Donnerstag, 10. Oktober 2013

Gansnest-Aussichtsturm bei Fridingen im Oberen Donautal

Der 18 Meter hohe Gansnest-Aussichtsturm am Rand des Oberen Donautals wurde nicht für diesen Zweck erbaut. Der Turm war Teil des Oberbeckens eines Pumpspeicherwerks, das in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf der Hochfläche in der Nähe der Mündung der Bära in die Donau erbaut wurde.

Wegen mangelnder Rentabilität hat man das Pumpspeicherwerk in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts eingestellt. Im Jahr 1967 erhielt der Schwäbische Albverein den Gansnestturm geschenkt.

Der Turm ist immer geöffnet. Die Aussicht vom in einer Höhenlage von 795 m ü NN sich befindenden Turm scheint mit den Jahren immer eingeschränkter zu werden. Vor allem in Richtung Norden ist durch den hohen Baumbewuchs so gut wie nichts mehr zu sehen. Was man hier früher sehen konnte, kann man an Hand der Panoramatafeln nachvollziehen. Dies soll nun aber keineswegs ein Plädoyer für das Fällen der Bäume in der Umgebung des Gansnestturms sein. Vielmehr müsste man sich überlegen, den sowieso auf eine Instandsetzung wartenden Turm zu erhöhen. 


Wie kommt man hin?
Es gibt zwei Zuwege zum Gansnestturm. Einmal kann man aus dem Donautal zum Turm hinaufsteigen. Der Ausgangspunkt ist hierbei der Bahnhof von Fridingen. Von dort folgt man der guten Markierung des Donauberglandwegs. Er führt in zahlreichen Kehren auf die Hochfläche unmittelbar nördlich der Mündung der Bära in die Donau. Der Höhenunterschied beträgt ca. 170 Meter.

Eine zweite Möglichkeit gibt es mit Startpunkt auf der Hochfläche beim Parkplatz der Kolbinger Höhle, die man vom Ort Kolbingen aus erreicht. Zwischen dem Parkplatz und der Höhle trifft man hierbei ebenfalls auf den Donauberglandweg. Er führt ohne große Höhenunterschiede hinüber zum Gansnestturm. Die Entfernung ist ca. 2,5 Kilometer.  

Hier gibt es eine Übersicht über die Aussichtstürme der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Aussichtstürmen befassen, verlinkt.

Das Obere Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Obere Donautal. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Der 18 Meter hohe Gansnest-Aussichtsturm hatte früher eine ganz andere Funktion. Er war ein Betriebsturm für ein Pumpspeicherwerk, das wegen Unrentabilität in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts stillgelegt worden ist. Das Oberbecken des Pumpspeicherwerks ist teilweise noch zu erkennen.
Schilder erklären die Aussicht vom Gansnest-Turm.
Die Plattform des Gansnest-Turms ist überdacht.
Blick vom Gansnest-Turm auf das Hochbecken des ehemaligen Pumpspeicherwerks. Die Vegetation nimmt langsam von diesem Becken Besitz. Auch die Bäume in der Umgebung wachsen immer höher und verhindern inzwischen eine Sicht in Richtung Norden.
Blick vom Gansnest-Turm in Richtung Südwesten hinab in das Donautal mit dem Ort Fridingen.
Blick vom Gansnest-Turm in Richtung Südsüdosten über das unterste Stück des Bäratals hinweg
Blick vom Gansnest-Turm in Richtung Osten: Im Hintergrund links sieht man einige Felsen des Oberen Donautals.
Blick vom Gansnest-Turm in Richtung Südosten auf die Felsen bei Schloss Bronnen

Kommentare:

  1. Gibt es noch Bilder vom Stausee als er noch in Betrieb war?

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  2. Ein Foto des Speicherbeckens aus dem Jahr 1955 ist hier zu sehen: http://www.bruender.de/gminder/index.htm Viele Fotos des Speicherbeckens (inkl. Fotos aus der Bauphase) finden sich im Band 18 der gesammelten Aufsätze zur Fridinger Geschichte (http://www.heimatkreis-fridingen.de/gesammelte-aufsaetze-zur-fridinger-geschichte.html)

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