Dienstag, 11. Juli 2017

Binsenlache im Hasental bei Lenningen-Pfulb im Geopark Schwäbische Alb

Die Binsenlache im Hasental ist eines der ganz seltenen Feuchtgebiete auf der Albhochfläche. Sie befindet sich in einem Trockental bei Lenningen-Pfulb auf der Esslinger Alb.

Die Binsenlache im Hasental wurde vom Geopark Schwäbische Alb im Jahr 2016 als sogenannter Geopoint ausgezeichnet. Mit diesem Label zeichnet der Geopark wichtige Geotope, Schauhöhlen, Naturhöhlen, archäologische Fundstätten und Museen aus. Mit Stand Ende 2016 gibt es bereits 17 Geopoints im Geopark Schwäbische Alb.

Die Geopoints des Geoparks Schwäbische Alb sind vor Ort mit einer Informationstafel kenntlich gemacht. Die Infotafel bei der Binsenlache im Hasental erklärt den Grund für das Vorkommen dieses Feuchtgebiets sowie die menschlichen Einflüsse.

Die Binsenlache im Hasental befindet sich in einem Trockental, das sich von der Pfulb südlich von Lenningen-Schopfloch bis zum Filsursprung bei Wiesensteig erstreckt. Vor Jahrmillionen waren das Hasental und das Filstal noch ein Seitental der Urlone und entwässerten zur Donau.


Das Feuchtgebiet Binsenlache ist zusammen mit der angrenzenden Doline als Naturdenkmal ausgewiesen (Naturdenkmal "Feuchtwiese mit Tümpeln und Doline im Ostteil Binsenlache"). Das Naturdenkmal wurde am 25.08.1983 verordnet und hat eine Fläche von 3,9 Hektar.

Die Binsenlache im Hasental ist ein Produkt des sogenannten Schwäbischen Vulkans. Der Untergrund ist wasserundurchlässig, weil sich hier einer von über 300 Vulkanschloten des Schwäbischen Vulkans befindet. Der Vulkanschlot ist geomagnetisch nachgewiesen, jedoch nicht aufgeschlossen. Die heute vorhandenen Tümpel wurden im Jahr 1976 im Rahmen der Flurbereinigung geschaffen. Gleich neben der Binsenlache befindet sich ein weiterer Geopoint, die Lösungsdoline Hasental.

Wie kommt man hin?
Der Weg vom Wanderparkplatz Pfulb bis zur Lösungsdoline Hasental und zur Binsenlache ist im Post vom 04.03.2017 in diesem Blog beschrieben.

Heute gibt es zur Abwechslung mal einen anderen Zuweg. Dieser Weg startet beim Wanderparkplatz "Berg" (796 m ü NN) östlich von Lenningen-Schopfloch. Von der Ochsenwanger Straße (Hauptstraße) in Schopfloch biegt man auf die Vordere Bergstraße ab. Sie führt hinauf und aus dem Ort hinaus in Richtung Harprechthaus. Kurz nach dem Ortsende befindet sich auf der linken Straßenseite der Wanderparkplatz.

Vom Parkplatz folgt man dem Sträßchen in Richtung Harprechthaus. Man folgt dem Sträßchen immer weiter, bis es die Talsohle des Hasentals erreicht. Hier biegt man in den Feldweg nach rechts ab und kommt bald zuerst zur Lösungsdoline Hasental und dann zur Binsenlache.

Die Entfernung vom Parkplatz Berg bis zur Binsenlache ist ca. 2 Kilometer.     

Hier gibt es eine Übersicht über die Geopoints im Geopark Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geopoints befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Einzelvorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt.  

Naturdenkmals-Tafel (links) und Geopoint-Infotafel (rechts) bei der Binsenlache im Hasental bei Lenningen-Pfulb
Ein Feuchtgebiet auf der Albhochfläche ist eine seltene Erscheinung.
Im Rahmen der Flurbereinigung im Jahr 1976 wurden im Feuchtgebiet Binsenlache Tümpel ausgehoben.
Sträucher im Feuchtgebiet Binsenlache
Feuchtgebiet Binsenlache im Spätwinter

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