Sonntag, 22. August 2010

An den Fuß von Schaufels und Blicklefels im Oberen Donautal (Teil 1)


Eine riesige Mauer, der größte Fels nicht nur der Schwäbischen Alb, nicht nur Baden-Württembergs, sondern ganz Deutschlands außerhalb der Alpen: Das ist das Felsmassiv von Schaufels mit Ebinger Turm und Blicklefels im Oberen Donautal in der Gemeinde Beuron.


Das tief in die Albtafel eingeschnittene Obere Donautal ist mit seinen zahlreichen Felsen und Burgen eine Landschaft der Superlative. Und im Schaufels kommt diese Landschaft zu ihrem Höhepunkt, zu einer nicht erwarteten Schroffheit und Steilheit.

An die Felsen des Oberen Donautals können nur geübte Kletterer Hand anlegen. Es gibt zudem aus Gründen des Schutzes von Vögeln und der Felsflora zeitliche und räumliche Einschränkungen bei den Kletterrouten. Auch die Zustiege durch die steilen Hänge an den Fuß der Felsen dürfen nicht mehr beliebig, sondern nur noch auf bestimmten, gekennzeichneten Wegen erfolgen. Das kann man sich jedoch auch als Nichtkletterer zunutze machen und auf diese Weise den Felsen bis auf Tuchfühlung nahe kommen.


Zum Felsmassiv des Schaufels führen vom Talboden aus zwei Zustiege. Diese beiden Zustiege sollen das Thema des heutigen sowie des folgenden Posts sein. Im heutigen Post geht es um den Zustieg vom Parkplatz an der Landesstraße L 277 am Fuß des Schaufelsen hinauf zum Schaufelsen und zum Blicklefels.

Aus Richtung Westen von Beuron kommend befindet sich der Parkplatz 2,7 Kilometer hinter Beuron-Hausen auf der rechten Straßenseite. Aus Richtung Osten von Sigmaringen her kommend liegt der Parkplatz auf der linken Straßenseite 3,7 Kilometer hinter Beuron-Thiergarten. Der Zustiegsweg beginnt direkt beim Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Er ist durch eine ausführliche Beschilderung kenntlich gemacht.


Im folgenden Post in diesem Blog geht es um den Zustiegsweg zum Ebinger Turm beim Schaufelsen. Und dort erwartet den Bergwanderer am Beginn der Felsen etwas Unglaubliches.....

Das Obere Donautal gehört zu den Nationalen Geotopen Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Nationalen Geotope befassen, verlinkt. 
Wie eine Fata Morgana, wie eine Verheißung leuchten die weißen Massenkalke von Schaufels und Blicklefels im Hintergrund, gesehen aus Richtung Westen vom Schloss Hausen bei Beuron-Hausen.
Der Weg zum Fuß von Schaufels und Blicklefels ist für Kletterer geschaffen worden. Der Weg ist steinig und erfordert Bergschuhe und Übung im steilen Gelände.
Nach nur wenigen Metern Anstieg von der Donautalstraße aus erscheinen plötzlich zwei Gemsen. Gemsen sind im Oberen Donautal seit einigen Jahren heimisch. Von Natur aus würden Gemsen in diesem Gebiet nicht vorkommen. Sie wurden entweder aus den Alpen direkt hier angesiedelt oder sie sind von der Population im Südschwarzwald, die vor einigen Jahrzehnten angesiedelt worden ist, ins Donautal eingewandert.
Unterhalb der Felsen verzweigt sich der Weg mehrfach. Die einzelnen Kletterrouten sind ausgeschildert. Wenn man schon einmal bis hier heraufgestiegen ist, sollte man möglichst viele Verzweigungen bis zum Felsfuß auskundschaften. Denn so erhält man die besten Eindrücke von den ungeheuren Felsfluchten.
Teilweise führen die Wege am Fuße der Felsen entlang.
Der Beginn der einzelnen Kletterrouten ist ebenfalls ausgeschildert.
Jetzt geht es nur noch senkrecht nach oben: Blicklefels-Westwand.
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Selbst in den senkrechten Wandfluchten finden einige Pflanzen noch Lebensraum.
Blick zum Schaufels, südlicher Teil

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