Donnerstag, 30. September 2010

Aussicht vom Rusenschloss bei Blaubeuren


Im Osten der Blaubeurer Talschlinge liegt hoch oben auf einem Felsen die Burgruine Rusenschloss

Von dort oben erhält man eine gute Übersicht über die Stadt Blaubeuren und ihre Umgebung. Die Aussicht vom Rusenschloss ist das Thema dieses Posts. Die Burgruine Rusenschloss kommt später im Oktober hier in diesem Blog an die Reihe.

Vom Bahnhof Blaubeuren sind es 1,4 Kilometer bis zum Rusenschloss. Man folgt der Wanderwegbezeichnung roter Dreiblock. Vom Bahnhof aus geht es direkt nach Osten entlang der B 492. Man überquert sie später mit Hilfe einer Fußgänger-Signalanlage, steigt ins Blautal ab, geht auf einer Brücke über die Blau und steigt dann am Prallhang zum Rusenschloss an.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen. 

Samstag, 25. September 2010

Burgruine Hausen im Oberen Donautal


Exponiert auf einem steil abfallenden Felsen im Oberen Donautal liegt die Burgruine Hausen nördlich oberhalb von Beuron-Hausen. 

Nur noch wenige Mauerreste sind von der ehemaligen Burg übriggeblieben. Auf der angrenzenden Hochfläche befand sich früher ein Schloss. Im Jahr 1813 wurde das Schloss abgetragen, obwohl es noch relativ gut erhalten war.

Der Bereich des ehemaligen Schlosses ist heute noch Privatbesitz und mit neueren Gebäuden bebaut. Kommt man von der Hochfläche her zur Burgruine Hausen, muss man den Privatbesitz umgehen (beschildert). 

Ein drittes Element der ehemaligen Wehrbebauung nördlich oberhalb von Hausen ist der Außenturm. Er befindet sich östlich der Burgruine ebenfalls am Rand der Hochfläche über dem Oberen Donautal. Der Außenturm ist von allen Gebäudeteilen noch am besten erhalten.

Mittwoch, 22. September 2010

Durch das Felsental bei Geislingen / Steige


Fünf Täler treffen bei Geislingen / Steige aufeinander. Eines der fünf Täler ist das Eybtal, das sich von Geislingen aus nach Ostnordosten erstreckt. Das Felsental wiederum ist ein nach Süden zeigendes Seitental des Eybtals.

Das Felsental ist von seltener Wildheit. Steile Talhänge, Felsen und Geröllhalden kennzeichnen das Tal. Der durch das Felsental führende Pfad will da nicht nachstehen. Der Pfad überwindet eine Felsbarriere im Talgrund mit Hilfe von Eisentreppen.

Das Felsental ist seit längerer Zeit Naturschutzgebiet. Im Jahr 1995 wurde das Naturschutzgebiet beträchtlich vergrößert und auf die gesamten Talhänge des Eybtals und der angrenzenden Täler ausgedehnt. Mit einer Fläche von 1.331 Hektar ist das Naturschutzgebiet "Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales" zur Zeit das größte Naturschutzgebiet des Regierungsbezirks Stuttgart. 

Freitag, 17. September 2010

Irndorfer Hardt - eine alte Holzwiese


Das Naturschutzgebiet Irndorfer Hardt auf dem Großen Heuberg westlich von Schwenningen und zwischen Bäratal und Oberem Donautal ist auf der Schwäbischen Alb einmalig. Das 104 Hektar große Schutzgebiet wurde bereits im Jahr 1938 ausgewiesen. Bereits vorher hat sich die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg Flächen auf der Irndorfer Hardt gesichert.

Die namensgebende Ortschaft Irndorf hieß bis 1972 noch Irrendorf. In den Unterlagen der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg hat sich dieser frühere Ortsname bis heute bei der Bezeichnung des Naturschutzgebiets erhalten.

Im Naturschutzgebiet wird eine ehemalige Holzwiese geschützt. Das Naturschutzgebiet ist somit auch ein kulturhistorisches Dokument. Das Gebiet macht heute den Eindruck eines englischen Landschaftsparks mit vielen alten Bäumen, die als Solitäre über die weiten Wiesenflächen verteilt sind.  Im südlichen Teil des Gebiets finden sich verschiedene Dolinen.

Montag, 13. September 2010

Kernzone Drackenberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die 78,1 Hektar große Kernzone Drackenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befindet sich sehr nahe bei Reutlingen. Im Kontrast dazu wird das Gebiet in der Kernzone Drackenberg kaum besucht. Wäre hier nicht eine Kernzone, also ein Urwald von morgen, ausgewiesen worden, würde man als gelegentlicher Besucher der Schwäbischen Alb zu diesen Berghängen und zu diesen großen Wäldern wohl kaum einmal kommen.

Das Gebiet der Kernzone Drackenberg ist nicht besonders spektakulär. Das Besondere des Gebiets liegt eher in seiner Ruhe und in den einsamen Wäldern, die die Hänge und Schluchten bedecken. Der Drackenberg ist ein Ausläufer der Eninger Weide, einer Hochfläche am Albtrauf südöstlich von Eningen unter Achalm. Die Kernzone Drackenberg befindet sich an den Hängen des Albtraufs westlich der Eninger Weide.

Donnerstag, 9. September 2010

Fürstliche Anlagen Inzigkofen (Teil 2)


Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen im Oberen Donautal bei Sigmaringen sind überraschend groß. Einfach so im Vorbeigehen kann man nicht alles sehen. Und deshalb gibt es in diesem Blog auch zwei Posts über diesen Landschaftspark in der Nähe von Sigmaringen. Dabei ist der auf der orographisch linken Seite der Donau gelegene kleinere Teil der Anlagen noch gar nicht enthalten.

Im vorausgegangenen Post in diesem Blog sind wir bereits im östlichen Teil des Landschaftsparks gewesen. Im westlichen Teil des Landschaftsparks fällt das Gelände an einem Prallhang steil zur Donau ab. Während der Eiszeiten floss die Donau noch wesentlich höher am Hang als heute. Aus dieser Zeit stammen die Inzighofer Felsengrotten. Hier ist die Donau früher an die Felsen geprallt und hat wunderschöne große Grotten ausgewaschen. Eine zum Teil künstliche Steiganlage führt an den Grotten vorbei. Die Grotten erreichen Größen bis zu 17 m Länge, 10 m Höhe und 11 m Breite.

Sonntag, 5. September 2010

Fürstliche Anlagen Inzigkofen (Teil 1)


Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen im Oberen Donautal bei Sigamringen gehören zu den großartigsten Landschaftsparks in Baden-Württemberg. Es ist jedoch nicht eine zahme Natur, die hier zur Schau gestellt wird. Steile Abhänge, Felsen und die ungezähmte Donau bilden das Kernstück dieses Parks.

Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen befinden sich ca. 3 Kilometer westsüdwestlich von Sigmaringen. Der größte Teil des Landschaftsparks befindet sich südlich der Donau, ein kleiner Teil ist nördlich der Donau. Zwischen beiden Teilen bestand früher eine Verbindung mit einer Brücke über die Donau. Diese Brücke ist jedoch schon lange zerstört, so dass man heute nicht mehr direkt von einem Teil zum anderen kommen kann. 

Fast alle Sehenswürdigkeiten des ca. 25 Hektar großen Parkgeländes liegen im Teil südlich der Donau. Und um diesen Teil soll es hier in diesem sowie im folgenden Post gehen. Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen wurden von 1811 - 1846 auf Betreiben der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern angelegt. Zuvor war im Jahr 1802 das ehemalige Augustinerinnenkloster Inzighofen, das unmittelbar südlich an den Landschaftspark grenzt, in den Besitz des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen gekommen. Die fürstliche Familie bezog im Amtshaus des Klosters ihren Sommersitz. Oft wurden im angrenzenden Landschaftspark Feste gefeiert, am 24. August 1851 war sogar der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mit zahlreichem Gefolge zu Besuch im Landschaftspark.

Donnerstag, 2. September 2010

Der Rechberg bei Schwäbisch Gmünd


Der 707 Meter hohe Rechberg ist einer der Drei Kaiserberge. Die Drei Kaiserberge sind die bedeutendsten Vertreter des Phänomens der sogenannten Zeugenberge auf der Schwäbischen Alb.

Zeugenberge sind Berge, die der geschlossenen Tafel der Schwäbischen Alb vorgesetzt sind. Vor Jahrmillionen erstreckte sich die geschlossene Albtafel noch bis in den Bereich dieser Zeugenberge, sie waren ein Teil der Albtafel. Im Zuge des erosionsbedingten Rückschreitens der Albtafel blieb ein Stückchen dieser Tafel erhalten, daraus wurden die späteren Zeugenberge. Der Name leitet sich davon ab, dass diese Berge sichtbar bezeugen, dass sich die Albtafel früher weiter nach Nordosten erstreckt hat.

Im Verlauf des Nordrands der Schwäbischen Alb gibt es viele Zeugenberge. Nirgendwo sonst jedoch gibt es eine solch beeindruckende Dreiergruppe von Zeugenbergen wie bei den Dreikaiserbergen. Der Rechberg ist der Mittlere der Drei Kaiserberge, im Westen des Rechbergs erhebt sich der Hohenstaufen und im Osten der Stuifen.

Der Rechberg ist ein interessanter und vielfältiger Berg. Er bietet von verschiedenen Punkten auf dem Gipfel und an den Hängen schöne Blicke in alle Richtungen. Auf dem Gipfel befindet sich eine barocke Wallfahrtskirche mit Friedhof. Und auf einem Sporn am Westhang steht eine bedeutende Burgruine.