Dienstag, 27. Dezember 2016

Bike-Crossing Schwäbische Alb zwischen Aalen und Tuttlingen

Bike-Crossing Schwäbische Alb (auch Bike X-ing Schwäbische Alb) ist ein Mountainbike-Fernradweg, der am Albtrauf entlang mit einer Gesamtlänge von 368,26 Kilometern von Aalen bis Tuttlingen führt.

Der Verlauf am oder in der Nähe des Albtraufs bringt es mit sich, dass der Radweg viele Höhenmeter im Auf- und Abstieg aufweist. Im Wegverlauf sind von Aalen nach Tuttlingen insgesamt 7.042 Höhenmeter im Anstieg und 6.851 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen.

Der Fernradweg Bike-Crossing Schwäbische Alb ist an den Wegverzweigungen mit gelben Schildern gekennzeichnet. Die Hauptwegweiser zeigen einen stilisierten Biker in blauer Farbe auf gelbem Grund. Dazu sind zwei Richtungspfeile, der Schriftzug X-ing Bike Crossing sowie die Logos des Geoparks Schwäbische Alb, des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. und der Sparkasse vorhanden. In einer neueren Version sind ein blaues X auf gelbem Grund, ein Richtungspfeil, der Schriftzug X-ing Bike crossing sowie das Logo des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. vorhanden.

Eine Beschilderung mit der Angabe des Standorts sowie der nächsten Ziele mit dem Namen und der Entfernung ist bisher im Verlauf des Bike-Crossing Schwäbische Alb - im Gegensatz zu verschiedenen Radangeboten im Schwarzwald - leider nicht vorhanden.

Der Weg wird in 6 Etappen eingeteilt:

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Die Stadttore der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Ulm

Von der im 14. Jahrhundert neu errichteten Stadtbefestigung Ulms sind heute noch drei Stadttore erhalten. Dies sind der Metzgerturm, das Gänstor und der Seelturm mit dem Zundeltor.

Die ab 1316 errichtete Stadtbefestigung Ulms war ca. 3.500 Meter lang und ca. 9 Meter hoch. Sie war aus Backsteinen errichtet. Die Stadtmauer umfasste sechs Haupttore mit den zugehörigen Haupttortürmen. Außer den drei noch bestehenden Toren gab es das Herdbruckertor (Abriss 1827), das Göcklertor (Abriss 1837), das Frauentor (Abriss 1837) und das Neutor (Abriss 1860).

Das Gänstor ist das letzte noch vorhandene Stadttor der Befestigung von 1316. Für den unteren Teil der Tors wurden Quader der früheren staufischen Stadtmauer verwendet. Der aus Backsteinen bestehende obere Teil des Tors wurde 1495 errichtet. In den Jahren 1796 und 1945 brannte das Dach des Gänstors ab. Das heutige Dach stammt aus dem Jahr 1957.

Der Metzgerturm wurde im 1350 errichtet. Anlass war der Bau des Schlachthofs (Stadtmetzig) an der Donau vor der Stadtmauer. Es musste ein neuer Durchgang durch die Stadtmauer gebaut werden, zu deren Schutz der Metzgerturm errichtet wurde. Die Gründung des Turms aus Holz faulte im Laufe der Zeit. Als Folge davon neigte sich der Turm um etwa 2 Meter nach Nordnordwesten.

Vom Seelturm ist das genaue Baujahr nicht bekannt. Man liest auf den Tafeln und in der Literatur jeweils vom 14. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk verändert. Der Seelturm gehörte als Wehrturm zur inneren Mauer des 14. Jahrhunderts. Er diente als Lager für Pulver und Zunder. Das Zundeltor wurde erst 1870 unterhalb des Turms durch die Mauer gebrochen. 

Sonntag, 18. Dezember 2016

Der Löwenfelsen mit der Burgstelle Ehrenstein in Blaustein

Mitten im Blausteiner Ortsteil Ehrenstein erhebt sich ein Kalkfelsen, genannt der Löwenfelsen. Rund um den Löwenfelsen ist die Landschaft bebaut.

Der Löwenfelsen ragt wie eine Insel aus der Bebauung heraus. Seine mit Magerrasen besetzten Hänge konstrastieren auffällig mit der urbanisierten Umgebung. Auf dem Löwenfelsen befand sich einst die Burg Ehrenstein. Sie ist schon längst verfallen. Gemäß einer Informationstafel am Ufer der Blau in der Nähe des Löwenfelsens wurde die Burg Ehrenstein um 1100 errichtet.  Begründer waren die Herren von Erichstein.

Die Burganlage wechselte mehrfach den Besitzer. Schließlich kam sie in den Besitz des Grafen Eberhard des Erlauchten von Württemberg. Im Jahr 1281 musste Graf Eberhard die Burg für 240 Mark Silber an das Kloster Söflingen verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Anlage mit Ausnahme der Burgkapelle abgetragen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Brücke der neuen Ulmer Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise zwischen Hauptbahnhof und Kienlesberg


Ulm erhält zur Zeit eine zweite Straßenbahnlinie, die Linie 2. Sie soll ab dem Jahr 2018 vom Kuhberg über den Hauptbahnhof zum Eselsberg verkehren. Die Brücke für die Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise vor dem Kienlesberg direkt nördlich des Ulmer Hauptbahnhofs ist das wohl spektakulärste Bauwerk des gesamten Verkehrsprojekts. Die Brücke ist zur Zeit noch namenlos. Es läuft ein Verfahren unter Beteiligung der Bürger, um der neuen Brücke einen Namen zu geben.  

Die Brücke, die zur Zeit im Bau ist, überquert die Gleise der Hauptstrecke Stuttgart-Ulm (Filstalbahn), der Strecke Aalen-Ulm (Brenzbahn), sowie der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Die neue Straßenbahnbrücke befindet sich neben der historischen Neutorbrücke von 1907. Diese Brücke war für die Aufnahme der Straßenbahngleise nicht geeignet. Die neue 270 Meter lange Stahlbrücke für die Straßenbahn, die später auch von Bussen, Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann, war auch erforderlich, um eine umwegige und mit engen Kurven verbundene Führung der Straßenbahnstrecke über die Neutorbrücke und die Kienlesbergstraße zu vermeiden.

Samstag, 10. Dezember 2016

Das Ermstal mit Bad Urach - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Ermstal im Landkreis Reutlingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Dazu trägt auch die Stadt Bad Urach bei, der möglicherweise bekannteste und beliebteste Ort der Schwäbischen Alb, der sich an einer mehrfachen Verzweigung des Ermstals befindet.

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Ermstal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Ermstal befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Die historische Altstadt von Bad Urach, der Kurbezirk von Bad Urach und das Wanderwegenetz des Ermstals gehören jeweils zu den ersten Adressen der gesamten Schwäbischen Alb. Der Uracher Wasserfall ist wohl die bekannteste Naturerscheinung des ganzen Mittelgebirges.

Das dichteste Wanderwegenetz der Schwäbischen Alb, zertifizierte Wanderwege, großartige Naturphänomene wie Wasserfälle, Höhlen und Felsen sowie Geschichte zum Anfassen in Form von Burgruinen und alten Gebäuden prägen das Ermstal mit Bad Urach. Wegen der relativen Nähe zur Region Stuttgart und wegen der Zugehörigkeit zur Region Reutlingen/Tübingen wird das Ermstal sehr stark besucht. Staus und volle Parkplätze an schönen Wochenenden sind keine Seltenheit.

Das Ermstal ist ein Teil der Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Im Ermstal gibt es einige Kernzonen des Biosphärengebiets, in denen zukünftig wieder Urwald entstehen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Der neugestaltete Residenzrundweg B (bürgerlicher Bereich) in Bad Urach, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum neugestalteten Residenzrundweg B in Bad Urach. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem historischen Spaziergang durch die Altstadt von Bad Urach. Im vorangegangenen Post haben wir den Spaziergang auch bereits begonnen und sind hierbei bis zur Station 09, dem Rathaus, gekommen.

Im heutigen Post setzen wir den Spaziergang mit der Station 10 fort. Die Station 10 (Vietz´sches Haus) befindet sich bei der Einmündung der Wilhelmstraße in den Marktplatz, vom Markplatz aus gesehen auf der rechten Seite. Bei diesem Gebäude befand sich mit Stand November 2016 keine Infotafel. Man geht nun im Verlauf der Wilhelmstraße ein kurzes Stück weiter und sieht auf der linken Straßenseite die Station 11 (Gasthaus zum Fass). Man geht nun zurück zum Marktplatz. Im Zwickel zwischen der Einmündung der Neue Straße und der Wilhelmstraße in den Marktplatz liegt die Station 12 (Volksbankhaus). 

Freitag, 2. Dezember 2016

Der neugestaltete Residenzrundweg B (bürgerlicher Bereich) in Bad Urach, Teil 1

In der Altstadt von Bad Urach gibt es seit vielen Jahren zwei Rundwege, den Residenzrundweg A und den Residenzrundweg B.  Im Jahr 2016 wurden diese Rundwege neu gestaltet. Alle Tafeln an den historischen Gebäuden wurden ausgetauscht. Es wurden zudem mehr Gebäude als bisher in den Rundweg aufgenommen.

Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog gehen wir durch die Altstadt von Bad Urach im Verlauf des Residenzrundwegs B, der das bürgerliche Bad Urach durchquert. Den Residenzrundweg A, der den herrschaftlichen Bereich von Bad Urach durchquert, begehen wir hier in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt.

Fangen wir zunächst mal mit den Pluspunkten des neugestalteten Residenzrundwegs B an. Die neugestalteten Tafeln sind hervorragend gelungen und ein Hingucker. Gut ist auch, dass jetzt noch mehr Tafeln als früher vorhanden sind. Insgesamt umfasst der Residenzrundweg B jetzt 21 Stationen. 

Wir müssen aber auch die Dinge nennen, die vielleicht nicht ganz so gut gelungen sind. So sind die neuen Tafeln an zwei der 21 Stationen des Rundwegs mit Stand November 2016 nicht vorhanden. Vielleicht werden die fehlenden Tafeln ja irgendwann ergänzt. Dann gibt es bei der Einmündung der Neue Straße in den Marktplatz Informationsvitrinen, die die Residenzrundwege zeigen. Mit Stand November 2016 sind diese Informationen jedoch immer noch auf die alten Rundwege gemünzt. Mit den neugestalteten Rundwegen hat dies überhaupt nichts mehr zu tun. Dies führt bei den Besuchern zu Irritationen. Wenn für die Vitrinen kurzfristig keine neuen Infos zur Verfügung stehen, sollte man konsequenterweise die Vitrinen wenigstens vorübergehend schließen.