Montag, 13. September 2010

Kernzone Drackenberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Drackenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Die 78,1 Hektar große Kernzone Drackenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befindet sich sehr nahe bei Reutlingen. Im Kontrast dazu wird das Gebiet in der Kernzone Drackenberg kaum besucht. Wäre hier nicht eine Kernzone, also ein Urwald von morgen, ausgewiesen worden, würde man als gelegentlicher Besucher der Schwäbischen Alb zu diesen Berghängen und zu diesen großen Wäldern wohl kaum einmal kommen.

Das Gebiet der Kernzone Drackenberg ist nicht besonders spektakulär. Das Besondere des Gebiets liegt eher in seiner Ruhe und in den einsamen Wäldern, die die Hänge und Schluchten bedecken. Der Drackenberg ist ein Ausläufer der Eninger Weide, einer Hochfläche am Albtrauf südöstlich von Eningen unter Achalm. Die Kernzone Drackenberg befindet sich an den Hängen des Albtraufs westlich der Eninger Weide.


Man kann die Kernzone Drackenberg auf zugelassenen Wegen umrunden. Startpunkt ist in Eningen unter Achalm (Busverbindung mit Reutlingen). Von der Kreisverkehrsanlage im Ort an der Ortsdurchfahrt L 380 geht oder fährt man die Grabenstraße bergauf. An ihrem Ende kann man sich einen Parkplatz suchen. 

Von dort geht man durch Wiesen im Verlauf des Paul-Jauch-Wegs weiter bergan bis zum Naturfreundehaus am Waldrand.

Nun geht es weiter bergauf in den Wald hinein. Links des Wegs ist jetzt bereits die Kernzone. Der Weg heißt Rodelbahn. Oberhalb eines Parkplatzes im Wald (ohne öffentliche Zufahrt) biegt man nach rechts auf den Drackenbergweg ab. Nun geht es in großen Schleifen immer am Rand des Drackenbergs entlang. Später heißt der Weg Rosenstelleweg. Nach längerer Zeit mündet der Weg in die Zufahrtsstraße zum Albgut Lindenhof. In dieses Sträßchen biegt man scharf nach links ab und gelangt vollends auf die Albhochfläche. 

Nun geht es links mit dem Zeichen rotes Dreieck (Schwäbische Alb - Nordrandweg). Diesen Weg verlässt man am nächsten Waldrand bereits wieder nach links mit dem Zeichen blaues Dreieck. Der Weg macht einen Bogen im Wald. Nach einiger Zeit zweigt erneut nach links der mit dem Zeichen blaues Dreieck bezeichnete Weg (Wegweiser: Geißberg, Eningen unter Achalm) ab. Es geht zwischen Feldern (rechts) und Waldrand (links) längere Zeit entlang. Dann beginnt der Abstieg in Serpentinen am Geißberg. Unten kurz vor dem Waldrand biegt man nach links ab auf den Unteren Geißbergweg und gelangt wieder zum Naturfreundehaus.

Die Weglänge ab / bis Kreisverkehrsanlage in Eningen unter Achalm ist ca. 10 Kilometer, der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 320 Meter. 

Hier gibt es eine Übersicht über die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Kernzonen befassen, verlinkt.

Das Echaztal mit Schloss Lichtenstein gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Echaztal mit Schloss Lichtenstein. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt. 

Am Ortsrand von Eningen unter Achalm blickt man in Richtung Südosten zum Drackenberg.
Obwohl die Kernzone Drackenberg erst seit kurzem verordnet ist, bieten die Wälder des Gebiets schon ein recht urtümliches Bild.
Von einem Bergsporn im Westen des Drackenbergs bietet sich ein schöner Blick auf Eningen unter Achalm und den Kegel der Achalm, dahinter in der linken Bildhälfte ist Reutlingen.
Im Südosten der Kernzone Drackenberg kommt man an Felsen und Geröllhalden vorbei.
Ein dichtes Waldkleid bedeckt den Albtrauf beim Drackenberg.
Nur wenige Besucher finden sich in den monumentalen Buchenwäldern der Kernzone Drackenberg ein.

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