Sonntag, 30. August 2009

Die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach



Eine Zeitlang galt die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach mit einer erkundeten Länge von über 3 Kilometern als die längste Höhle der Schwäbischen Alb. 

Diesen Rang haben ihr inzwischen mindestens zwei andere Höhlen abgelaufen, die Wulfbachquellhöhle im Donautal und die Blautopfhöhle. Trotzdem bleibt die Falkensteiner Höhle eine geheimnisvolle und faszinierende Höhle.

Der Höhleneingang befindet sich in einer Höhe von 571 Meter im Pfähler Tal, einem Seitental des Ermstals bei Bad Urach. Die Falkensteiner Höhle stellt eine Zwischenstufe dar gegenüber denjenigen Höhlen, die heute vollständig trockengefallen sind und gegenüber denjenigen Höhlen, durch die ständig ein Bach fließt. Nach wie vor fließt auch durch die Falkensteiner Höhle ein Bach, jedoch nicht mehr auf ganzer Länge, wie dies noch bis ca. zum Jahr 1830 der Fall war. Der Höhlenbach verschwindet nun je nach Wasserstand 80 bis 100 Meter vom Höhleneingang entfernt. Man muss schon ein ganzes Stück in die Höhle hineingehen, um das Rauschen des Höhlenbachs zu hören. Das versickerte Wasser kommt ca. 200 Meter unterhalb des Höhlenportals wieder ans Tageslicht. Diese Wasser bilden die Quelle der Elsach, die bei Bad Urach in die Erms mündet.


Sonntag, 23. August 2009

Aussicht vom Turm der Burg Teck



Von der ehemaligen Burg Teck sind nur noch Ruinenreste übrig. Das was man heute von ferne und von nah vor allem sieht, wurde erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aufgebaut. So auch der Turm, der in den Jahren 1888 / 89 durch den Schwäbischen Albverein und den Verschönerungsverein Kirchheim errichtet wurde.

Der kürzeste Zugang zum Turm mit Übernachtungsheim und Gaststätte des Schwäbischen Albvereins ist vom Parkplatz Hörnle im Norden des Teckbergs aus. An schönen Wochenenden ist hier sehr viel los. Zwischen dem Parkplatz und der Burg Teck schiebt sich dann ein nicht endenwollender Strom an Spaziergängern und Wanderern.

Die Sicht vom Turm der Burg Teck ist vor allem auf das Albvorland im Norden bis zum Schurwald und zum Flughafen Stuttgart weit und umfassend. Das ist nicht weiter verwunderlich, sieht man die Burg Teck doch auch von vielen Punkten im Albvorland aus. Es gibt auch instruktive Einblicke in einen Abschnitt des Albtraufs vom Boßler im Osten bis zum Hohenneuffen im Westen. Die Sicht auf die Albhochfläche und nach Süden ist eher bescheiden. Die Höhe des Turms ist nicht ausreichend, um die Albhochfläche richtig zu überblicken. 


Freitag, 21. August 2009

Naturschutzgebiet Digelfeld bei Hayingen



Das Naturschutzgebiet Digelfeld auf dem Gebiet der Stadt Hayingen im Landkreis Reutlingen hat eine Größe von 121,4 Hektar. Es wurde im Jahr 1991 ausgewiesen. 

Schutzzweck ist die Erhaltung einer vielgestaltigen, kleinstrukturierten Landschaft mit reizvollen Wacholderheiden, Waldrändern, Kiefernwäldchen, Wiesen und eingestreuten Feldern.

Wacholderheiden sind die Relikte einer früheren Wirtschaftsform. Ohne die regelmäßige Beweidung durch Schafe oder die Pflege mit Maschinen würden die Wacholderheiden in sehr kurzer Zeit vom Wald vereinahmt. Viele Wacholderheiden sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits verschwunden. Die heute noch vorhandenen Wacholderheiden befinden sich zum überwiegenden Teil innerhalb von Schutzgebieten.

Im Naturschutzgebiet Digelfeld befindet sich eine der größten noch verbliebenen Wacholderheiden der Albhochfläche. Von einem ausgeschilderten Parkplatz aus kann man eine kurze beschilderte Rundwanderung durch das Gebiet unternehmen. Das Naturschutzgebiet befindet sich nur ca. 1 Kilometer im Nordwesten des Orts Hayingen.


Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen beschäftigen, verlinkt. 

Donnerstag, 20. August 2009

Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen

42 Naturschutzgebiete gibt es zur Zeit im Landkreis Reutlingen. Der größte Teil dieser Naturschutzgebiete befindet sich auf der Schwäbischen Alb. 

Außer an der Großlandschaft Schwäbische Alb hat der Landkreis Reutlingen auch noch Anteil an der Großlandschaft Schwäbisches Keuper-Lias-Land.

Nachfolgend werden alle Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, auch diejenigen Gebiete, die sich nicht auf der Schwäbischen Alb befinden. Von dieser Seite aus werden zukünftig alle Artikel in diesem Blog, die sich mit den Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen beschäftigen, verlinkt.

Der Landkreis Reutlingen hat Anteil an den folgenden Naturräumen:
Mittlere Kuppenalb
Mittlere Flächenalb
Mittleres Albvorland
Schönbuch und Glemswald

Zu allen Naturschutzgebieten werden nachfolgend die Bezeichnung, die Großlandschaft und der Naturraum aufgeführt. Bei den Naturschutzgebieten in den Naturräumen Mittlere Kuppenalb, Mittlere Flächenalb und Mittleres Albvorland werden zusätzlich die Standortgemeinde, die Fläche und das Verordnungsdatum angegeben. 

Mittwoch, 19. August 2009

Der Zollerberg bei Hechingen



Der Zollerberg bei Hechingen gehört zum Typ der Zeugenberge. Er ist der Albplatte nordwestlich vorgelagert.

Der kegelförmige Berg mit einer Höhe von 855 Meter ü NN bezeugt, dass die Schwäbische Alb in früheren Jahren weiter nach Norden gereicht hat. Vor einigen Millionen Jahren erstreckte sich die Hochfläche der Schwäbischen Alb bis über den Zollerberg hinaus nach Nordwesten und es gab den Zollerberg in der heutigen Form nicht.

Eine geologische Besonderheit ist verantwortlich dafür, dass es den Zollerberg überhaupt in der heutigen Form gibt. Dies ist der sogenannte Zollerngraben, in dem der Zollerberg sich befindet. Im Zollerngraben sind die verschiedenen Gesteinsschichten, die die Alb aufbauen, nach unten gesackt. Dies führte dazu, dass die Gesteine innerhalb des Grabens im Laufe der Jahrmillionen weniger schnell abgetragen wurden als die außerhalb des Grabens gelegenen Schichten. So modellierte sich der Zollerberg heraus. Die Geologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Reliefumkehr.

Montag, 17. August 2009

Der Naturpark Obere Donau

Der Naturpark Obere Donau wird vielleicht nicht immer auf den ersten Blick mit der Schwäbischen Alb in Verbindung gebracht. Jedoch befindet sich der überwiegende Teil dieses Naturparks auf der Schwäbischen Alb. Zudem ist dies der zur Zeit einzige Naturpark dieses Mittelgebirges.

In den Jahren 2000 / 2001 war ein weiterer Naturpark in Vorbereitung, der Naturpark Schwäbische Alb. Den Planungen, die von den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen vorangetrieben wurden, war jedoch kein Erfolg beschieden. Das seit etwas über einem Jahr bestehende Biosphärengebiet Schwäbische Alb könnte man als den Nachfolger des nicht realisierten Naturparks Schwäbische Alb bezeichnen.

Der Uracher Wasserfall - bekanntester Wasserfall der Schwäbischen Alb



Der Uracher Wasserfall gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Schwäbischen Alb. 

Dafür gibt es mehrere Gründe. Kein anderer Wasserfall der Schwäbischen Alb und sogar in den Mittelgebirgen Deutschlands weist eine so einfache und zugleich schöne Form auf. Der Wasserfall ist zudem vergleichsweise schnell und bequem erreichbar. Und er befindet sich im Bereich des Nordrands der Mittleren Alb, einem Gebiet, von dem der große Verdichtungsraum Stuttgart nicht weit ist. Der Uracher Wasserfall befindet sich innerhalb des Naturschutzgebiets "Rutschen".

Viele der für die Schwäbische Alb typischen Naturerscheinungen können beim Wasserfall beobachtet werden. Das Niederschlagswasser versickert auf der Albhochfläche im durchlässigen Kalkgestein und kommt mitten im Hang über einer wasserundurchlässigen Mergelschicht wieder zum Vorschein. Beim Fließen scheidet das Wasser den Kalk, den es im Untergrund aufgenommen hat, teilweise wieder aus. Dadurch bildet sich Kalksinter, ein poröses Gestein. Der Wasserfall baut sich durch das Abscheiden des Kalks immer weiter auf, man spricht hier auch von einem konstruktiven Wasserfall.

Freitag, 14. August 2009

Warum ein blog über die Schwäbische Alb?

Als Stuttgarter hatte und habe ich die Schwäbische Alb quasi vor der Haustür. An klaren Tagen sieht man von erhöhten Punkten in Stuttgart aus die Mauer der Schwäbischen Alb im Süden. Der Wochenendausflug auf die Alb war und ist für viele Bewohner des Großraums Stuttgart Tradition.

Im Laufe der Jahre und nach ungezählten Besuchen stellte sich eine große Vertrautheit mit diesem Gebirge ein, das auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär ist. Auf den zweiten Blick und bei einer näheren Beschäftigung mit dem Gebiet wird man jedoch feststellen, dass die Schwäbische Alb zu den interessantesten und vielfältigsten Gegenden Mitteleuropas zählt.

In diesem Blog soll es um die Schwäbische Alb gehen, vor allem um einen bestimmten Teilaspekt, nämlich die Natur des Gebirges in all ihrer Vielfalt. Und eng damit zusammen hängt auch der Schutz der Natur in den verschiedenen Schutzgebieten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Möglichkeit, die Natur zu erleben. Damit sollen sich die posts zu den Wegen befassen. Die erst vor einem Jahr erfolgte Ausweisung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb hat gezeigt, dass dieses Gebirge auch in der Zukunft spannend bleiben wird.