliebt ein Teil der Höhlendecke erhalten. Sie bildet heute eine natürliche Felsbrücke.

Am schnellsten erreicht man das Kesselfinkenloch von der Straße Unterlenningen - Erkenbrechtsweiler aus. Unmittelbar südlich des Erkenbrechtsweiler Stadtteils Hochwang befindet sich am Albtrauf ein Parkplatz. Von dort ist das Kesselfinkenloch mit 0,5 Kilometer Entfernung ausgeschildert. Man folgt einem steindurchsetzten Erdweg. Das Kesselfinkenloch ist vor Ort mit einem Schild des Schwäbischen Albvereins bezeichnet. Man sollte nicht zu schnell rennen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man an diesem Geotop und Naturdenkmal einfach vorbeigeht. 


Das Lenninger Tal mit der Burg Teck gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Lenninger Tal mit der Burg Teck. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Gebiet befassen, verlinkt.  

Montag, 5. Oktober 2009

Die Haldenstein-Höhle bei Lonsee-Urspring



Die Haldenstein-Höhle  bei Lonsee-Urspring ist zwar nicht besonders groß, jedoch geschichtlich sehr bedeutsam - und das gleich in zweierlei Hinsicht, nämlich erdgeschichtlich und frühhistorisch.

In erdgeschichtlicher Hinsicht ist die Höhle ein Zeugnis der früheren Flussgeschichte der Schwäbischen Alb. Vor Millionen von Jahren lag der Wasserspiegel noch wesentlich höher als heute. Aus der Haldenstein-Höhle floss damals eine Quelle der Lone, also des Flusses, der heute 30 Höhenmeter tiefer im Lonetopf entspringt. Und frühhistorisch ist die Höhle bedeutsam, weil man dort wichtige Funde aus der Zeit des Neandertaler gemacht hat. Diese Funde zeigen, dass der Neandertaler bereits auf einer vergleichsweise hohen zivilisatorischen Stufe stand.

Freitag, 2. Oktober 2009

UZVR (unzerschnittene verkehrsarme Räume) auf der Schwäbischen Alb

UZVR ist die Abkürzung für "unzerschnittene verkehrsarme Räume". Hierunter versteht man Gebiete mit einer Größe von mindestens 100 km², die nicht durch bestimmte Verkehrswege oder durch Siedlungen zerschnitten sind. Eine zerschneidende Wirkung haben gemäß der zugrundeliegenden Definition:

  • Straßen mit einer Verkehrsstärke von mehr als 1000 Kfz/Tag
  • elektrifizierte Eisenbahnstrecken oder nicht elekrifizierte zweigleisige Eisenbahnstrecken
  • Flughäfen
  • Siedlungen
In Baden-Württemberg gibt es heute nur noch 20 Räume, in denen die genannten Kriterien eingehalten sind. Allein 12 dieser Räume befinden sich im Schwarzwald. Nur zwei UZVR befinden sich auf der Schwäbischen Alb, wobei hier sogar die Mindestgröße von 100 km² jeweils knapp unterschritten wird.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Der Lonetopf - ein Quelltopf in Lonsee-Urspring



Der Lonetopf ist einer der zahlreichen Quelltöpfe der Schwäbischen Alb. Diese Quelltöpfe befinden sich in der Mehrzahl südlich des Albtraufs auf der Albhochfläche oder am südlichen Fuß der Alb. 

Das Regenwasser versickert auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb nahezu flächendeckend im karstigen Untergrund. Es kommt dort wieder zum Vorschein, wo die karstigen Schichten von einer wasserundurchlässigen, mergeligen Schicht abgelöst werden. In Quelltöpfen wird das druckhafte Grundwasser an die Oberfläche gedrückt.

Der Lonetopf befindet sich an der Grenze zwischen der Mittleren Alb und der Ostalb im Ort Lonsee-Urspring in einer Höhenlage von 562 m ü NN. Der Durchmesser des Quelltopfs ist 10 Meter, die Tiefe 6 Meter. Das an die Oberfläche drückende Wasser ist makellos sauber und klar. Die Quelle schüttet mit durchschnittlich 220 m /s und mit maximal 1840 m/s.

Montag, 28. September 2009

Aussicht vom Turm auf der Achalm bei Reutlingen



Die Achalm (707 Meter ü NN) ist der Hausberg der lebendigen und wirtschaftsstarken Großstadt Reutlingen. Der nahezu kegelförmige Berg ist kein Vulkan, sondern ein sogenannter Zeugenberg. Er ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, als die Hochfläche der Schwäbischen Alb noch viel weiter nach Nordwesten reichte.

Von der früheren Burg Achalm sieht man nicht mehr besonders viel. Am besten erhalten ist der ehemalige Bergfried. Im Jahr 1932 wurde der Turm mit Wänden und romantisierenden spitzbogigen Fenstern aufgestockt und als Aussichtsturm hergerichtet. Von der Spitze des Turms bietet sich eine Aussicht auf den stark gegliederten Albtrauf von Osten bis Westen, auf das Ermstal mit Reutlingen und Pfullingen sowie auf den Schönbuch und die Filder im Norden. Bei klarer Sicht erkennt man im Nordwesten die Schwarzwaldhöhen.

Samstag, 26. September 2009

Der Konradfels im Lenninger Tal



Den Konradfelsen sollte man in der vegetationslosen Jahreszeit aufsuchen. Dann macht der Fels mehr Eindruck und wird nicht - wie ich das im Frühherbst vorgefunden habe - von Bäumen und Büschen weitgehend bedeckt. 

Dabei hat der Mensch auch am Konradfelsen ein bisschen in den natürlichen Ablauf der Dinge eingegriffen und die Vegetation um den Felsen herum zurückgeschnitten.

Das Fällen der Bäume am Fuße der Felsen wird auf der Schwäbischen Alb an vielen Stellen praktiziert. Damit will man der lichtliebenden Felsenflora bessere Lebensbedingungen verschaffen. Denn die Felsen der Schwäbischen Alb sind überwiegend nicht so hoch, dass sie über die Baumkronen hinausragen würden. Wenn man also an vielen Stellen der Schwäbischen Alb die weißen Oberjurafelsen aus dem Grün herausragen sieht, hat vielfach der Mensch nachgeholfen. Diesen Vorgang will ich in diesem Post nicht weiter bewerten. Wie fast alles ist dieser menschliche Eingriff in die Natur mit Vor- und Nachteilen verbunden.

Donnerstag, 24. September 2009

Geopark Schwäbische Alb

Seit dem Jahr 2002 darf sich die Schwäbische Alb "Nationaler GeoPark" nennen. Diese Auszeichnung wird Gebieten verliehen, die sich durch einen außergewöhnlichen Reichtum an Zeugnissen der Erdgeschichte auszeichnen.

Das Label wird jeweils für die Dauer von vier Jahren verliehen und muss dann - nach einer Überprüfung durch die Unesco - erneuert werden. Bei einer Überprüfung im Sommer 2007 wurden verschiedene Mängel festgestellt. Dies führte dazu, dass die Auszeichnung Nationaler Geopark nur für zwei weitere Jahre verliehen wurde. Damit verbunden waren einige Auflagen. So wurde bemängelt, dass der GeoPark Schwäbische Alb keine ausreichende Eigenständigkeit und Identität aufwies. Auch die Sichtbarkeit des GeoParks für die Besucher der Schwäbischen Alb ließ zu wünschen übrig.

Sonntag, 20. September 2009

Kernzone Boßler im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Boßler ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Für die freigegebenen Wege in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb mit Ausnahme der auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen gelegenen Kernzonen gibt es eine "Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zur Wegeregelung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb" vom 12.02.2015. Diese Allgemeinverfügung trat an die Stelle der am 07.06.2010 erlassenen und bis zum 31.12.2014 befristeten Allgemeinverfügung. 

Für die Kernzone Boßler ist in der Allgemeinverfügung des RP Tübingen ein freigegebener Weg genannt:
Zugang zum Parkplatz an der L 1213 über den Gedenkstein zum Häringer Weg
Wegetyp: Befestigter Weg = Forstweg sowie Fußweg = Wanderweg

Die Kernzone Boßler ist die am weitesten östlich gelegene Kernzone des Biosphärengebiets. Sie befindet sich nicht weit vom Albaufstieg der Autobahn A8 entfernt am Nordwesthang des Boßlers, eines markanten Punkts am Albtrauf. Man kann von unten her auf Stichwegen in die Kernzone hinaufsteigen, man kann jedoch auch von oben entlang des Albtraufwegs in die Kernzone hinabblicken.

Freitag, 18. September 2009

Qualitätswege Wanderbares Deutschland auf der Schwäbischen Alb

Der Deutsche Wanderverband (Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V.) hat ein Prädikat für Weitwanderwege geschaffen. Wege, die bestimmte Bedingungen erfüllen, dürfen sich "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" nennen.

Die Wege werden an Hand von 9 Kernkriterien und von 23 Wahlkriterien überprüft. Diese Kriterien umfassen unter anderem die Wegbeschaffenheit, die Markierung, den Erlebniswert, die Natur / Landschaft und die Kultur / Zivilisation eines Weges.

Zur Zeit haben in Deutschland bereits 54 Wege das Prädikat Wanderbares Deutschland erhalten. In Baden-Württemberg befinden sich inzwischen 6 Qualitätswege Wanderbares Deutschland. Drei dieser Wege befinden sich auf der Schwäbischen Alb.

Donauberglandweg vom Lemberg nach Beuron, 57 Kilometer, 4 Etappen, zertifiziert am 20.12.2007

Donau-Zollernalbweg von Beuron zum Lemberg, 156 Kilometer, 8 Etappen, zertifiziert am 29.12.2008

Nordrandweg von Donauwörth nach Tuttlingen: Die Zertifizierung dieses Wegs ist so neu (September 09), dass der Weg noch nicht einmal auf der Seite des Deutschen Wanderverbands aufgeführt ist.

In diesem Blog werden wir die zertifzierten Wege bei Gelegenheit näher betrachten. Und es bleibt abzuwarten, ob es demnächst noch weitere Qualitätswege Wanderbares Deutschland auf der Schwäbischen Alb geben wird.

Donnerstag, 17. September 2009

Naturschutzgebiet Schopflocher Moor auf der Albhochfläche bei Lenningen


Das Naturschutzgebiet Schopflocher Moor ist etwas Besonderes. Es ist das erste Naturschutzgebiet im heutigen Landkreis Esslingen, es schützt das größte und wichtigste Moor der Schwäbischen Alb und es ist ein Beispiel dafür, wie mühsam und mit kleinen Schritten der Naturschutz oft vorankommt.

Auch die Eigentumsverhältnisse im Gebiet sind erwähnenswert. Das Naturschutzgebiet kam nur dadurch zustande, dass Naturschützer und der Schwäbische Albverein Parzelle um Parzelle aufkauften, um danach die moorschädliche Nutzung des jeweiligen Grundstücks zu beenden. Im Jahr 1983 wurde schließlich die Torfmoor-Schopfloch-Stiftung gegründet. Ihr Stiftungszweck ist der weitere Aufkauf von Land zur Erhaltung und Vergrößerung des Naturschutzgebiets.

Dienstag, 15. September 2009

Die Bärenhöhle bei Sonnenbühl


Die Bärenhöhle ist eine Schauhöhle im Bereich der Mittleren Kuppenalb. Sie befindet sich im Landkreis Reutlingen ca. 2,5 Kilometer nordöstlich von Sonnenbühl-Erpfingen und ca. 5 Kilometer südwestlich von Schloss Lichtenstein.

Die begehbare Länge der Höhle beträgt 271 Meter. Das Alleinstellungsmerkmal der Bärenhöhle unter den Schauhöhlen der Schwäbischen Alb sind die Knochen des längst ausgestorbenen Höhlenbären, die auch heute noch in der Höhle zu sehen sind. Diese Knochen wurden durch die Kalkablagerungen konserviert.

Die Höhle besteht aus zwei Teilen, der 1834 entdeckten Karlshöhle und der erst 1949 entdeckten eigentlichen Bärenhöhle. Bei der Höhle befinden sich verschiedene Einrichtungen für Besucher, unter anderem Imbissstände und Fahrgeschäfte.

Montag, 14. September 2009

Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb umfasst zur Zeit 27 Kernzonen. Drei Prozent der Fläche eines Biosphärengebiets müssen gemäß den Vorgaben der Unesco sowie des Deutschen MAB-Nationalkomitees Kernzone sein.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb aufgelistet. Alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Kernzonen des Biosphärengebiets befassen, sind von hier aus verlinkt. Dieser Artikel wird auch von der rechten Spalte des Blogs aus direkt verlinkt.

Die Kernzone eines Biosphärengebiets muss nicht zwangsläufig aus einer zusammenhängenden Fläche bestehen. Sie kann sich auch aus mehreren, nicht zusammenhängenden Teilflächen zusammensetzen.

Von dieser Möglichkeit wurde beim Biosphärengebiet Schwäbische Alb ausgiebig Gebrauch gemacht. Es gibt zahlreiche kleine Kernzonen, die sich über die gesamte Fläche des Biosphärengebiets verteilen. Einige wenige dieser Kernzonen bestehen wiederum aus mehreren Teilflächen. 

Die Kernzonen sind von 1 bis 27 durchnummeriert. Sie haben zudem jeweils einen Namen. Nachfolgend sind die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb aufgelistet.

Sonntag, 13. September 2009

Aussicht vom Turm Hursch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen


Der Turm Hursch ist der höchste Aussichtsturm der Schwäbischen Alb. Der Turm befindet sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. 

Nachdem das Militär den Truppenübungsplatz Münsingen verlassen hat, wurden dort verschiedene Wege für die Öffentlichkeit freigegeben. Zudem wurden vier Aussichtstürme, die militärischen Zwecken gedient haben, dem Schwäbischen Albverein übereignet und ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der höchste dieser Türme ist der Aussichtsturm Hursch. Er befindet sich ca. 2 Kilometer südwestlich des Orts Römerstein-Zainingen auf der Mittleren Alb. Mit dem Auto kann man bis auf einen Kilometer an den Aussichtsturm heranfahren. Hierzu verlässt man die B28 und fährt in den Ortskern von Zainingen. Dort wo die Ortsstraße den südlichsten Punkt erreicht, ist die beschilderte Abzweigung zum ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Man erreicht den Parkplatz "Eingang Zainingen" unmittelbar an der Grenze des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Vom Parkplatz geht man zunächst wenige Meter bis zur Truppenübungsplatz - Ringstraße, die heute für zivile Zwecke (Teststrecke) genutzt wird. Man quert die Straße und achtet immer auf die gelbe Markierung. Nach rechts versetzt geht man auf asphaltiertem Weg aufwärts und biegt bei der nächsten Wegkreuzung nach rechts auf einen Kiesweg ab. Der Kiesweg führt ohne Orientierungsprobleme bis zum Aussichtsturm.

Samstag, 12. September 2009

Wegeregelung für die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Das im Jahr 2008 ausgewiesene und im Jahr 2009 von der Unesco anerkannte Biosphärengebiet Schwäbische Alb beinhaltet gemäß den Regeln der Unesco für Biosphärengebiete verschiedene Kernzonen, in denen zukünftig keine wirtschaftliche Nutzung durch den Menschen mehr stattfinden darf. Diese Kernzonen dürfen zukünftig nur noch auf den zugelassenen Wegen betreten werden.

Zugelassene Wege sind diejenigen Wege, die in der vom Regierungspräsidium Tübingen in Kürze zu erlassenden Allgemeinverfügung explizit genannt werden. Dies folgt wiederum aus § 4 Abs. 3 der Biosphärengebietsverordnung Schwäbische Alb.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb beinhaltet 27 räumlich nicht zusammenhängende Kernzonen. In diesem Blog über die Schwäbische Alb und ihre Natur will ich früher oder später jede einzelne dieser Kernzonen unter der Rubrik "Schutzgebiete" behandeln. Auch die zugelassenen Wege für jede einzelne der Kernzonen sollen unter der Rubrik "Wege" erkundet werden.

Verschiedene Wege, die bisher begangen werden konnten, dürfen mit dem Erlass der Allgemeinverfügung nicht mehr betreten werden. Das halte ich für eine zumutbare Einschränkung. Denn es bleiben genügend zulässige Wege übrig und ich freue mich darüber, dass mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb wenigstens auf einem kleinen Teil der Fläche von Baden-Württemberg zukünftig ein dreiprozentiger Anteil an Wildnisfläche bestehen wird.

Naturschutzgebiet Eichhalde bei Bissingen an der Teck



Das Naturschutzgebiet Eichhalde befindet sich im Landkreis Esslingen auf der Gemarkung von Bissingen an der Teck. Es hat eine Größe von 85 Hektar und wurde im Jahr 1969 verordnet. 

Das Gebiet umfasst eine der landschaftlich schönsten und floristisch reichhaltigsten Schafweiden der Schwäbischen Alb. Die Nähe zum Großraum Stuttgart lässt deshalb einen großen Besucherandrang vermuten. Meiner Ansicht nach hält sich die Besucherzahl in Grenzen. Denn die Burg Teck und andere Sehenswürdigkeiten der ersten Kategorie gleich in der Nähe ziehen den Großteil der Besucher auf sich.

Das Gebiet weist einige Besonderheiten auf. Auf einem Teil des Gebiets liegen Felsblöcke aus dem Oberjura herum. Sie stammen von einem Bergsturz und sind vom Albtrauf heruntergerollt. Es gibt im Gebiet neben trockenen Standorten auch vernässte Stellen, die eine ganz andere Flora aufweisen als ihre Umgebung. An diesen Stellen treten Quellen aus dem Boden. Das im Gebiet anstehende Gestein sind die Tone des Mitteljura, die teilweise wasserstauend sind.

Samstag, 5. September 2009

Naturschutzgebiet Randecker Maar mit Zipfelbachschlucht


Das Naturschutzgebiet Randecker Maar mit Zipfelbachschlucht wurde in den Jahren 1971 und 1982 verordnet. Es hat eine Größe von 110 Hektar und befindet sich in einer Höhenlage von 800 bis 850 Meter am Nordrand der Schwäbischen Alb, dem Albtrauf. 

Das Gebiet befindet sich im Landkreis Esslingen. Die nächstgelegenen Orte sind Ochsenwang auf der Albhochfläche und Hepsisau am Fuß der Zipfelbachschlucht im Neidlinger Tal.

Das Randecker Maar ist eines der bekanntesten Vorkommen des Schwäbischen Vulkans. Das Phänomen des Schwäbischen Vulkans umfasst über 300 Durchschlagsröhren. Vor über 20 Millionen Jahren während des Zeitalters des Obermiozäns gab es im Bereich der Mittleren Alb vulkanische Vorgänge. Flüssige Lava wurde jedoch nicht bis zur Oberfläche befördert. Es wurde lediglich durch den Gasdruck die Erdoberfläche im Bereich der jeweiligen Durchschlagsröhren weggesprengt. Die in die Luft geschleuderten Juragesteine fielen teilweise wieder in die Röhren zurück. Im Randecker Maar kann man einzelne Felsbrocken heute sehen.

Freitag, 4. September 2009

Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg ist Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Der bekannteste Weitwanderweg der Schwäbischen Alb und des Schwäbischen Albvereins ist der Hauptwanderweg 1 (HW 1), auch Schwäbische Alb-Nordrand-Weg oder Nordrandlinie genannt. Dieser Weg führt von Donauwörth bis Tuttlingen auf insgesamt 365 Kilometern immer ungefähr am Albtrauf, also dem Nordrand der Schwäbischen Alb, entlang.

Nun wurde der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. Am 2. September 2009 überreichte der Präsident des Deutschen Wanderverbands, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die Urkunde an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger. Die Übergabe fand auf dem Breitenstein statt, das ist ein Aussichtsfelsen am Albtrauf östlich gegenüber dem Teckberg.

Sonntag, 30. August 2009

Die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach



Eine Zeitlang galt die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach mit einer erkundeten Länge von über 3 Kilometern als die längste Höhle der Schwäbischen Alb. 

Diesen Rang haben ihr inzwischen mindestens zwei andere Höhlen abgelaufen, die Wulfbachquellhöhle im Donautal und die Blautopfhöhle. Trotzdem bleibt die Falkensteiner Höhle eine geheimnisvolle und faszinierende Höhle.

Der Höhleneingang befindet sich in einer Höhe von 571 Meter im Pfähler Tal, einem Seitental des Ermstals bei Bad Urach. Die Falkensteiner Höhle stellt eine Zwischenstufe dar gegenüber denjenigen Höhlen, die heute vollständig trockengefallen sind und gegenüber denjenigen Höhlen, durch die ständig ein Bach fließt. Nach wie vor fließt auch durch die Falkensteiner Höhle ein Bach, jedoch nicht mehr auf ganzer Länge, wie dies noch bis ca. zum Jahr 1830 der Fall war. Der Höhlenbach verschwindet nun je nach Wasserstand 80 bis 100 Meter vom Höhleneingang entfernt. Man muss schon ein ganzes Stück in die Höhle hineingehen, um das Rauschen des Höhlenbachs zu hören. Das versickerte Wasser kommt ca. 200 Meter unterhalb des Höhlenportals wieder ans Tageslicht. Diese Wasser bilden die Quelle der Elsach, die bei Bad Urach in die Erms mündet.


Sonntag, 23. August 2009

Aussicht vom Turm der Burg Teck



Von der ehemaligen Burg Teck sind nur noch Ruinenreste übrig. Das was man heute von ferne und von nah vor allem sieht, wurde erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aufgebaut. So auch der Turm, der in den Jahren 1888 / 89 durch den Schwäbischen Albverein und den Verschönerungsverein Kirchheim errichtet wurde.

Der kürzeste Zugang zum Turm mit Übernachtungsheim und Gaststätte des Schwäbischen Albvereins ist vom Parkplatz Hörnle im Norden des Teckbergs aus. An schönen Wochenenden ist hier sehr viel los. Zwischen dem Parkplatz und der Burg Teck schiebt sich dann ein nicht endenwollender Strom an Spaziergängern und Wanderern.

Die Sicht vom Turm der Burg Teck ist vor allem auf das Albvorland im Norden bis zum Schurwald und zum Flughafen Stuttgart weit und umfassend. Das ist nicht weiter verwunderlich, sieht man die Burg Teck doch auch von vielen Punkten im Albvorland aus. Es gibt auch instruktive Einblicke in einen Abschnitt des Albtraufs vom Boßler im Osten bis zum Hohenneuffen im Westen. Die Sicht auf die Albhochfläche und nach Süden ist eher bescheiden. Die Höhe des Turms ist nicht ausreichend, um die Albhochfläche richtig zu überblicken. 


Freitag, 21. August 2009

Naturschutzgebiet Digelfeld bei Hayingen



Das Naturschutzgebiet Digelfeld auf dem Gebiet der Stadt Hayingen im Landkreis Reutlingen hat eine Größe von 121,4 Hektar. Es wurde im Jahr 1991 ausgewiesen. 

Schutzzweck ist die Erhaltung einer vielgestaltigen, kleinstrukturierten Landschaft mit reizvollen Wacholderheiden, Waldrändern, Kiefernwäldchen, Wiesen und eingestreuten Feldern.

Wacholderheiden sind die Relikte einer früheren Wirtschaftsform. Ohne die regelmäßige Beweidung durch Schafe oder die Pflege mit Maschinen würden die Wacholderheiden in sehr kurzer Zeit vom Wald vereinahmt. Viele Wacholderheiden sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits verschwunden. Die heute noch vorhandenen Wacholderheiden befinden sich zum überwiegenden Teil innerhalb von Schutzgebieten.

Im Naturschutzgebiet Digelfeld befindet sich eine der größten noch verbliebenen Wacholderheiden der Albhochfläche. Von einem ausgeschilderten Parkplatz aus kann man eine kurze beschilderte Rundwanderung durch das Gebiet unternehmen. Das Naturschutzgebiet befindet sich nur ca. 1 Kilometer im Nordwesten des Orts Hayingen.


Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen beschäftigen, verlinkt. 

Donnerstag, 20. August 2009

Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen

42 Naturschutzgebiete gibt es zur Zeit im Landkreis Reutlingen. Der größte Teil dieser Naturschutzgebiete befindet sich auf der Schwäbischen Alb. 

Außer an der Großlandschaft Schwäbische Alb hat der Landkreis Reutlingen auch noch Anteil an der Großlandschaft Schwäbisches Keuper-Lias-Land.

Nachfolgend werden alle Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, auch diejenigen Gebiete, die sich nicht auf der Schwäbischen Alb befinden. Von dieser Seite aus werden zukünftig alle Artikel in diesem Blog, die sich mit den Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen beschäftigen, verlinkt.

Der Landkreis Reutlingen hat Anteil an den folgenden Naturräumen:
Mittlere Kuppenalb
Mittlere Flächenalb
Mittleres Albvorland
Schönbuch und Glemswald

Zu allen Naturschutzgebieten werden nachfolgend die Bezeichnung, die Großlandschaft und der Naturraum aufgeführt. Bei den Naturschutzgebieten in den Naturräumen Mittlere Kuppenalb, Mittlere Flächenalb und Mittleres Albvorland werden zusätzlich die Standortgemeinde, die Fläche und das Verordnungsdatum angegeben. 

Mittwoch, 19. August 2009

Der Zollerberg bei Hechingen



Der Zollerberg bei Hechingen gehört zum Typ der Zeugenberge. Er ist der Albplatte nordwestlich vorgelagert.

Der kegelförmige Berg mit einer Höhe von 855 Meter ü NN bezeugt, dass die Schwäbische Alb in früheren Jahren weiter nach Norden gereicht hat. Vor einigen Millionen Jahren erstreckte sich die Hochfläche der Schwäbischen Alb bis über den Zollerberg hinaus nach Nordwesten und es gab den Zollerberg in der heutigen Form nicht.

Eine geologische Besonderheit ist verantwortlich dafür, dass es den Zollerberg überhaupt in der heutigen Form gibt. Dies ist der sogenannte Zollerngraben, in dem der Zollerberg sich befindet. Im Zollerngraben sind die verschiedenen Gesteinsschichten, die die Alb aufbauen, nach unten gesackt. Dies führte dazu, dass die Gesteine innerhalb des Grabens im Laufe der Jahrmillionen weniger schnell abgetragen wurden als die außerhalb des Grabens gelegenen Schichten. So modellierte sich der Zollerberg heraus. Die Geologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Reliefumkehr.

Montag, 17. August 2009

Der Naturpark Obere Donau

Der Naturpark Obere Donau wird vielleicht nicht immer auf den ersten Blick mit der Schwäbischen Alb in Verbindung gebracht. Jedoch befindet sich der überwiegende Teil dieses Naturparks auf der Schwäbischen Alb. Zudem ist dies der zur Zeit einzige Naturpark dieses Mittelgebirges.

In den Jahren 2000 / 2001 war ein weiterer Naturpark in Vorbereitung, der Naturpark Schwäbische Alb. Den Planungen, die von den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen vorangetrieben wurden, war jedoch kein Erfolg beschieden. Das seit etwas über einem Jahr bestehende Biosphärengebiet Schwäbische Alb könnte man als den Nachfolger des nicht realisierten Naturparks Schwäbische Alb bezeichnen.

Der Uracher Wasserfall - bekanntester Wasserfall der Schwäbischen Alb



Der Uracher Wasserfall gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Schwäbischen Alb. 

Dafür gibt es mehrere Gründe. Kein anderer Wasserfall der Schwäbischen Alb und sogar in den Mittelgebirgen Deutschlands weist eine so einfache und zugleich schöne Form auf. Der Wasserfall ist zudem vergleichsweise schnell und bequem erreichbar. Und er befindet sich im Bereich des Nordrands der Mittleren Alb, einem Gebiet, von dem der große Verdichtungsraum Stuttgart nicht weit ist. Der Uracher Wasserfall befindet sich innerhalb des Naturschutzgebiets "Rutschen".

Viele der für die Schwäbische Alb typischen Naturerscheinungen können beim Wasserfall beobachtet werden. Das Niederschlagswasser versickert auf der Albhochfläche im durchlässigen Kalkgestein und kommt mitten im Hang über einer wasserundurchlässigen Mergelschicht wieder zum Vorschein. Beim Fließen scheidet das Wasser den Kalk, den es im Untergrund aufgenommen hat, teilweise wieder aus. Dadurch bildet sich Kalksinter, ein poröses Gestein. Der Wasserfall baut sich durch das Abscheiden des Kalks immer weiter auf, man spricht hier auch von einem konstruktiven Wasserfall.

Freitag, 14. August 2009

Warum ein blog über die Schwäbische Alb?

Als Stuttgarter hatte und habe ich die Schwäbische Alb quasi vor der Haustür. An klaren Tagen sieht man von erhöhten Punkten in Stuttgart aus die Mauer der Schwäbischen Alb im Süden. Der Wochenendausflug auf die Alb war und ist für viele Bewohner des Großraums Stuttgart Tradition.

Im Laufe der Jahre und nach ungezählten Besuchen stellte sich eine große Vertrautheit mit diesem Gebirge ein, das auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär ist. Auf den zweiten Blick und bei einer näheren Beschäftigung mit dem Gebiet wird man jedoch feststellen, dass die Schwäbische Alb zu den interessantesten und vielfältigsten Gegenden Mitteleuropas zählt.

In diesem Blog soll es um die Schwäbische Alb gehen, vor allem um einen bestimmten Teilaspekt, nämlich die Natur des Gebirges in all ihrer Vielfalt. Und eng damit zusammen hängt auch der Schutz der Natur in den verschiedenen Schutzgebieten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Möglichkeit, die Natur zu erleben. Damit sollen sich die posts zu den Wegen befassen. Die erst vor einem Jahr erfolgte Ausweisung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb hat gezeigt, dass dieses Gebirge auch in der Zukunft spannend bleiben wird.