Montag, 13. Juni 2011

Premiumweg Zollernburg-Panorama bei Albstadt, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Zollernburg-Panorama aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im ersten Post zu diesem Weg gab es einige allgemeine Informationen. Im zweiten Post war der Wegteil vom Parkplatz Stich bis zum Backofenfelsen nördlich des Raichbergs das Thema.

Vom Backofenfelsen führt der Weg in Richtung Südosten weiter am Albtrauf entlang. Bald sieht man links am Hang verschiedene Gräben und Risse. Augenscheinlich lösen sich hier die vordersten Teile des Albtraufs und rutschen langsam aber sicher zu Tal.

Dieses Phänomen kann man an verschiedenen Stellen der Schwäbischen Alb sehen. Bekannt sind etwa die Höllenlöcher zu beiden Seiten des Ermstals bei Bad Urach. Hier auf der Zollernalb ist der Hangende Stein, zu dem der Wanderweg jetzt führt, das schönste Beispiel für diese Art der Erosion. Harte Gesteinsschichten, die auf weicheren Schichten lagern, kippen am Albtrauf langsam nach vorne und rutschen dann ab.

Die großen Bäume in den Gesteinsspalten zeigen, dass das Kippen und Abrutschen der Gesteinsschichten ein sehr langsam ablaufender Prozess ist.
Die exponierteste Stelle am Albtrauf östlich des Raichbergs ist der Hangende Stein.

Eine Stahlbrücke führt über eine tiefe Spalte vor zum Hangenden Stein, einer Gesteinsscholle, die sich bereits vom Albtrauf gelöst hat.
Vom Hangenden Stein blickt man über den fast durchgehend bewaldeten Albtrauf der Zollernalb, hier in Richtung Osten zum Starzeltal links hinten.
Kurze Zeit hinter dem Hangenden Stein verlässt der Wanderweg den Albtrauf und führt über die sehr gewellte Hochfläche der Zollernalb. Wälder wechseln ab mit Wiesen und Wacholderheiden.

Schafherde mit erst wenige Tage alten Schäflein auf der Zollernalb
Bald kommt man in eine ausgedehnte Wacholderlandschaft. Am Wegrand befinden sich immer wieder Erläuterungstafeln eines Wacholderlehrpfads.

Ohne Schafbeweidung würde die Wacholderlandschaft bei Albstadt Onstmettingen rasch verbuschen.
Nun steigt man aus Richtung Südosten zum Gipfel des Raichbergs an. Auf dem Gipfel befinden sich ein Aussichtsturm und das Nägelehaus, ein Gasthaus des Schwäbischen Albvereins mit Übernachtungsmöglichkeit.

Nachbau einer Köhlerstätte südöstlich des Raichbergs
Der Raichbergturm ist fast immer geöffnet (sonst Schlüssel im benachbarten Nägelehaus). Vom Turm hat man einen weiten Blick über die Zollernalb und an klaren Tagen bis zu den Alpen.
Vom Raichberg verläuft der Weg in Richtung Südwesten, zunächst weiter über die Hochfläche. Dann beginnt der Abstieg in Richtung des obersten Schmiecha-Tals. Man kommt an einem Skilift vorbei und erreicht den Rand des Schmiecha-Tals sowie des Naturschutzgebiets Geifitze. 

Das Naturschutzgebiet Geifitze (Größe 33 Hektar, ausgewiesen 1989) im obersten Schmiecha-Tal umfasst eines der seltenen Feuchtgebiete der Schwäbischen Alb. 
Am Rand des Naturschutzgebiets entlanggehend überquert man die noch sehr schmale oberste Schmiecha. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt Parkplatz Stich an der Landesstraße Bisingen - Albstadt Onstmettingen.

Kontraste beim Naturschutzgebiet Geifitze: Schilf im Vordergrund und Wacholderheide im Hintergrund
        
Hier gibt es eine Übersicht über die Premiumwege der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Premiumwegen befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Traufgänge bei Albstadt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Traufgängen befassen, verlinkt. 

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