Samstag, 28. Dezember 2013

Die Karsthöhle "Haus" am Rosenstein bei Heubach

Am Rosenstein, dem markantesten Punkt am Albtrauf der Ostalb, finden sich zahlreiche Höhlen. Die beiden benachbarten Höhlen "Große Scheuer" und Haus sind die bekanntesten der Rosensteinhöhlen. Im vorausgegangenen Post in diesem Blog war die Höhle Große Scheuer das Thema. Heute geht es um die Karsthöhle Haus.

Die Große Scheuer und das Haus waren früher mal Bestandteil ein und derselben Höhle. Das über 100 Meter lange Zwischenstück ist schon längst der Erosion zum Opfer gefallen und liegt nun in der Form von Felsblöcken am Hang des Rosensteins.

Die Große Scheuer und das Haus unterscheiden sich in wichtigen Punkten. Während die Große Scheuer drei große Öffnungen hat, die diese Höhle zur Gänze ausleuchten, besitzt das Haus nur einen Eingang, so dass der hintere Teil der Höhle relativ dunkel ist. Der Querschnitt der Großen Scheuer ähnelt dem Querschnitt eines Straßentunnels. Das Haus hat hingegen einen unregelmäßigen, etwas kleineren Querschnitt. Unterschiede gibt es auch bei der Erreichbarkeit. Die Große Scheuer ist einfach erreichbar. Der Wanderweg von Lautern auf den Rosenstein (Remstal-Höhenweg) führt durch die Große Scheuer hindurch. Will man das Haus besuchen, muss man von diesem Wanderweg einen kleinen, steilen Abstecher auf einem schlechten Pfad machen.      

Sonntag, 22. Dezember 2013

Höhle "Große Scheuer" am Rosenstein bei Heubach

Der Rosenstein ist ein Ausliegerberg am Albtrauf der Ostalb sowie die markanteste Stelle des Albtraufs östlich der Dreikaiserberge. 

Am obersten Trauf des Rosensteins befinden sich einige Höhlen. Darunter sind die beiden in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Höhlen Große Scheuer und "Haus". Diese Höhlen liegen am nördlichsten Punkt des Albtraufs des Rosensteins.

Im heutigen Post in diesem Blog ist die Höhle Große Scheuer das Thema. Im folgenden Post geht es dann um die Karsthöhle Haus.

Die Große Scheuer ist die größte und bekannteste der Höhlen des Rosensteins. Sie ist 44 Meter lang und bis zu 7 Meter hoch. Sie verfügt über drei große Öffnungen, die die gesamte Höhle ausleuchten. Eine Taschenlampe ist somit für diese Höhle nicht erforderlich. Der Wanderweg von Lautern hinauf auf den Rosenstein verläuft durch die Höhle hindurch. 

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Kernzone Kugelberg - Imenberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Kugelberg - Imenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die 131 Hektar große Kernzone Kugelberg-Imenberg befindet sich am östlichen (rechten) Rand des Echaztals zwischen Pfullingen und Lichtenstein-Unterhausen. Die Namen Kugelberg und Imenberg sind kaum bekannt. Bekannter sind der Urselberg und der Ursel-Hochberg. Der Südwesthang des Urselbergs heißt Kugelberg, der Südhang des Ursel-Hochbergs heißt Imenberg

Dienstag, 10. Dezember 2013

Naturschutzgebiet Wonhalde bei Lichtenstein-Unterhausen

Das 118,1 Hektar große Naturschutzgebiet Wonhalde-Spielberg bei Lichtenstein-Unterhausen besteht aus drei separaten Gebieten. Die Teilfläche Won befindet sich auf der Albhochfläche. Dieses Gebiet war das Thema im Post vom 21.11.2013 in diesem Blog. 

Die Teilfläche Spielberg befindet sich an einem nach Süden bis Osten ausgerichteten Hang des Echaztals oberhalb von Lichtenstein-Unterhausen. Die Teilfläche Wonhalde, die das Thema im heutigen Post ist, befindet sich ebenfalls an einem nach Süden gerichteten Hang in einem Seitental des Echaztals, dem Reißenbachtal. 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Regierungspräsidium Stuttgart will neues Naturschutzgebiet "Steinheimer Becken" ausweisen

Das Regierungspräsidium Stuttgart will im Steinheimer Becken auf der Ostalb ein 426,1 Hektar großes neues Naturschutzgebiet ausweisen. Der Verordnungsentwurf mit Karten sowie der naturschutzfachlichen Würdigung soll noch im Jahr 2013 öffentlich ausgelegt werden.

Das geplante neue Naturschutzgebiet befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Steinheim am Albuch im Landkreis Heidenheim. Das Naturschutzgebiet wird aus drei Teilgebieten bestehen. Das Teilgebiet I heißt Klosterberg-Steinhirt und hat eine Größe von rund 66,4 Hektar. Das Teilgebiet II nennt sich Burgstall-Knill-Galgenberg. Es besteht aus zwei Teilflächen mit einer Größe von rund 54,9 Hektar. Das Teilgebiet III Steinheimer Heide besteht ebenfalls aus zwei Teilflächen mit einer Größe von rund 304,8 Hektar. Diese Flächen sind zur Zeit als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sowie bereits Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

Das Steinheimer Becken ist wie auch das benachbarte Nördlinger Ries durch einen Meteoriteneinschlag entstanden. Nach dem Einschlag war das Becken einige Millionen Jahre von einem See bedeckt. dessen Ablagerungen man heute noch sehen kann.

In diesem Blog war das Steinheimer Becken bereits das Thema in den folgenden Posts:
Der Zentralhügel im Steinheimer Becken (Post vom 19.01.2011) 
Der Burgstall im Steinheimer Becken (Post vom 08.02.2011)
Geologischer Lehrpfad Steinheim (Post vom 04.02.2011)

Das Nördlinger Ries mit dem Steinheimer Becken ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen.
   

Donnerstag, 28. November 2013

Echaz-Uferpfad in Reutlingen

Mitten in Reutlingen verläuft der Fluss Echaz überraschend naturnah. An diesem Abschnitt der Echaz wurde ein Uferpfad mit Erläuterungstafeln eingerichtet.

Die Echaz gehört zu den zahlreichen Flüsschen, die die Nordseite der Schwäbischen Alb (die Traufseite) in Richtung Neckar entwässern. Die 22,8 Kilometer lange Echaz entspringt südlich von Lichtenstein-Honau unterhalb der berühmten Burg Lichtenstein und mündet bei Kirchentellinsfurt in den Neckar. Die Echaz fließt durch Reutlingen hindurch. In einigen Abschnitten in Reutlingen wird die Echaz in einem verbauten Bachbett oder sogar unterirdisch geführt. Im Abschnitt westlich der Lederstraße verfügt die Echaz jedoch über ein natürliches Bachbett.

Im Verlauf des Echaz-Uferpfads sind neun Informationstafeln vorhanden. Sie erklären die Natur der Echaz und die Besiedlungsgeschichte.

Dies sind die Inhalte der neun Informationstafeln:

Donnerstag, 21. November 2013

Hochebene "Won" bei Lichtenstein-Unterhausen

Die Wiesenfläche auf der Hochebene Won hebt sich wie eine Insel aus den Wäldern der Schwäbischen Alb heraus.

Der Won ist seit dem Jahr 1993 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Name des Naturschutzgebiets ist Wonhalde-Spielberg. Das 118,1 Hektar große Naturschutzgebiet besteht aus drei Teilflächen, die nicht aneinandergrenzen. Außer dem Won sind dies die Wonhalde und der Spielberg. Im Gegensatz zum Won befinden sich die Wonhalde und der Spielberg am bis über 40 Prozent steilen Hang des Albtraufs.

Die zwischen 770 und 820 ü NN gelegene Wiesen- und Weidefläche des Won ist durch die jahrhundertelange Weidewirtschaft entstanden. Das zeigen auch die zahlreichen Solitärbäume, die malerisch über das Gelände verstreut sind. Auch heute noch findet man in der wärmeren Jahreszeit dort immer wieder eine Schafherde, die das Gebiet im Dienst des Naturschutzes offen halten soll.

Dienstag, 19. November 2013

Burgruine Hohengenkingen bei Sonnenbühl-Undingen

Die Burgruine Hohengenkingen befindet sich auf der Hochfläche der Mittleren Kuppenalb in der Nähe der wesentlich bekannteren Nebelhöhle. 

Eigentlich kann man von einer Burgruine kaum mehr sprechen. Der richtigere Begriff wäre Burgstelle. Denn vor Ort sieht man nur noch ganz wenig Mauerwerk. Die Gräben und Verebnungsflächen der ehemaligen Burg sind jedoch noch gut zu erkennen.

Die Bergkuppe, auf der sich die Burgruine befindet, liegt ca. 1,5 Kilometer südöstlich von Genkingen, einem Teilort von Sonnenbühl. Die Bergkuppe gehört jedoch inzwischen zum Teilort Undingen, der sich südwestlich der Kuppe befindet. Die Burg Hohengenkingen war eine von drei Genkinger Burgen. Genaue Daten zur Burg sind nicht bekannt. Vermutlich wurde die Burg im 12. Jahrhundert gegründet. 

Die Umgebung der Burgruine Hohengenkingen ist dicht bewaldet. Ein Besuch der Bergkuppe lohnt sich trotz der fehlenden Rundsicht und der spärlichen Überreste der Burg. Man findet dort einen naturbelassenen Wald vor mit vielen bemoosten Steinen und Felsen. Der Ort strahlt einen gewissen Zauber aus. Beeindruckend ist vor allem der Gegensatz zur überlaufenen Nebelhöhle in der Nachbarschaft.

Samstag, 9. November 2013

Aussicht vom Gleitschirmflieger-Startplatz bei der Burgruine Hohenneuffen

Die Burgruine Hohenneuffen befindet sich auf einem Ausliegerberg ca. 1,5 Kilometer vor dem Albtrauf. Vom Albtrauf aus hat man von verschiedenen Stellen aus einen wunderschönen Blick auf die Burgruine Hohenneuffen. Das gilt sowohl für den Albtrauf östlich der Burgruine als auch für den Albtrauf südlich davon. 

Auf beiden Seiten des Albtraufs gibt es auch jeweils einen ausgewiesenen Startplatz für Gleitschirmflieger. Während der Startplatz am Albtrauf östlich der Burgruine Hohennneuffen eher weniger Besuch erhält, sieht man bei entsprechenden Wetterbedingungen beim Startplatz am Albtrauf südlich der Burgruine Hohenneuffen immer Gleitschirmflieger. Von diesem Startplatz aus hat man auch einen begeisternden Blick auf die Burgruine Hohenneuffen sowie auf das Neuffener Tal mit seiner Bergumrahmung.

Der Startplatz und Aussichtspunkt südlich der Burgruine Hohenneuffen befindet sich am Rand der Kernzone Bauerlochberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Die Wälder unterhalb der Traufkante werden hier nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und können sich zu Urwäldern entwickeln.

Montag, 4. November 2013

Die "Wanne" - eine Hochfläche oberhalb von Pfullingen

Die Wanne ist eine Hochfläche auf mittlerer Höhe am Albtrauf unmittelbar südlich der Stadt Pfullingen. Im Bereich des Echaztals südlich von Pfullingen, aber auch östlich davon in Richtung Ermstal sowie westlich in Richtung Roßberg steigt der Albtrauf an vielen Stellen in zwei Stufen an.

Die erste Stufe wird hierbei von den Weißjura-Beta-Kalken gebildet. Die zweite Stufe hat den Weißjura Delta als Deckschicht. Die Wanne bildet eine Insel gleich in zweifacher Hinsicht. Einmal befindet sich auf der Hochfläche Wanne eine Wiese, die auf allen Seiten von Wald umgeben ist. Und zum anderen fällt bzw. steigt das Gelände von der Hochfläche Wanne nach allen Seiten hin ab bzw. an.

Freitag, 25. Oktober 2013

Kleinengstinger Sauerbrunnen


Der Kleinengstinger Sauerbrunnen ist die einzige Mineralquelle auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Die Quelle befindet sich im Zentrum des zur Gemeinde Engstingen gehörenden Kleinengstingen auf der Reutlinger Alb südlich des Echaztals.

Es handelt sich beim Kleinengstinger Sauerbrunnen um eine gefasste Quelle. Das Wasser muss jeweils mit einer Gestängepumpe aus dem Boden hochgepumpt werden. Eine Informationstafel neben dem Brunnenhäuschen gibt Auskunft über die Quelle.

Demnach wurde der Kleinengstinger Säuerling im Trockenjahr 1580 auf der Suche nach Wasser gefunden. Das Sauerwasser dient als Heilwasser. Abnehmer waren unter anderem die Äbte von Zwiefalten und Untermarchtal sowie die Schlossherren von Lichtenstein. Das heute über der Quelle stehende Brunnenhäuschen wurde im Jahr 1938 aus Honauer Kalktuff erbaut.

Die Ergiebigkeit der in geringer Tiefe liegenden Quelle schwankt jahreszeitlich stark. Der Calcium-Hydrogenkarbonat-Säuerling hat eine durchschnittliche Temperatur von 8 bis 9 Grad. Im Sommer können bis zu 1.200 Liter pro Tag entnommen werden.

Samstag, 19. Oktober 2013

Der neue Gustav-Ströhmfeld-Weg von Metzingen nach Neuffen

Am 15. September 2013 wurde der neugestaltete Gustav-Ströhmfeld-Weg eingeweiht. 

Dieser Weg verbindet die Orte Metzingen und Neuffen, allerdings nicht auf direktem Weg, sondern entlang des Albtraufs mit dem Jusi und der Burgruine Hohenneuffen als Zwischenziele. Die Neugestaltung des Gustav-Ströhmfeld-Wegs war ein Projekt des Schwäbischen Albvereins mit Förderung durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Der Weg wurde als erster Wanderweg im Biospärengebiet Schwäbische Alb neu mit gelben Wegweiserschildern ausgestattet, entsprechend der neuen einheitlichen Wanderwegbeschilderung auf der Schwäbischen Alb, die in der Region Obere Donau-Heuberg im Jahr 2013 in einem Pilotprojekt gestartet ist und nach und nach auf die gesamte Schwäbische Alb ausgedehnt werden soll. Diese neue Konzeption sieht gelbe Wegweiser für das Grundwegenetz vor, zu dem der Gustav-Ströhmfeld-Weg gehört.

Im heutigen Post in diesem Blog werden der Gustav-Ströhmfeld-Weg sowie die ihn begleitenden sieben neuen Rundwanderwege kurz vorgestellt. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Gustav-Ströhmfeld-Weg befassen, sind vom heutigen Artikel aus verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt. 

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg wurde bereits im Jahr 1940 angelegt. Benannt ist der Weg nach dem ehemaligen Schatzmeister des Schwäbischen Albvereins und Schöpfer der Albvereinswanderwege Gustav-Ströhmfeld (1862-1938).  1971/72 wurde der Weg als geologischer Lehrpfad ausgestattet.

Der 21 Kilometer lange Wanderweg wurde vom Deutschen Wanderverband am 31.12.2013 mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde bei der Messe CMT in Stuttgart im Januar 2014 übergeben. Die Zertifizierung ist jeweils drei Jahre lange gültig. Die zweite Zertifizierung fand Ende 2016 statt.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Fridinger Rundwanderweg Nr. 1 im Oberen Donautal

Der Rundwanderweg Nr. 1 bei Fridingen im Oberen Donautal gehört zu den Rundwanderwegen, die gemäß der neuen Wanderwegekonzeption der Schwäbischen Alb beschildert sind.

Es gibt auf der Schwäbischen Alb hunderte örtlicher Rundwanderwege. Die Mehrzahl von ihnen fristet ein trauriges Schattendasein und wird von den Touristen und Besuchern kaum beachtet. Vielleicht sieht man hin und wieder ein Schild mit einer Nummer oder einem Buchstaben. Mehr nimmt man im allgemeinen von diesen Rundwanderwegen nicht war.

Das könnte sich jedoch in Zukunft grundlegend ändern. Im Rahmen des neuen Beschilderungskonzepts für die Schwäbische Alb sollen auch die Rundwanderwege deutlich, eindeutig und einfach nachvollziehbar beschildert werden. Im Pilotgebiet für die neue Wanderwegebeschilderung - in der Region Heuberg - sind bereits einige Rundwanderwege mit der neuen Beschilderung und der neuen Markierung versehen worden.

Dazu gehört auch der Fridinger Rundwanderweg Nr. 1. Dieser Weg mit einer Länge von 5,7 Kilometern beschreibt eine Runde im Donautal bei Fridingen und auf der Hochfläche nördlich von Fridingen zwischen dem Donau- und dem Bäratal. Die Sehenswürdigkeiten im Wegverlauf sind das Donautal bei Fridingen mit den Kalkfelsen und der naturnah fließenden Donau, die Kolbinger Höhle und der Aussichtsturm Gansnest (siehe dazu auch den Post vom 10.10.2013 in diesem Blog).  

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Gansnest-Aussichtsturm bei Fridingen im Oberen Donautal

Der 18 Meter hohe Gansnest-Aussichtsturm am Rand des Oberen Donautals wurde nicht für diesen Zweck erbaut. Der Turm war Teil des Oberbeckens eines Pumpspeicherwerks, das in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf der Hochfläche in der Nähe der Mündung der Bära in die Donau erbaut wurde.

Wegen mangelnder Rentabilität hat man das Pumpspeicherwerk in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts eingestellt. Im Jahr 1967 erhielt der Schwäbische Albverein den Gansnestturm geschenkt.

Der Turm ist immer geöffnet. Die Aussicht vom in einer Höhenlage von 795 m ü NN sich befindenden Turm scheint mit den Jahren immer eingeschränkter zu werden. Vor allem in Richtung Norden ist durch den hohen Baumbewuchs so gut wie nichts mehr zu sehen. Was man hier früher sehen konnte, kann man an Hand der Panoramatafeln nachvollziehen. Dies soll nun aber keineswegs ein Plädoyer für das Fällen der Bäume in der Umgebung des Gansnestturms sein. Vielmehr müsste man sich überlegen, den sowieso auf eine Instandsetzung wartenden Turm zu erhöhen. 

Samstag, 5. Oktober 2013

Schlichemquelle bei Meßstetten-Tieringen

Das Flüsschen Schlichem ist 33 Kilometer lang. Die Quelle der Schlichem befindet sich auf der Südwestalb beim Meßstetter Stadtteil Tieringen.

Die Schlichem mündet bei Epfendorf als rechter Nebenfluss in den Neckar. In ihrem Lauf durchquert die Schlichem Teile der Schwäbischen Alb, des Keuperberglandes und des Gäugebiets mit seinen Muschelkalkfelsen. Ein eigentliches, durchgehendes Schlichemtal gibt es nicht. Die Schlichem bildet auf der Schwäbischen Alb ein Tal aus sowie in der Muschelkalklandschaft vor der Einmündung in den Neckar. Zwischen diesen beiden markanten Tälern fließt die Schlichem im Bereich des Keupers durch eine wellige Landschaft.

Mittwoch, 25. September 2013

Neue Wanderwegbeschilderung im Bereich des GVV Donau-Heuberg eröffnet


Am 07. Juli 2013 wurde bei der Kolbinger Höhle auf der Südwestalb die neue Wanderwegbeschilderung des Gemeindeverwaltungsverbands Donau-Heuberg sowie der Gemeinde Neuhausen ob Eck eröffnet. 

Diese neue Beschilderung ist ein Pilotprojekt für die gesamte Schwäbische Alb und soll nach und nach auf das gesamte Mittelgebirge ausgedehnt werden. (Siehe hierzu auch den Post vom 24.06.2013 in diesem Blog).

Der Abschnitt 1 des im Rahmen des EU-Vorhabens LEADER geförderten Projekts umfasste die Erstellung einer Konzeption für eine einheitliche und gebietsübergreifende Beschilderung der Wanderwege einschließlich der Erstellung eines Handbuchs. Im Abschnitt 2 des Projekts wurde nun die neue Beschilderung in Betrieb genommen. Der Gemeindeverwaltungsverband Donau-Heuberg umfasst die Gemeinden Bärenthal, Buchheim, Fridingen a.D., Irndorf, Kolbingen, Mühlheim a.d.D. und Renquishausen.

Die neue Wanderwegbeschilderung unterscheidet zwischen den Weitwanderwegen und den Hauptrouten des Schwäbischen Albvereins einerseits sowie den örtlichen Wanderwegen andererseits, die von den einzelnen Gemeinden angelegt werden und die meist als Rundweg verlaufen. Die Weitwanderwege und Hauptrouten erhalten gelbe Schilder. Das Vorbild sind hier die beiden "Qualtitäswege Wanderbares Deutschland" auf der Südwestalb, der Donauberglandweg und der Donau-Zollernalbweg. Die örtlichen Wanderwege haben grüne Schilder. Bei jedem Schilderstandort befindet sich zudem ein Täfelchen mit dem Namen und der Höhenlage des Standorts.

Dienstag, 17. September 2013

Aussicht vom Buchberg ins Wutachtal

An ihrem Südwestende grenzt die Schwäbische Alb unmittelbar an das Wutachtal an. Den Albtrauf bilden dort die beiden Berge Buchberg und Eichberg. 

Sie befinden sich südlich und nördlich des Orts Blumberg sowie südlich und nördlich des Tals der Urdonau. Die Donau floss hier bis zum Ende der letzten Eiszeit, als sie von der Wutach angezapft und nach Süden abgelenkt wurde.

Große Felsbildungen, wie man das von der Mittleren Schwäbischen Alb und vom Oberen Donautal her kennt, gibt es auf der Südwestalb nicht. Das wirkt sich auch dahingehend aus, dass naturgegebene Aussichtspunkte eher selten sind. Vom Albtrauf auf dem Buchberg südlich des Orts Blumberg hat man jedoch eine gute Sicht in Richtung Westen auf das Wutachtal.

Freitag, 6. September 2013

Donauberglandweg macht den zweiten Platz bei der Wahl zu Deutschlands schönstem Wanderweg

Bei der von der Zeitschrift Wandermagazin durchgeführten Wahl zu Deutschlands schönstem Wanderweg im Jahr 2013 hat der Donauberglandweg den zweiten Platz in der Kategorie Routen (=mehrtägige Wanderwege) erreicht.

Seit dem Jahr 2006 zeichnet das Wandermagazin jährlich die schönsten Wanderwege Deutschlands in den Kategorien Touren (eintägige Wanderwege) und Routen (mehrtägige Wanderwege) aus. Für die Wahl im Jahr 2013 wurden vom Wandermagazin fünf Routen vorgeschlagen. Zum ersten Mal fand die Wahl als Publikumswahl statt. Der Donauberglandweg hat in der Kategorie Routen einen Stimmenanteil von 17,9 Prozent erhalten. Die Auszeichnung erfolgt am 07.09.2013 auf der Messe TourNatur in Düsseldorf.

Der Donauberglandweg auf der Südwestalb verläuft vom Lemberg bei Gosheim, dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb, bis zum Kloster Beuron im Oberen Donautal. Der 70 Kilometer lange Weg wird in vier Tagesetappen zurückgelegt. Bereits im Jahr 2007 erhielt der Weg eine erste Auszeichnung. Damals wurde er von Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde im Jahr 2010 erneuert.

Das Obere Donautal gehört zu den Nationalen Geotopen Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Nationalen Geotope befassen, verlinkt.      

Dienstag, 3. September 2013

Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt, Teil 4

Dies ist der vierte von vier hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Ochsenbergtour aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im ersten Post der Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Ab dem zweiten Post sind wir dann entgegen dem Uhrzeigersinn losgewandert. Im dritten Post sind wir bis zum Gasthaus Ochsenberg gekommen.

Im heutigen Post geht es vom Gasthaus Ochsenberg durch das bezaubernde Naturschutzgebiet Mehlbaum zurück zum Ausgangspunkt des Wegs beim Parkplatz Kälberwiese.

Vom Gasthaus Ochsenberg steigt der Weg in Richtung Süden teilweise auf Treppen durch Wald zunächst steil ab. Dann wendet sich der Weg nach Osten (links) und quert das Naturschutzgebiet Mehlbaum. Hier hat sich zwischen dem obengelegenen Waldrand und den tiefergelegenen Wirtschaftswiesen eine Wacholderheide und Magerwiese erhalten. Der Premiumweg Ochsenbergtour durchquert diese Wacholderheide der Länge nach.

Montag, 2. September 2013

Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt, Teil 3

Dies ist der dritte von vier hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Ochsenbergtour aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im ersten Post der kleinen Serie gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Im vorangegangenen Post sind wir im Verlauf des Wegs losgewandert.

Heute geht es weiter mit der Wanderung. In Richtung Südwesten über die Hochfläche des Berglands nordwestlich über Albstadt-Ebingen gehend, führt der Weg zunächst durch Wald. Dann aber nehmen die Wiesenabschnitte immer weiter zu. Man kommt zunächst an einer großen Schutzhütte am Rand einer Wiesenlichtung vorbei. Schließlich erreicht man eine bezaubernde Wacholderheidelandschaft. Der Weg steigt auf den höchsten Punkt dieser Landschaft. Oben befinden sich ein Picknicktisch mit Bänken sowie eine Liegebank. Von diesem höchsten Punkt des Premiumwegs kann man bei klarer Sicht sogar die Alpen sehen.

Sonntag, 1. September 2013

Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt, Teil 2

Dies ist der zweite von vier hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Ochsenbergtour aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es zum ersten Mal um den Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt. Heute beginnen wir mit der Wanderung im Verlauf des Premiumwegs Ochsenbergtour.

Der Hauptstartpunkt für den 10 Kilometer langen Rundweg ist der Parkplatz Kälberwiese nordwestlich oberhalb von Albstadt-Ebingen. Man folgt vom Parkplatz zunächst wenige Meter dem Feldweg in Richtung Nordosten. Dann biegt man auf einen Pfad nach rechts ab und erreicht bald die Traufkante oberhalb von Albstadt Ebingen. Das erste Zwischenziel ist ein mit einem Gipfelkreuz gekrönter, namenloser Aussichtsfelsen.

Donnerstag, 29. August 2013

Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt, Teil 1

Der Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt auf der Zollernalb gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge.

Premiumwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Ochsenbergtour wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal zertifiziert und erhielt 68 Erlebnispunkte. Im Jahr 2014 wurde der Weg neu zertifiziert und erhielt 72 Erlebnispunkte. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Mai 2017 gültig. 

Im heutigen und in den folgenden Posts in diesem Blog geht es um den Premiumweg Ochsenbergtour bei Albstadt. Dieser Weg verläuft durch das Bergland unmittelbar nordwestlich von Albstadt-Ebingen. Der Weg ist genau 10 Kilometer lang.

Dienstag, 20. August 2013

Aussichtsturm Hohe Warte bei St. Johann

Auf dem höchsten Punkt der Albhochfläche zwischen dem Ermstal im Osten und dem Echaztal im Westen befindet sich der Aussichtsturm Hohe Warte. Der heute auf der bewaldeten Kuppe Hohe Warte stehende Aussichtsturm wurde in den Jahren 1922-23 erbaut.

Der Turm wurde als Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Schwäbischen Albvereins erbaut. Neben dem Turm befindet sich ein Gedenkstein, der an die Toten des Ersten und des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Der Aussichtsturm Hohe Warte ist leider nicht ständig geöffnet. Nur in den Sommermonaten ist an Sonntagen der Eintritt möglich. Dann befinden sich Mitglieder des Schwäbischen Albvereins vor Ort. Der Eintrittspreis ist 50 Cent. An den anderen Wochentagen sowie im Winterhalbjahr kann man den Schlüssel für den Turm in der Gaststätte des nahegelegenen Gestütshofs St. Johann abholen.

Die Aussicht vom Turm ist weitreichend. In Richtung Osten sind die Bäume des umgebenden Walds jedoch inzwischen über den Turm hinausgewachsen, so dass dorthin praktisch keine Sicht vorhanden ist. An klaren Tagen sieht man den Schwarzwald im Westen und die Alpenkette im Süden.

Freitag, 16. August 2013

Olgahöhle in Lichtenstein-Honau

Die Olgahöhle befindet sich direkt unter den Häusern von Lichtenstein-Honau im hintersten Echaztal und am Fuß von Schloss Lichtenstein. 

Die nach der früheren württembergischen Königin benannte Höhle unterscheidet sich wesentlich vom Großteil der Höhlen auf der Schwäbischen Alb.

Denn die Olgahöhle wurde nicht durch kalklösendes Wasser im Laufe der Jahrtausende im Kalkgestein gebildet (sekundäre Höhle). Vielmehr entstand die Olgahöhle gleichzeitig mit dem umgebenden Gestein (sogenannte primäre Höhle).

Beim umgebenden Gestein handelt es sich um Kalktuff, der von der Echaz im Talboden abgelagert worden ist. Lichtenstein-Honau befindet sich auf einer Terrasse aus Kalktuff. Das kann man gut sehen, wenn man mit dem Auto oder mit dem Bus aus Richtung Reutlingen nach Honau fährt. Kurz vor Honau steigt die Straße merklich an, um die Kalktuffterrasse von Honau zu erreichen. Der Kalktuff war lange Zeit ein beliebter Baustoff. Viele der Kalktuffterrassen der Schwäbischen Alb wurden zumindest teilweise abgebaut.

Samstag, 10. August 2013

Die Braunsel - der kürzeste Fluss der Schwäbischen Alb

Nur 920 Meter nach ihrem Ursprung mündet die Braunsel bereits in die Donau. Damit dürfte sie der kürzeste Fluss der Schwäbischen Alb sein. 

Die Betonung liegt hier auf Fluss und nicht auf Bach. Die Mittlere Quellschüttung der Braunsel beträgt 400 Liter/Sekunde.

Die Braunsel befindet sich in der südwestlichsten Ecke des Alb-Donau-Kreises bei Rechtenstein am Südrand der Schwäbischen Alb. Die Braunsel ist ein linker Nebenfluss der Donau. Ihren Wasserreichtum verdankt sie der Versickerung der Großen Lauter zwischen Indelhausen und Lauterach. Das versickerte Wasser kommt in den Quellen der Braunsel wieder zum Vorschein. Im Bereich der Braunsel tritt die Donau - von der Quelle her gesehen - ein zweites Mal in die Kalktafel der Schwäbischen Alb ein (Das erste Mal ist der Bereich des Oberen Donautals zwischen Fridingen und Sigmaringen).

Freitag, 2. August 2013

Schleifenbachwasserfälle bei Blumberg

Die Schleifenbachwasserfälle befinden sich im äußersten Südwesten der Schwäbischen Alb unweit der Grenze zur Schweiz. 

Für Bewohner des Großraums Stuttgart ist diese Ecke der Schwäbischen Alb fast schon exotisch und kaum bekannt.  Das ging uns hier in diesem Blog bisher genauso. Heute gibt es nun den ersten Post in diesem Blog aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Dieser Kreis umfasst - anders als es der Name vermuten lässt - nicht nur Gebiete des Schwarzwalds, sondern auch der Schwäbischen Alb. 

Aber es bleibt festzuhalten: Ein Besuch des südwestlichsten Teils der Schwäbischen Alb lohnt sich. Geologisch gehört die Umgebung von Blumberg sogar zu den interessantesten Gebieten der Schwäbischen Alb.

Unmittelbar westlich von Blumberg überwindet der Schleifenbach den beträchtlichen Höhenunterschied hinab ins Wutachtal. Hierbei bildet er drei hintereinanderliegende Wasserfälle aus. Ihre gesamte Fallhöhe beträgt 30 Meter, der höchste der drei Fälle ist 9 Meter hoch. Der Schluchtensteig, ein Weitwanderweg im Südschwarzwald, führt durch an den Schleifenbachwasserfällen vorbei.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Aussicht vom Seizenfels bei Hülben

Der Seizenfels befindet sich am Albtrauf über dem Wachtertal, einem östlichen Seitental des Ermstals. 

Das Wachtertal zweigt südlich von Dettingen an der Erms vom Ermstal ab. Im Wachtertal befindet sich die Ortschaft Buchhalde, ein Ortsteil von Dettingen an der Erms. Ansonsten ist das Wachtertal relaltiv unberührt. Es ist umgeben von dem ununterbrochenen Waldgürtel des Albtraufs.

Der Seizenfels befindet sich am nördlichen Rand des Wachtertals. Unterhalb des Felsens verläuft ein schwach befahrenes Sträßchen, das Dettingen an der Erms mit Hülben verbindet. Vom Seizenfels bietet sich ein Rundblick auf die Umgebung des Wachtertals, relativ unspektakulär, jedoch eindrucksvoll wegen der ununterbrochenen Wälder am Albtrauf. 

Mittwoch, 17. Juli 2013

Basalttuffbruch Feuerbölle bei Owen

Die kleine Erhebung Feuerbölle im Lennninger Tal südwestlich von Owen ist einer der über 300 Schlote des sogenannten Schwäbischen Vulkans. 

Dieser Vulkan war vor ca. 16 bis 17 Millionen Jahren tätig. Der Vulkan war in erster Linie explosiver Natur, eine wesentliche Förderung von Lava fand nicht statt.

Die über 300 Förderschlote des Schwäbischen Vulkans verteilen sich in einem Gebiet von ca. 25 Kilometern um Bad Urach. Es gibt sehr bekannte Schlote des Schwäbischen Vulkans, wie zum Beispiel das Randecker Maar, die Limburg oder das Schopflocher Moor. Und es gibt sehr viel mehr kaum bekannte Förderschlote. Dazu gehört die Feuerbölle bei Owen.

Samstag, 13. Juli 2013

Bahnhof Münsingen der Schwäbische Alb-Bahn

Der Bahnhof Münsingen ist heute das Zentrum des Eisenbahn-Tourismusverkehrs auf der Schwäbischen Alb.

Seit dem Jahr 1969 fand dort kein planmäßiger Personenverkehr mehr statt. Seit dem Jahr 1999 gibt es wieder Personenverkehr im Bahnhof Münsingen. Und seit dem Jahr 2003 gibt es den Verein Schwäbische Alb-Bahn, der nun an den Sonn- und Feiertagen zwischen Mai und Oktober Fahrten mit historischen Zügen anbietet. 

Von der Nebenbahn Reutlingen-Münsingen-Schelklingen ist heute der Abschnitt von Reutlingen bis Engstingen einschließlich der Zahnstangenstrecke von Honau hinauf zum Traifelberg stillgelegt und zurückgebaut. Der Abschnitt von Engstingen über Münsingen bis nach Schelklingen blieb zumindest für den Güterverkehr erhalten. Dazu hat auch der große Standortübungsplatz Münsingen beigetragen, der sogar einen eigenen Verladebahnhof hatte. Ebenso erhalten blieb die Strecke von Engstingen nach Gammertingen.

Samstag, 6. Juli 2013

Ist der Calver Bühl bei Dettingen an der Erms das schönste Naturdenkmal Deutschlands?


Die Heinz Sielmann Stiftung sucht nun bereits zum fünften Mal das schönste Naturwunder Deutschlands. In diesem Jahr geht es um die Schutzgebietskategorie des Naturdenkmals.

Unter den 21 zur Auswahl stehenden Naturdenkmalen in Deutschland sind zwei aus Baden-Württemberg, darunter das Naturdenkmal und der Geotop Calver Bühl im Ermstal auf der Schwäbischen Alb.

Beim Calver Bühl handelt es sich um eine der zahlreichen Durchschlagsröhren des Schwäbischen Vulkans. Es gibt andere Durchschlagsröhren dieses Vulkans auf der Schwäbischen Alb, die wesentlich bekannter sind, zum Beispiel das Schopflocher Moor oder das Randecker Maar.

In diesem Blog gab es bereits am 10.11.2012 einen Artikel zum Calver Bühl.

Bis vor kurzem war der Calver Bühl sogar führend, was die Zahl der abgegebenen Stimmen auf der Internetseite der Heinz Sielmann Stiftung betrifft. Zur Zeit befindet er sich an zweiter Stelle hinter dem Naturdenkmal Steinerne Rose bei Saalburg in Thüringen.

Der Calver Bühl ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Vorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt.


Montag, 1. Juli 2013

Schopflocher Moor ist Geotop des Monats

Das beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelte Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat das Schopflocher Moor auf der Mittleren Alb zum Geotop des Monats für den Monat Juni 2013 erklärt.

Gemäß der Beschreibung des Geotops befindet sich das Schopflocher Moor in einer flachen Senke über einem Maar des Schwäbischen Vulkans. Die dort anstehenden Basalttuffe stauen das Wasser - für die Hochfläche der Schwäbischen Alb eine Seltenheit. Zunächst bildete sich ein flacher See. Daraus entstand ein Niedermoor und in der Folge wegen der hohen Niederschläge ein nährstoffarmes Hochmoor.

Montag, 24. Juni 2013

Neue Wanderwegbeschilderung auf der Schwäbischen Alb im Kommen

Mit der Neukonzeption der Wanderwegbeschilderung auf der Schwäbischen Alb wird jetzt augenscheinlich begonnen. Zumindest habe ich ganz zufällig in der Nähe des Orts Hülben im Landkreis Reutlingen an zwei Wegverzeigungen eine Beschilderung im Sinne der neuen Konzeption gesehen.

Ob dies erst einmal ein Pilotprojekt ist, ob sich die neue Beschilderung zunächst einmal nur auf einen bestimmten Teil der Schwäbischen Alb bezieht oder ob dies der Auftakt für eine Neubeschilderung der Wanderwege auf der gesamten Schwäbischen Alb ist, kann ich zur Zeit nicht sagen.

Samstag, 22. Juni 2013

Kernzone Hochberg - Amseltal im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Hochberg - Amseltal ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Nun sind die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, die ca. 3 Prozent der Fläche des Biosphärengebiets ausmachen, nach wie vor auch bei den Besuchern des Biosphärengebiets kaum bekannt. Ich habe erst vor kurzem bei einem Besuch des Informationszentrums des Biosphärengebiets im Alten Lager in Münsingen feststellen müssen, dass auch in diesem Hauptinformationszentrum kaum auf die Kernzonen eingegangen wird - und schon gar nicht in der Form, dass dort alle 27 Kernzonen mit ihren Daten vorgestellt werden.

Wenn die Kernzonen insgesamt schon kaum bekannt sind, dann gilt das umso mehr für diejenigen Kernzonen, die sich weit weg vom Albtrauf irgendwo auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb befinden. Zu diesen Kernzonen gehört die Kernzone Hochberg-Amseltal.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Burgruine Reichenstein bei Lauterach

Die Burgruine Reichenstein über dem Tal der Großen Lauter bei Lauterach reduziert sich heute im Wesentlichen auf ihren Bergfried. Der allerdings ist gewaltig und vollständig erhalten. In den Jahren 1971/72 wurde der Bergfried vom Land Baden-Württemberg instandgesetzt.

Im Jahr 1986 hat man im Rahmen der Flurbereinigung einen Fußweg zur Burgruine gebaut. Und im Jahr 1996 hat man in den Bergfried eine neue Treppe aus Stahlelementen eingebaut. Seitdem ist der Turm für die Öffentlichkeit wieder zugänglich, zumindest im Sommerhalbjahr. Er dient heute als Aussichtsturm. Ob der Bergfried nur während der Wochenenden oder ständig geöffnet ist, konnte ich hierbei nicht eindeutig herausfinden.

Sonntag, 9. Juni 2013

Bahnhof Rechtenstein im Donautal

Der Bahnhof Rechtenstein befindet sich am Südrand der Schwäbischen Alb nur wenige hundert Meter von der Donau entfernt im Verlauf der Donautalbahn von Ulm nach Sigmaringen.

Vor vielen Jahren bereits wurde der Bahnhof für den Personenverkehr stillgelegt. Seit dem Jahr 2010 halten jedoch wieder Züge am Bahnhof Rechtenstein, wenngleich nur im Sommerhalbjahr und nur zwei Züge pro Tag und Richtung. Der Bahnhof Rechtenstein gilt inzwischen als südliches Tor für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Der Halt von einzelnen Zügen an diesem Bahnhof ist somit in erster Linie touristisch bedingt. Für den Berufsverkehr lohnt sich ein Halt der Züge dort augenscheinlich nicht mehr.

Montag, 3. Juni 2013

Fischrampe am Wehr Alfredstal an der Donau bei Obermarchtal

Das Wehr Alfredstal befindet sich an der Donau direkt beim bekannten Kloster Obermarchtal.

Die Donau tritt in ihrem Lauf zweimal in die Juratafel der Schwäbischen Alb ein. Der größere und bekanntere der beiden Durchbrüche durch die Schwäbische Alb befindet sich zwischen Immendingen und Sigmaringen. Der kleinere Durchbruch liegt zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen im Alb-Donau-Kreis.

Im Verlauf dieses kleineren Donaudurchbruchs befindet sich unterhalb des auf einem Kalkplateau stehenden Klosters Obermarchtal das Wehr Alfredstal. Beim Wehr Alfredstal wird der Donau Wasser entnommen und über einen Kanal zum Wasserkraftwerk Alfredstal geleitet. 

Im Jahr 2002 wurde beim Wehr Alfredstal eine Rampe für die Fische und sonstigen wandernden Wasserlebewesen erbaut. Zuvor war das Wehr für die Fische fast unpassierbar. Die Anlage einer neuen Rauhen Rampe beim Wehr Alfredstal erfolgte im Rahmen des sogenannten Integrierten Donau-Programms, das die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Donau für Wasserlebenwesen in ihrem ganzen Lauf durch Baden-Württemberg zum Ziel hat. 

Montag, 27. Mai 2013

Informationszentrum Lauterach des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Am 28. April 2013 wurde im Alb-Donau-Kreis nordwestlich der Gemeinde Lauterach das neue Informationszentrum Lauterach des Biosphärengebiets Schwäbische Alb eröffnet. 

Für die Information der Besucher gibt es im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zunächst einmal das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb, das im Alten Lager des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen untergebracht ist. Darüber hinaus soll es 15 Informationszentren in der Fläche geben, von denen sich jedes einem bestimmten Thema widmet. Die Mehrzahl dieser 15 Informationszentren ist inzwischen eröffnet worden.

Das neue Informationszentrum Lauterach ist eine der 15 dezentralen Informationsstellen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Das Thema des Informationszentrums Lauterach ist "Wasser als Lebensraum". Das liegt im wahrsten Sinne des Wortes auch nahe. Denn das Informationszentrum Lauterach befindet sich unmittelbar neben der Großen Lauter, einem der wasserreichsten Flüsschen der Südseite der Schwäbischen Alb.

Dienstag, 21. Mai 2013

Burgruine Bichishausen im Großen Lautertal

Das Große Lautertal ist das burgenreichste Gebiet der Schwäbischen Alb. Im nördlichen Großen Lautertal erhebt sich über der zu Münsingen gehörenden kleinen Ortschaft Bichishausen die eindrucksvolle Ruine der ehemaligen Burg Bichishausen.

Bichishausen ist eine spätmittelalterliche Burg, die mit einer eindrucksvollen Schildmauer gegen die Bergseite abgegrenzt ist. Man unterscheidet mehrere Bauphasen. Die erste Burg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Konrad von Gundelfingen erbaut. Aus dieser Zeit stammt ein erst in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts freigelegter Stumpf des Bergfrieds aus Buckelquadern. Mitte des 14. Jahrhunderts geht die Burg an die Truchsessen von Magolsheim über. Darauf folgten Neubaumaßnahmen sowie ein mehrfacher Eigentümerwechsel.

Samstag, 18. Mai 2013

Neue Wanderkarte Nördlingen-Donauwörth

Der Schwäbische Albverein hat Ende 2012 die überarbeitete Wanderkarte Nördlingen-Donauwörth im Maßstab 1:35.000 herausgebracht. 

Die Wanderkarte firmiert als Blatt 16 der Wanderkartenserie, die das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) zusammen mit dem Schwäbischen Albverein für das Vereinsgebiet des Albvereins herausgibt.

Die einzelnen Karten dieser Kartenserie werden jeweils entweder vom Schwäbischen Albverein oder vom Landesamt herausgebracht. Diejenigen Karten, die der Schwäbische Albverein herausgibt, haben keine ISBN-Nummer - im Gegensatz zu den Karten, die das LGL herausgibt. Sollte es Probleme geben, die Karten ohne ISBN-Nummer in den Buchhandlungen zu erhalten, kann man sie direkt beim LGL bestellen (www.lgl-bw.de).

Mittwoch, 15. Mai 2013

Eberstetten - Wieseninseln über Bad Urach

Am Albtrauf im Ermstal bei Bad Urach in halber Höhenlage befinden sich zwei Verebnungsflächen und Wieseninseln. Sie tragen den Namen Eberstetten. 

Bei Bad Urach gibt es Bereiche, wo der Albtrauf in zwei Stufen ansteigt. Das ist bei Bad Urach jedoch noch lange nicht so ausgeprägt wie weiter südwestlich zwischen dem Echaztal und dem Dreifürstenstein. Ganz versteckt unmittelbar östlich von Bad Urach findet man jedoch bereits dieses Phänomen des zweistufigen Albanstiegs.

Dort gibt es eine Zwischenstufe vor der Albhochfläche, eine erste Verebnungsfläche, die von den Gesteinen des Weißjura Beta gebildet wird. Diese Zwischenstufe ist durch ein Tal in zwei nicht miteinander zusammenhängende Bereiche unterteilt. Die beiden Verebnungsflächen sind von Wiesen bedeckt, die wie Inseln in den Wäldern des Albtraufs erscheinen. Die beiden Verebnungsflächen wie auch der benachbarte, höhergelegene Teil der Albhochfläche, haben den Namen Eberstetten. Die südliche der beiden Wieseninseln heißt Ulmer Eberstetten, die nördliche trägt den Namen Pfähler Eberstetten.

Samstag, 4. Mai 2013

Kernzone Baldeck im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Baldeck ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.   

Die Kernzonen des Biosphärengebiets nehmen etwas über drei Prozent der Fläche des Biosphärengebiets ein.

Die 65,2 Hektar große Kernzone Baldeck befindet sich im Ermstal auf der orographisch rechten Seite der Erms südlich des Bad Uracher Stadtteils Wittlingen und nordwestlich des Bad Uracher Stadtteils Seeburg. Der größere Teil der Kernzone Baldeck befindet sich an einem Berghang. Am Rand der Kernzone Baldeck befindet sich die Burgruine Baldeck. Der Pfad, der bisher zu der Burgruine führte, ist nun gesperrt. Die Kernzone Baldeck ist somit die einzige Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, die den Besuch einer Burgruine verunmöglicht. Es gibt mehrere Wege durch die Kernzone Baldeck und an deren Rand entlang, die gemäß der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den Kernzonen des Biosphärengebiets weiterhin öffentlich sind. Diese Wege sind auf den Tafeln eingetragen, die am Rand der Kernzone Baldeck aufgestellt worden sind.

Freitag, 26. April 2013

Neue Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb in Sonnenbühl

Der Geopark Schwäbische Alb hat im April 2013 seine 18. Infostelle eröffnet. Diese Infostelle befindet sich in der Gemeinde Sonnenbühl im Landkreis Reutlingen. Es ist streng genommen eine Doppel-Infostelle mit den Standorten Nebelhöhle und Bärenhöhle.

Jede Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb informiert über ein bestimmtes Thema. Das Thema der beiden Infostellen in Sonnenbühl sind die typischen Gesteine und Fossilien der Schwäbischen Alb. Auf einer Schautafel sind Gesteinsproben angebracht. Es gibt Erkärungen zu den Gesteinen sowie zum Geopark Schwäbische Alb allgemein.

Montag, 22. April 2013

Aussicht vom Boßler und vom Jahrhundertstein

Der Boßler ist ein besonders markanter Punkt am Albtrauf der Mittleren Alb. Unmittelbar östlich des Boßlers überquert die Autobahn A8 die Schwäbische Alb. 

Damit befindet sich in diesem Gebiet ein besonders steiles und hohes Stück des Albtraufs (der Boßler) unmittelbar neben einem eher sanften und nicht besonders hohen Teil des Albtraufs (den sich die A8 zunutzemacht).

Die Lage des Boßlers unmittelbar neben der Autobahn sowie sein unvermittelter Anstieg aus dem Albvorland haben dazu geführt, dass es an den Hängen des Berges schon mehrere Flugzeugunglücke gegeben hat. Die verunglückten Flugzeuge waren jeweils im Sichtflug unterwegs und folgten hierbei bei schlechter Sicht im Tiefflug der Autobahn. Der plötzlich auftauchenden Wand des Boßlers konnten sie dann nicht mehr ausweichen.

Der Jahrhundertstein befindet sich auf dem Albtrauf ca. ein Kilometer südwestlich des Boßlergipfels. Der Jahrhundertstein ist ein Kunstwerk, das sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftigt. Unter anderem sind 100 Schlagwörter des 20. Jahrhunderts in drei große Steintafeln eingraviert.

Montag, 15. April 2013

Aussicht vom Eckfelsen bei Lichtenstein-Unterhausen

Der Eckfelsen befindet sich über einer Verzweigung zweier Seitentäler des Echaztals bei Lichtenstein-Unterhausen.

Damit hat der Eckfelsen eine passende Bezeichnung. Denn der Albtrauf macht bei diesem Felsen eine Biegung zwischen dem Seitental, das vom Echaztal nach Holzelfingen hinaufführt, und dem Zellertal.

Die Lage an einer Ecke des Albtraufs garantiert für eine gute, interessante Sicht. Jedoch befindet sich der Eckfelsen nicht am Nordrand der Schwäbischen Alb, weshalb die Fernsicht eingeschränkt ist. Der Ursel-Hochberg nördlich des Zellertals versperrt die Sicht in Richtung Norden.

Freitag, 12. April 2013

Wacholderheiden zwischen Boßler und Wiesenberg bei Gruibingen

Im oberen Filstal und seinen Seitentälern im Landkreis Göppingen gibt es heute noch überdurchschnittlich viele Wacholderheiden. Wacholderheiden sind kein von Natur aus vorhandenes Biotop der Schwäbischen Alb, sondern eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die im Zuge der früher weit verbreiteten Hüteschafhaltung entstanden ist.

Fast alle heute noch vorhandenen Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb im allgemeinen und im oberen Filstal im besonderen stehen unter Schutz, sei es in der Form eines Naturschutzgebiets oder eines Naturdenkmals. Heute besuchen wir drei Wacholderheiden in der Nähe der Gemeinde Gruibingen, die im Tal des Hohlbachs, eines Zuflusses der Fils, liegt.

Alle drei Wacholderheiden sind als Naturdenkmal ausgewiesen:
1. Naturdenkmal "Wacholderheide unterer Boßler", Fläche 2,0 Hektar, ausgewiesen 1984
2. Naturdenkmal "Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges", Fläche 0,6 Hektar, ausgewiesen 1984
3. Naturdenkmal "Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges", Fläche 1,2 Hektar, ausgewiesen 1984 

Dienstag, 9. April 2013

Burgruine Obergreifenstein bei Lichtenstein-Holzelfingen

Am Albtrauf hoch über dem Zellertal, einem Seitental des Echaztals bei Lichtenstein, befinden sich die Reste der Burg Obergreifenstein. Es gibt etwas weiter unterhalb auch eine Burgruine Untergreifenstein, die wir vielleicht später mal in diesem Blog aufsuchen werden.

Die Besitzer der beiden Burgen, die Greifensteiner, waren wohl Raubritter. Deshalb waren sie bei den Bewohnern der Ortschaften in der Umgebung verhasst. Der Zeitpunkt der Errichtung der Burg Obergreifenstein ist nicht bekannt. Die Burg wird im Jahr 1311 im sogenannten Reichskrieg zerstört, den die Reutlinger gegen Graf Eberhard I. von Württemberg führten.

Im Jahr 1893 hat der Schwäbische Albverein die Mauerreste der Burg freigelegt. Die Grundmauern der Burg Obergreifenstein wie auch den Graben um die Burg kann man heute noch gut sehen. Die Brücke über den Graben hat man neu gebaut. Einige Mauern wurden in der jüngeren Vergangenheit erhöht. 

Donnerstag, 28. März 2013

Aussicht vom Locherstein bei Lichtenstein-Honau


Der Locherstein befindet sich oberhalb der Felsgalerie Traifelberg am östlichen Rand des oberen Echaztals bei Lichtenstein-Honau. 

Der Felskopf des Lochersteins ist ein besonders lohnender Aussichtspunkt. Denn dieser Fels ist mit einer Höhe von 795 m ü NN der höchste Punkt am östlichen Rand des Echaztals. Zudem liegt der Locherstein dem bekannten Schloss Lichtenstein direkt gegenüber. Auch die Erreichbarkeit des Lochersteins ist ideal. Der Fels ist mit nur geringer Mühe von der Hochfläche der Schwäbischen Alb bei Lichtenstein-Traifelberg aus ersteigbar.

Die Felsgalerie Traifelberg ist als Geotop ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um eine ca. 1.000 Meter lange Abfolge von Felsen aus Weißjura-Delta. Der oberhalb der Felsgalerie sich befindende Locherstein besteht aus Weißjura Epsilon. Die Beleuchtungsverhältnisse vom Felskopf in Richtung Schloss Lichtenstein sind vormittags am besten. Auf dem Felskopf befinden sich zwei Sitzbänke. Der Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW1) und der Burgenweg führen am Felskopf des Lochersteins vorbei.

Donnerstag, 21. März 2013

Regionalweg Mitte des Martinuswegs


Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat quer durch ihr Gebiet, das in etwa mit Württemberg gleichzusetzen ist, den Martinusweg markiert. 

Der Martinusweg ist vom Europarat im Jahr 2005 in die Liste der Kulturwege aufgenommen worden. Der Weg verbindet die Geburtsstadt des Heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege in Tours in Frankreich.

Im Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es inzwischen ca. 2000 Kilometer markierte Wege im Rahmen des Martinuswegs. Es gibt den Hauptweg des Martinuswegs und vier Regionalwege, die mit dem Hauptweg verbunden sind. Der Hauptweg, der Regionalweg Mitte und der Regionalweg Südwest des Martinuswegs führen auf Teilabschnitten über die Schwäbische Alb.

Im heutigen Post in diesem Blog soll es kurz um den Regionalweg Mitte des Martinuswegs gehen. Der Regionalweg Mitte beginnt in Zwiefalten am Südrand der Schwäbischen Alb. Dort zweigt er vom Hauptweg des Martinuswegs ab. Der Regionalweg Mitte endet in Rottenburg am Neckar nördlich der Schwäbischen Alb, wo er wieder in den Hauptweg des Martinuswegs einmündet.

Montag, 18. März 2013

Naturschutzgebiet Bürgle bei Jungingen

Das Naturschutzgebiet Bürgle umfasst eine Wacholderheide an einem nach Westen und Süden gerichteten Hang des Killertals unmittelbar östlich von Jungingen auf der Zollernalb. Das 14,17 Hektar große Naturschutzgebiet wurde im Jahr 1987 ausgewiesen.

Das Bürgle ist ein Hügel, der dem Albtrauf vorgesetzt ist. Eine Gesteinsdecke aus Weißjura Beta schützt den Hügel vor der Abtragung. Der Gipfel des Bürgle befindet sich auf einer Höhe von 737 m ü NN. Die Hochfläche des östlich angrenzenden Albtraufs, die ebenfalls aus Weißjura Beta besteht, befindet sich jedoch auf einer Höhe von 853 m ü NN. 

Der Unterschied in der Höhenlage der Weißjura Beta-Schichten zwischen der Albhochfläche und dem Gipfel des Bürgle wird so erklärt, dass beim Bürgle in prähistorischer Zeit, als die Albhochfläche noch bis zur Stelle des heutigen Bürgle reichte, ein Bergsturz stattgefunden hat. Durch diesen Bergsturz sind die Weißjura Beta-Schichten auf die Höhenlage des heutigen Bürgle-Gipfels herabgefallen. Wegen dieser Besonderheit ist das Bürgle auch als Geotop ausgewiesen.

Am Westhang und am Südhang des Bürgle befindet sich eine Wacholderheide, die zu den schönsten der Zollernalb gehört. Nachdem die Wacholderheide durch die Aufgabe der Beweidung in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend degradierte, wird die Fläche seit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wieder beweidet. Zum Schutz der Biotope darf die Beweidung aber erst jeweils ab dem 1. August erfolgen. 

Freitag, 8. März 2013

Starzel-Wasserfall (Junginger Gieß) bei Jungingen

Der Wasserfall Junginger Gieß (Starzel-Wasserfall) befindet sich im Verlauf des Flüsschens Starzel und auf dem Gebiet der Gemeinde Jungingen im Killertal auf der Zollernalb. 

Die Starzel verlässt bei Hechingen die Tafel der Schwäbischen Alb in Richtung Norden zum Neckar hin. Das große Tal zwischen Raichberg/Zollerberg und Dreifürstenstein, das die Starzel in den Albkörper gegraben hat, heißt jedoch nicht Starzeltal, sondern Killertal.

Zwischen der Gemeinde Jungingen im Süden und dem zu Hechingen gehörenden Dorf Schlatt im Norden befindet sich im Verlauf der dort stark mäandrierenden Starzel ein Wasserfall. Dieser größte Wasserfall im Verlauf der Starzel wird einfach Starzel-Wasserfall genannt, eine andere Bezeichnung ist Junginger Gieß. Die Starzel stürzt hier unvermittelt über eine acht Meter hohe Stufe und fließt danach tief eingeschnitten weiter.

Freitag, 1. März 2013

Neue Wanderkarte 1:35.000 Sigmaringen Pfullendorf

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg hat im Dezember 2012 eine fortgeführte Ausgabe der Wanderkarte Sigmaringen Pfullendorf herausgebracht. Die Karte wurde in Zusammenarbeit mit den Schwäbischen Albverein erstellt und war gleichzeitig die Jahresgabe 2013 des Vereins für seine Mitglieder.

Die Karte im nutzerfreundlichen Maßstab 1:35.000 ist zum Preis von 5,20 Euro im Buchhandel oder direkt beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (www.lgl-bw.de) erhältlich. Die Karte hat keine ISBN-Nummer.

Auf der Karte ist ein großer Teil des Landkreises Sigmaringen abgebildet. Im Nordwesten des Kartenbilds ist ein kleines Stück des Zollernalbkreises zu sehen. Im Norden reicht das Kartenbild bis Winterlingen-Straßberg und bis Veringenstadt. Im Osten endet das Kartenbild bei Herbertingen. Im Süden geht das Kartenbild bis Ostrach und Pfullendorf. Im Westen sind noch Stetten am kalten Markt und Messkirch auf der Karte verzeichnet.