Freitag, 28. Januar 2011

Felsenmeer im Naturschutzgebiet Wental


Von den zahlreichen Trockentälern der Ostalb ist das Wental eines der Schönsten. Dieses Tal ist von auffallend vielen Felsen ("Felsenmeer") durchsetzt. Dies führte dazu, dass das Wental im Jahr 2009 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Mit einer Größe von 290 Hektar gehört das Naturschutzgebiet Wental zu den Größeren der Schwäbischen Alb.

Das Wental erstreckt sich vom Steinheimer Becken im Süden bis in den Bereich von Essingen nahe des Albtraufs im Norden. In diesem Post geht es um einen Teilabschnitt des Wentals, der unmittelbar nördlich der Landesstraße L 1165 Bartholomä - Steinheim am Albuch gelegen ist. Dieser Abschnitt des Wentals ist schon seit jeher ein touristischer Anziehungspunkt. Dort befindet sich das sogenannte Felsenmeer, eine selbst für die Schwäbische Alb einmalige Anhäufung von Felsen. 

Mittwoch, 26. Januar 2011

Der Wielandstein bei Lenningen


Die Mehrzahl der sichtbaren Felsen der Schwäbischen Alb befindet sich direkt am Albtrauf und liegt nur zu einer Seite hin frei. Der Hauptfelsen der Wielandsteine macht hier eine Ausnahme. Dieser Fels befindet sich auf einem Grat, der vom Albtrauf nach Westen gegen das Lenninger Tal hin abzweigt. Und so liegt der Hauptfelsen der Wielandsteine, einer diesen Grat krönende Felsgruppe, auch zum Albtrauf hin frei.

Der Hauptfelsen der Wielandsteine ist also ein richtiger kleiner Berg. Sogar ein Gipfelkreuz steht auf dem höchsten Punkt. Die Wielandsteine bestehen aus Kalk der Formation Weißjura delta (Untere Felsenkalk-Formation). Sie sind als Geotop ausgewiesen und befinden sich innerhalb des Naturschutzgebiets "Tobeltal mit Mittagsfels und Wielandstein".

Mittwoch, 19. Januar 2011

Der Zentralhügel im Steinheimer Becken


Das Steinheimer Becken gehört zu den faszinierendsten Landschaften der Schwäbischen Alb. Es ist wie auch das viel bekanntere Nördlinger Ries durch den Einschlag eines Meteoriten vor ca. 15 Millionen Jahren entstanden. Es entstand ein kreisrunder Kessel mit einem Durchmesser von 3.400 Metern. Das Steinheimer Becken befindet sich auf der Ostalb in der Albuch genannten Landschaft ca. 7 Kilometer westlich von Heidenheim. 

Innerhalb des Beckens befindet sich die Gemeinde Steinheim am Albuch mit dem Teilort Sontheim im Stubental. Und mitten im Becken gibt es eine Erhebung, die Zentralhügel oder auch Klosterberg bzw. Steinhirt genannt wird. 

Der Zentralhügel lässt sich relativ einfach in ca. 15 bis 20 Minuten besteigen. Die Besteigung des Hügels bietet Gelegenheit, ein wenig in die faszinierende Geologie des Gebiets einzutauchen. Die Sicht vom Gipfel auf den ringsum verlaufenden Rand des Meteoritenkraters ist beeindruckend. 

Samstag, 15. Januar 2011

Aussicht vom Zollerberg bei Hechingen


Der Zollerberg bei Hechingen mit der neugotischen Burg Hohenzollern gehört sicher zu den bekanntesten Ansichten der Schwäbischen Alb.

Dazu trägt zunächst einmal der Berg selbst bei. Der Zollerberg hat eine fast perfekte Kegelform. Der Berg ist dem Albtrauf vorgelagert. Diesen Bergtyp nennt man Zeugenberg. Denn der Zollerberg bezeugt gewissermaßen, dass vor Millionen von Jahren die Hochfläche der Schwäbischen Alb noch viel weiter nach Nordwesten gereicht hat. Damals war der Zollerberg in dieser Form noch gar nicht vorhanden. Er war Bestandteil der Albhochfläche. 

Man könnte noch fragen, warum gerade an der Stelle des Zollerbergs ein Zeugenberg erhalten geblieben ist, während dies an vielen anderen Stellen des Albtraufs nicht der Fall ist. Der Grund im Falle des Zollerbergs ist eine geologische Verwerfung, der sogenannte Zollerngraben. Im Bereich dieses Grabens sind die Gesteinsschichten gegenüber der Umgebung um ca. 100 Meter abgesackt. Dies führte dazu, dass die Erosions- und Abtragungskräfte im Bereich des Zollerngrabens nicht so aggresiv angreifen konnten wie in der Umgebung. Dadurch hat sich der Kegel des Zollerbergs erhalten können.

Samstag, 8. Januar 2011

Starzel-Wasserfall in Hechingen


Das Flüsschen Starzel entspringt bei Burladingen und entwässert den östlichen Bereich der Zollernalb. Bei Bieringen (zwischen Horb und Rottenburg) mündet die Starzel in den Neckar. Am Fuß der Schwäbischen Alb fließt die Starzel durch Hechingen. 

Am nördlichen Stadtrand von Hechingen bildet die Starzel einen ca. 6 Meter hohen Wasserfall. Die Kante des Wasserfalls bilden harte Kalkbänke (Arietenkalk, Schwarzjura alpha 3). Unterhalb der Kalkbank stehen weichere schwarze Tone an. Der Wasserfall und die Gesteinsaufschlüsse sind als Geotop ausgewiesen, jedoch noch nicht per Verordnung geschützt.

Das Gelände um den Wasserfall ist zum größeren Teil in Privatbesitz. Darunter leidet eine Besichtigung des Wasserfalls. Man kann den Wasserfall vom orographisch rechten Flussufer aus sehen. Dort befindet sich ein öffentlich zugängliches Wiesenstück unmittelbar an der Fallkante. Auch von der Brücke über die Starzel ca. 100 Meter unterhalb des Wasserfalls gibt es einen Blick auf den Wasserfall.