Montag, 26. November 2012

Burgruine Monsberg bei Ehingen-Erbstetten

Von der ehemaligen Burg Monsberg am Rand des unteren Großen Lautertals beim Ehinger Stadtteil Erbstetten ist heute nicht mehr viel zu sehen. 

Es gibt einige wenige Mauerreste und Reste eines Gewölbekellers. Das ehemalige Gebiet der Burg ist heute von dichtem Wald bedeckt. Pfadspuren führen heute über die kleine Verebnungsfläche der Burg und geben Gelegenheit, das eine oder andere Relikt der Burg Monsberg zu erblicken.

Die Burg Monsberg liegt ganz in der Nähe der ungleich bekannteren Burg Wartstein. Die Burg Monsberg wurde nicht von Adeligen bewohnt wie die Burg Wartstein. Vielmehr wohnten auf Monsberg und auch auf einigen anderen Burgen in der Umgebung von Wartstein die Ministerialen, also quasi die Beamten der Grafen von Wartstein. Dem entspricht auch die Lage der Burg Monsberg. Sie liegt nicht oben am Rand der Hochfläche der Schwäbischen Alb wie die Burg Wartstein, sondern auf einem Bergsporn auf halber Höhe am Hang des Lautertals.

Im Jahr 1379 muss die Burg Monsberg bereits bestanden haben, denn für dieses Jahr ist ein Verkauf der Burg niedergelegt. Im Jahr 1848 wird die Burgruine Monsberg Eigentum der Gemeinde Erbstetten, heute ein Teil von Ehingen an der Donau.

Donnerstag, 22. November 2012

Die Dettinger Höllenlöcher - spannende Geologie über dem Ermstal

Sogenannte Höllenlöcher gibt es an verschiedenen Stellen der Schwäbischen Alb. Die wohl bekanntesten Höllenlöcher befinden sich auf beiden Seiten des Ermstals. Die Uracher Höllenlöcher bei Bad Urach befinden sich rechts des Ermstals. Die Dettinger Höllenlöcher bei Dettingen an der Erms befinden sich links des Ermstals.

Die Uracher Höllenlöcher waren bereits das Thema im Post vom 29.06.2010 in diesem Blog. Die Dettinger Höllenlöcher sind noch breiter und tiefer als die Uracher Höllenlöcher. Zudem kann man in die Dettinger Höllenlöcher hinabsteigen. Hierzu wurden sogar zwei Eisenleitern befestigt.

Die Dettinger Höllenlöcher sind als Geotop ausgewiesen. Sie sind ca. 100 Meter lang. Im Bereich der Dettinger Höllenlöcher gleiten Gesteinsschollen der Weißjura-Delta-Formation über den weicheren Mergeln der Weißjura-Gamma-Formation langsam zu Tal. Irgendwann werden die talseitig gelegenen Gesteinspakete ins Tal stürzen.

Freitag, 16. November 2012

Die Sibyllenhöhle unterhalb des Teckbergs

Direkt unterhalb der Felsen, die den Gipfel des bekannten Teckbergs mit der Burg Teck bilden, befindet sich die Sibyllenhöhle.

Die Höhle ist über einen mit einem Geländer gesicherten Pfad vom Gipfel des Teckbergs aus schnell erreichbar. Der Pfad wurde erst vor wenigen Wochen ausgebessert und mit Treppenstufen versehen.

Die Sibyllenhöhle liegt auf einer Meereshöhe von 763 m ü NN und hat eine Länge von 23 Metern. Im Vergleich zu ihrer kleinen Länge hat sie einen großen Eingang, zu dem man vom Pfad hinaufsteigt. Die Höhle besteht aus einer Vorhalle und einer hinteren Halle. Früher soll es sogar einen Durchgang von der Höhle bis in den Burghof der Burg Teck gegeben haben. Nur 4 Meter Versturz trennen die Sibyllenhöhle von der sogenannten Sibyllen-Gegenhöhle auf der anderen Seite des Teckgipfels.

Samstag, 10. November 2012

Calverbühl - ein Vulkanschlot bei Dettingen an der Erms

Im Gebiet der Mittleren Schwäbischen Alb gab es vor 16 Millionen Jahren Vulkanismus. Damals entstanden über 360 Vulkanschlote. Sie werden unter dem Oberbegriff Schwäbischer Vulkan zusammengefasst. Einer dieser Vulkanschlote ist der Calverbühl bei Dettingen an der Erms.

Der Calverbühl ist zwar lange nicht so groß und so bekannt wie einige andere Vulkanschlote des Schwäbischen Vulkans, z.B. das Randecker Maar, die Torfgrube oder die Limburg. Jedoch ist der Calverbühl klar im Gelände erkennbar. Das Gestein des kleinen Hügels unterscheidet sich markant von der Umgebung. Und man hat vom Gipfel des Calverbühls eine schöne Sicht in das mittlere Ermstal mit seiner Bergumrahmung.

Samstag, 3. November 2012

Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins ist Gründungsort der Europäischen Wandervereinigung

Eine Gedenktafel am Nägelehaus auf der Zollernalb erinnert seit dem 8. Juli 2012 an die Gründung der Europäischen Wandervereinigung.

Im Jahr 2012 jährt sich zum 40. Mal die Einweihung der ersten europäischen Fernwanderwege. Im Jahr 1972 wurden in Konstanz die europäischen Fernwanderwege E1 und E5 eingeweiht. Die Gedenktafel am Nägelehaus erinnert nun an dieses Ereignis.

Über die Schwäbische Alb führt keiner der europäischen Fernwanderwege. Jedoch wurde die Europäische Wandervereinigung (EWV), die die europäischen Fernwanderwege betreut, auf der Schwäbischen Alb gegründet. Das Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins auf der Zollernalb war der Geburtsort der Europäischen Wandervereinigung. Der Schwäbische Albverein und der Schwarzwaldverein waren im Jahr 1969 maßgeblich an der Gründung der EWV beteiligt. Damals fassten 14 Wanderverbände aus 6 Ländern den Gründungsbeschluss.