Samstag, 28. Mai 2016

Eichfelsen - der schönste Aussichtspunkt im Oberen Donautal

Im Oberen Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen gibt es eine Vielzahl großartiger Aussichtspunkte. In vielen Quellen und Schriften wird immer wieder der Eichfelsen als der schönste Aussichtspunkt im Oberen Donautal genannt. Das wollen wir hier einfach mal so übernehmen. Jedenfalls nimmt einem die Aussicht vom Eichfelsen, wenn man zum ersten Mal am Rand des Aussichtspunkts hoch über dem Donautal steht, schier den Atem.

Der Grand Canyon von Baden-Württemberg wird das Obere Donautal auch immer wieder genannt. Das ist freilich auch nicht besonders glücklich. Denn der Grand Canyon in Arizona ist unverwechselbar eine der großartigsten Landschaften der Welt. Und auch das Obere Donautal ist auf seine Art einzigartig, wenngleich die Dimensionen doch wesentlich kleiner sind als beim Grand Canyon.

Bewaldete Berghänge, helle Weißjurafelsen, Wiesen am Talgrund, ein gewundener canyonartiger Verlauf, die ruhig dahinfließende Donau sowie verschiedene Burgen und Dörfer machen den Reiz des Oberen Donautals aus, in dem sich die Donau tief in die Kalktafel der Schwäbischen Alb geschnitten hat. Obwohl das Obere Donautal zu den großartigsten Landschaften Baden-Württembergs, ja Deutschlands zählt, ist es dort doch vergleichsweise ruhig. Immer noch ist das Obere Donautal ein Geheimtip. Die Ausflugs- und Wanderziele sind so zahlreich, dass man mehrere Jahre benötigt, die wichtigsten aufzusuchen.   

Dienstag, 24. Mai 2016

Erneuter Besuch des ehemaligen Dorfs Gruorn im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Dies ist nun schon der zweite Besuch des ehemaligen Dorfs Gruorn auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, den wir in diesem Blog unternehmen. Beim letzten Besuch im Jahr 2010 konnte man die Kirche bereits besichtigen. Im ehemaligen Schulhaus gab es jedoch noch keinen Imbiss. 

Im Jahr 2016 - und hoffentlich auch in den folgenden Jahren - ist die Wirtschaft im Schulhaus Gruorn täglich von Ostern bis Allerheiligen von 11:30 bis 15.00 Uhr geöffnet. Es gibt Regionale warme und kalte Speisen, Getränke, Kaffee, Eis und Kuchenspezialitäten. Bei schönem Wetter kann man auch vor dem Schulhaus im Freien sitzen.

Gemäß dem in Gruorn ausliegenden Prospekt wurde das Dorf Gruorn im Jahr 1939 für die Erweiterung des Truppenübungsplatzes Münsingen geräumt. Im Jahr 1968 entschlossen sich ehemalige Bürger und Freunde, die Kirche des verlassenen Dorfs Gruorn als Ort der Erinnerung zu bewahren. Das Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn e.V. wurde gegründet.

Seit dem Jahr 2006, nachdem der Truppenübungsplatz aufgegeben worden ist und nachdem in und um den Truppenübungsplatz das neue Biosphärengebiet Schwäbische Alb eingerichtet worden ist, ist das Dorf, bzw das, was davon übriggeblieben ist, wieder öffentlich zugänglich. Zu sehen sind die Kirche mit dem Friedhof und dem Ehrenmal, das Schulhaus, in dem heute ein Heimatmuseum untergebracht ist, und Reste der übrigen Bebauung.

Freitag, 20. Mai 2016

Naturschutzgebiet Alter Berg auf dem Großen Heuberg bei Böttingen

Der 980 m ü NN hohe Alte Berg ist eine Kuppe auf der Albhochfläche der Südwestalb (Naturraum Hohe Schwabenalb) im Landkreis Tuttlingen, ca. einen Kilometer südlich des Orts Böttingen. 

Der Alte Berg ist auch ein Naturschutzgebiet, ein Wallfahrtsziel und ein hervorragender Aussichtspunkt. Läge der Alte Berg im Teil der Schwäbischen Alb, der der Region Stuttgart nahe ist, würde die Bergkuppe sicher von Besuchern geradezu gestürmt. Die große Entfernung von den Ballungsräumen bewahrt den Alten Berg jedoch vor allzu vielen Besuchern, so dass man dort auch noch die erhabene Ruhe der Hochfläche der Schwäbischen Alb genießen kann.

Montag, 16. Mai 2016

Der Biosphärenbus Schwäbische Alb


Der Biosphärenbus Schwäbische Alb ist ein kostenloses Fahrtangebot rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das Angebot wird unterstützt vom Alb-Donau-Kreis, vom Landkreis Reutlingen, von den Städten Bad Urach, Laichingen und Münsingen sowie von der Gemeinde Heroldstatt.

Der Biosphärenbus verkehrt jeweils in der Zeit vom 1. Mai bis zum 3. Sonntag im Oktober an den Sonn- und Feiertagen. Der Biosphärenbus umrundet den Truppenübungsplatz Münsingen dreimal täglich. Start- und Endpunkt der Runde ist der Bahnhof Münsingen. Dort befinden sich öffentliche Parkplätze. Zudem gibt es dort Anschluss an die Schwäbische Alb-Bahn.

Der Bus führt einen Anhänger mit sich, auf dem bis zu 20 Fahrräder transportiert werden können. Bei Gruppen mit Fahrrädern ab 6 Personen besteht Anmeldepflicht. Der Biosphärenbus macht eine Durchquerung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen auf den zugelassenen Wegen möglich, ohne wieder zum Startpunkt zurückgehen zu müssen. Das ist bei der zum Teil großen Länge der Wege durch den ehemaligen Truppenübungsplatz ein willkommenes Angebot.

Der Fahrplan im Jahr 2016 sieht den folgenden Verlauf des Biosphärenbusses vor (angegeben sind auch mögliche Ausflugsziele von den einzelnen Haltestellen aus einschließlich der Wegnummern im ehemaligen Truppenübungsplatz):

Donnerstag, 12. Mai 2016

Infotafel "Wanderparkplatz Hörnle" beim Teckberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Im Rahmen der Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurden zahlreiche Infotafeln an den Wanderparkplätzen und an anderen wichtigen Punkten aufgestellt. Den Anfang machte der Landkreis Esslingen ab dem Jahr 2010. 

Der Wanderparkplatz Hörnle am Nordgrat des Teckbergs gehört wohl zu den bekanntesten Wanderparkplätzen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass dort gleich zwei Infotafeln zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb aufgestellt worden sind.

Der Titel der beiden Infotafeln lautet: Wanderparkplatz Hörnle, 605 m ü NN. In der Titelleiste der Tafeln befindet sich jeweils ein Bild aus der Umgebung. Die beiden Tafeln beim Wanderparkplatz Hörnle zeigen das Bild einer Allee und die Aussicht vom Hörnle über ein herbstliches Nebelmeer zum benachbarten Breitenstein.

Sonntag, 8. Mai 2016

Europäische Wasserscheide Rhein-Donau bei Balgheim auf dem Großen Heuberg

Die Europäische Wasserscheide Rhein-Donau verläuft über weite Bereiche der Schwäbischen Alb. Da die Schwäbische Alb ein Karstgebirge ist, ist die Wasserscheide an der Oberfläche nicht direkt sichtbar. Die als Folge der Oberflächenformen anzunehmende Wasserscheide stimmt oft nicht mit der tatsächlichen Wasserscheide überein. Eine Besonderheit ist die unterirdische Ableitung von Flüssen vom Einzugsgebiet einer Wasserscheide in die andere. Bekanntestes Beispiel hierfür ist die Donauversinkung zwischen Immendingen und Möhringen und bei Fridingen. 

Die Gemeinde Balgheim auf der Südwestalb hat der Europäischen Wasserscheide Rhein-Donau (Nordsee-Schwarzes Meer) im Jahr 2012 mit Unterstützung des Naturparks Obere Donau ein Denkmal gesetzt. Anlass war die 900-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 2013. An einer vollkommen unscheinbaren Stelle auf der Albhochfläche nördlich des Dreifaltigkeitsbergs wurde ein Platz im Wald entsprechend gestaltet.

Auf dem Platz finden sich eine Holztafel zur Kennzeichnung der Europäischen Wasserschiede, ein Stein mit Infotafeln sowie jeweils ein Stein aus dem Einzugsgebiet des Rheins und der Donau. Als Symbol für das Einzugsgebiet des Rheins (Nordsee) wurde Cannstatter Travertin gewählt. Das Einzugsgebiet der Donau wird durch einen Stein aus einem Steinbruch bei Riedlingen repräsentiert.     

Mittwoch, 4. Mai 2016

Wanderung im April durch die Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde bei Bad Urach im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.   
Im Post vom 21.06.2010 in diesem Blog sind wir schon einmal durch diese 82,7 Hektar große Kernzone gewandert.

Was ist bei der heutigen Wanderung anders? In der Zwischenzeit wurden an den Außengrenzen der Kernzonen Tafeln aufgestellt, die einen kleinen Text sowie eine schematische Karte mit den zugelassenen Wegen in der jeweiligen Kernzone beinhalten. Das ist auch bei der Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde der Fall, so dass man jetzt in der Lage ist, vor Ort einen Rundgang auf den zugelassenen Wegen um die Kernzone herum und auch durch die Kernzone hindurch zu planen. Die heutige Wanderung findet im April statt, zu einer Zeit, zu der die Bäume noch nicht belaubt sind und man noch weit in die Kernzone hineinsehen kann. Als dritte Unterscheidung zum Post vom 21.06.2010 unternehmen wir diesmal eine Wanderung im Uhrzeigersinn. Letztes Mal sind wir entgegen dem Uhrzeigersinn gewandert.