Donnerstag, 29. Juli 2010

Ursprung der Weißen Lauter bei Lenningen - Gutenberg

Die Weiße Lauter, ein Quellfluss der Lenninger Lauter, entspringt oberhalb von Lenningen-Gutenberg im hintersten Lenninger Tal.

Die Lenninger Lauter entsteht durch den Zusammenfluss ihrer beiden Zuflüsse Schwarze und Weiße Lauter. Diese Zuflüsse wiederum werden von zahlreichen, teilweise sehr interessanten Quellen gespeist. Bereits im Post vom 12.10.09 war eine dieser Quellen das Thema, das Goldloch bei Lenningen - Schlattstall, eine der Quellen der Schwarzen Lauter.

Heute geht es um den Ursprung, also die Hauptquelle der Weißen Lauter. Diese Quelle befindet sich östlich von Lenningen - Gutenberg am Fuße der Kesselwand und innerhalb des Naturschutzgebiets Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern. Die Quelle ist auch als Geotop ausgewiesen. Das Wasser entspringt an der Schichtgrenze zwischen dem Weißen Jura beta (wasserdurchlässige Kalke) und dem Weißen Jura alpha (wasserundurchlässige Kalkmergel).

Mittwoch, 28. Juli 2010

Gibt es bald Premiumwege auf der Schwäbischen Alb?

Auf der Schwäbischen Alb wird es möglicherweise bald Wanderwege geben, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifiziert sind, sogenannte Premiumwege.

In Deutschland gibt es tatsächlich ein Wanderinstitut. Wer das zum ersten Mal hört, mag jetzt vielleicht lächeln und denken, dass die Deutschen alles bierernst und wissenschaftlich nehmen müssen.

Bei näherem Hinsehen macht ein Wanderinstitut duchaus Sinn. Das Deutsche Wanderinstitut e.V. beschäftigt sich mit allgemeinen Fragen zum Wandern, z.B. mit der Frage, wie beliebt oder unbeliebt das Wandern bei den einzelnen Altersgruppen ist. Auch mit den Wanderwegen beschäftigt sich das Deutsche Wanderinstitut e.V.. Dahinter steckt der Grundgedanke, dass unser aller Zeit viel zu schade ist, um sie auf irgendwelchen eintönigen Feld- und Forstwegen durch langweilige Kunstwälder oder Agrarfabriken zu verbringen. 

Dienstag, 27. Juli 2010

Aussicht vom Nägelesfelsen bei Bad Urach


Direkt über dem Kurbezirk von Bad Urach auf der rechten Seite des Ermstals befindet sich der Nägelesfelsen

Dank des ein wenig freigeschnittenen Bewuchses hat man vom Nägelesfelsen einen eindrucksvollen Blick hinab auf den nördlichen Teil von Bad Urach und hinüber auf die andere links Seite des Ermstals und die dort vorhandenen Seitentäler.

Den Nägelesfelsen erreicht man entweder von Bad Urach mit einem Anstieg von 270 Höhenmetern oder von Hülben ohne nennenswerten Höhenunterschied. In Bad Urach befindet sich bei der Einmündung der Mauchentalstraße in die Neuffener Straße ein Schild, das den Nägelesfels mit 1,5 Kilometern und dem Zeichen roter Dreiblock bezeichnet. In Hülben folgt man vom Parkplatz bei der Kläranlage dem nach Südwesten führenden Feldweg und erreicht nach 1,6 Kilometer den Albtrauf. Dort wendet man sich nach rechts und gelangt nach kurzer Zeit zum Nägelesfelsen.

Samstag, 24. Juli 2010

Wird das Biosphärengebiet Schwäbische Alb vergrößert?

Zum ersten Mal seit dem Bestehen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb gibt es nun die realistische Chance auf eine Vergrößerung des Gebiets. Der Gemeinderat von Blaubeuren hat jüngst beschlossen, dass ein Betritt der Kommune zum Biosphärengebiet angestrebt werden soll. Auch die Gemeinde Allmendingen hat Interesse an einem Beitritt bekundet.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb erstreckt sich zur Zeit über das Gebiet von drei Landkreisen (Esslingen, Reutlingen, Alb-Donau-Kreis) sowie von 22 Kommunen. Im Alb-Donau-Kreis sind zur Zeit vier Kommunen am Biosphärengebiet beteiligt (Ehingen, Lauterach, Schelklingen, Westerheim). Mit Blaubeuren und Allmendingen kämen nun zwei weitere Kommunen hinzu. 

Freitag, 23. Juli 2010

Urspring - Quelltopf bei Schelklingen


Direkt beim ehemaligen Kloster (Kirche 1622 - 1627) und heutigen Gebäudekomplex der Urspringschule (evangelisches Landerziehungsheim mit reformpädagogischem Ansatz) befindet sich der Urspring-Quelltopf

Quelltöpfe (Quellen, bei denen das Wasser aus tieferen Schichten unter Druck nach oben quillt)  findet man vor allem auf der Südseite der Schwäbischen Alb. Das hat etwas mit der Neigung der Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb nach Südosten zu tun.

Der Urspring-Quelltopf befindet sich in einer ehemaligen Flussschlinge der Donau. Heute fließt die Donau ca. 12 Kilometer weiter südlich bei Ehingen (Donau). Als die Donau noch durch das Tal bei Urspring floss, war die Talsohle tiefergelegen als heute. Damals war die Urspringquelle noch kein Quelltopf, sondern ein herkömmlicher Wasseraustritt am Fuß eines Felsens. Nachdem die Donau das Tal bei Urspring verlassen hat, füllte sich der Talboden im Laufe der Zeit immer weiter mit vorriss- und risseiszeitlichen Schottern auf. Dies führte dazu, dass die Quelle der Urspring verschüttet wurde und sich das Wasser nun einen neuen Weg nach oben suchen musste. Wegen des bestehenden Wasserdrucks gelang dies problemlos, so dass sich heute die von der Albhochfläche bis hinauf auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen kommenden und unter Druck stehenden Wasser durch das risseiszeitliche Geröll ihren Weg nach oben bahnen. 

Samstag, 17. Juli 2010

Beobachtungspfad im Naturschutzgebiet Haarberg - Wasserberg


Das Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg im Oberen Filstal gehört zu den größten Naturschutzgebieten des Landkreises Göppingen und zu den schönsten Wacholdergebieten der Schwäbischen Alb.

Die Naturschutzverwaltung hat dort mehrere Wege eingerichtet. Darunter befindet sich der Beobachtungspfad.

Die vielen Besucher, die das Gebiet anlockt, verhielten sich nicht immer so wie es die Naturschutzverwaltung wünschte. Im Jahr 2007 reagierte das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Besucherinformation im Gebiet wurde neu konzipiert und drei neue markierte Wege durch das Gebiet wurden ausgewiesen. Im Gegenzug dürfen die Wege abseits der markierten Wege nicht mehr betreten werden, teilweise wurden Abschrankungen gebaut.

Heute ergibt sich vor Ort der Eindruck, dass die Maßnahmen des Regierungspräsidiums erfolgreich waren. Die früher zahlreichen Trampelpfade über die trittempfindlichen Wiesen gibt es kaum noch und von den markierten Wegen aus lässt sich alles beobachten und fotographieren, was es im Gebiet zu sehen gibt.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Aussicht vom Fuchseck und vom Rottelstein


Das Fuchseck ist eine markante Erhebung der Göppinger Alb, die vom Albvorland sofort auffällt. Am Westhang des Fuchseck befindet sich der Felsen Rottelstein, von dem man ganz andere Blicke genießen kann als vom Fuchseck. 

Beide Aussichtspunkte sind vom Auendorfer Pass (ca. 5 Parkplätze) der K 1448 Bad Ditzenbach - Gammelshausen aus in 2,5 Kilometer und mit einem Höhenunterschied von 120 Metern erreichbar. Zwischen dem Auendorfer Pass und dem Rottelstein bzw. Fuchseck verlaufen gleich zwei Weitwanderwege, der Schwäbische Alb - Nordrandweg (Zeichen rotes Dreieck) und der Albtraufgänger (Zeichen Wegsymbol auf gelber Fläche). Damit dürfte der Weg nicht zu verfehlen sein.

0,5 Kilometer ab dem Auendorfer Pass erreicht man zunächst einen stillgelegten Steinbruch, in dem man wunderschön eine Felswand aus den sogenannten Wohlgeschichteten Kalken  (Weißjura beta) sehen kann. 2,0 Kilometer ab dem Aulendorfer Pass befindet sich der Rottelstein. Dann geht es mit leichtem Ab- und Wiederanstieg hinüber zum Fuchseck-Aussichtspunkt.

Sonntag, 11. Juli 2010

Auf dem Harassenweg durch die Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Föhrenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Föhrenberg befindet sich im hinteren Ermstal unmittelbar links (südwestlich) der Erms ca. 800 Meter westnordwestlich des Bad Uracher Stadtteils Seeburg. Ganz im Osten dieser Kernzone befindet sich ein kleines Tal, das vom sogenannten Harassenweg durchquert wird.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Bahnhof Marbach der Schwäbische Alb - Bahn


Im Jahr 1969 wurde der planmäßige Zugverkehr der Schwäbische Alb - Bahn und damit auch beim Bahnhof Marbach stillgelegt. Seit einigen Jahren gibt es jedoch wieder ein wenig Zugverkehr beim Bahnhof Marbach im Verlauf der Schwäbische Alb - Bahn (SAB).

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober verkehren an den Sonn- und Feiertagen historische Schienenbusse auf der Strecke zwischen Kleinengstingen und Münsingen bzw. Schelklingen. An bestimmten Tagen verkehren sogar Dampfzüge. Und seit dem Jahr 2004 gibt es an Schultagen einen Verkehr mit Dieseltriebwagen.

Der Bahnhof Marbach liegt im Großen Lautertal. Vom Bahnhof Marbach sind es nur wenige hundert Meter bis zum Haupt- und Landgestüt Marbach, das dem Land Baden-Württemberg gehört. Dort können die Stallungen besichtigt werden, zudem finden im Gestüt immer wieder Veranstaltungen statt. 

Ganz in der Nähe des Bahnhofs Marbach führen der Hauptwanderweg HW 5 des Schwäbischen Albvereins (Pforzheim - Schwarzer Grat bei Isny) sowie der Burgenweg des Schwäbischen Albvereins (Reutlingen - Zweifalten) vorbei. Kleinere Wanderungen vom Bahnhof Marbach sind möglich zum Sternberg bei Gomadingen mit seinem Aussichtsturm (siehe Post vom 16.11.09), einfache Entfernung 4 Kilometer, sowie zum Schloss Grafeneck, das während des Dritten Reichs eine traurige Rolle spielte, einfache Entfernung 2 Kilometer.  

Sonntag, 4. Juli 2010

Schwäbische Alb - Wälder sind Kandidat für schönstes Naturwunder Deutschlands

Die Heinz-Sielmann-Stiftung veranstaltet vom 29. Juni bis zum 13. September 2010 eine Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands in der Kategorie Wälder. Hierzu hat die Stiftung insgesamt 19 Wälder aus nahezu allen Bundesländern Deutschlands ausgewählt.

Die Schwäbische Alb ist ebenfalls mit von der Partie mit dem Titel Burg Teck umgeben von dichten Buchenwäldern. Die Wälder um die Burg Teck stehen hierbei repräsentativ für die Hangbuchen- und Schluchtwälder des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Samstag, 3. Juli 2010

Wimsener Höhle bei Hayingen


Die Wimsener Höhle bei Hayingen ist die einzige aktive Wasserhöhle Deutschlands, die als Schauhöhle dient. 

Das fließende Wasser in der Höhle ist so stark und so tief, dass man die Höhle nur mit dem Boot befahren kann. Die Wasserführung der Höhle beträgt im Durchschnitt 600 Liter / Sekunde. In der Höhle ist das Wasser bis zu 4 Meter tief. Die mit dem Boot für die Öffentlichkeit befahrbare Strecke ist 70 Meter lang. Die erkundete Länge der Höhle beträgt jedoch mehr als 700 Meter.

Die Wimsener Höhle befindet sich ca. 3 Kilometer südwestlich von Hayingen bzw. ebenfalls ca. 3 Kilometer nordnordwestlich von Zwiefalten. Von der Landesstraße L 245 zwischen Hayingen und Zwiefalten ist die Zufahrt zur Höhle ausgeschildert. Ca. 100 Meter vor der Höhle befinden sich ausreichend Parkplätze.