Mittwoch, 19. Dezember 2012

Der Wackerstein - ein Felsen am Albtrauf bei Pfullingen

Der Wackerstein bei Pfullingen gehört zu den markanten Felsen am Albtrauf. 

Dazu trägt seine Form bei, die einen vom Albtrauf abgelösten richtigen Felsgipfel ausbildet. Dazu trägt sicher auch bei, dass sich auf dem Wackerstein ein Kreuz befindet. Das ist für die Schwäbische Alb eher ungewöhnlich.

Der Wackerstein ist als Geotop ausgewiesen. Die Felsgruppe ist 80 Meter lang und 25 Meter hoch. Sie besteht aus Massenkalken des Weißjura delta und epsilon. Am Fuß des Felsens befinden sich zwei Höhlen.

Der Wackerstein ist einer von nur zwei Felsen der Reutlinger Alb, die zum Klettern geeignet sind. Die Felsinfo des Deutschen Alpenvereins weist 45 Routen aus, die sich im Schwierigkeitsgrad von drei bis acht der Alpenskala bewegen. Im Frühjahr während der Vogelbrut kann der Fels zum Klettern gesperrt sein.

Der Wackerstein ist auch ein hervorragender Aussichtspunkt. Der Albtrauf im Bereich der westlichen Reutlinger Alb ist besonders abwechslungsreich. Das kommt zum Teil daher, dass der Albtrauf hier in zwei Stufen ansteigt.


Wie kommt man hin?
Ausgangspunkt ist der Parkplatz Ruoffseck an der Landesstraße L 382 von Pfullingen nach Sonnenbühl. Diese Straße steigt von Pfullingen mit einer großen Kehre am Albtrauf hinauf. Der Parkplatz Ruoffseck befindet sich unmittelbar dort, wo die L 382 die Hochfläche der Schwäbischen Alb erreicht.

Vom Parkplatz überquert man die L 382 und folgt den Wanderwegweisern in 2 Kilometern zum Wackerstein. 

Das Echaztal mit Schloss Lichtenstein ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Echaztal mit Schloss Lichtenstein. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Region befassen, verlinkt.

Mit seinem vom Albtrauf abgesetzten Felsteil und dem Gipfelkreuz bietet der Wackerstein eine interessante Erscheinung.
Der Wackerstein ragt bis zu 25 Meter auf.
Blick vom Wackerstein mit dem Gipfelkreuz in Richtung Westen zum Gielsberg. Links vom Gipfelkreuz sieht man die Kehre der L 382 vom Pfullingen nach Sonnenbühl.
Blick vom Wackerstein in Richtung Süden: die waldfreie, schneebedeckte Fläche gehört zum Naturschutzgebiet Won.
Blick vom Wackerstein in Richtung Norden: vor dem Albtrauf sieht man zwei Bergkegel. Der Bergkegel links im Bild ist der Georgenberg. Dies ist ein Schlot des sogenannten Schwäbischen Vulkans. Der Bergkegel rechts im Bild ist die Achalm. Dies ist ein sogenannter Zeugenberg. Er war früher Bestandteil der Albtafel. Zwischen den beiden Bergen erstrecvkt sich die Großstadt Reutlingen. Im Mittelgrund rechts sieht man den Schönberg. Hier ist deutlich der zweistufige Anstieg des Albtraufs zu erkennen, der sich weiter nach Westen im Bereich der Reutlinger Alb noch verstärkt. Die Verebnungsfläche auf halber Höhe am Albtrauf wird vom Weißjura Beta gebildet. Die Hochlagen bedeckt der Weißjura Delta. 
Blick vom Wackerstein in Richtung Nordwesten: Auch hier ist der zweistufige Albtrauf deutlich zu sehen.
Blick vom Wackerstein in Richtung Nordnordosten auf den Schönberg bei Pfullingen: Auf dem Gipfel des Schönbergs befindet sich ein Aussichtsturm. Er wird das Thema im folgenden Post in diesem Blog sein.
    

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