Donnerstag, 25. Juni 2015

Sechs Höhlen der Schwäbischen Alb sollen für Unesco-Welterbetitel nominiert werden

Für sechs Höhlen der Schwäbischen Alb soll bei der Unesco ein Antrag auf den Unesco-Welterbetitel gestellt werden. Das teilte das federführende Regierungspräsidium Stuttgart am 29.05.2015 mit. Das dem Regierungspräsidium Stuttgart zugeordnete Landesamt für Denkmalpflege bereitet zur Zeit den Antrag für eine Unesco-Weltkulturerbestätte "Höhlen der ältesten Eiszeitkunst" (Caves with the oldest Ice Age Art) vor.

In den sechs Höhlen wurden die weltweit ältesten Belege mobiler figürlicher Kunst entdeckt. Der seit dem Jahr 2012 vorbereitete Antrag soll im Februar 2016 bei der Unesco in Paris eingereicht werden. Eine Entscheidung der Unesco wird für das Jahr 2017 erwartet.

Die Fundschichten in den Höhlen werden auf ein Alter von 32.000 bis 43.000 Jahre vor heute datiert. Bisher sind über 50 figürliche Kunstobjekte und acht Flöten bekannt. Sie sind meist aus Elfenbein, aber auch aus Knochen gearbeitet worden.

Die sechs Höhlen befinden sich im Achtal 15 Kilometer westlich von Ulm sowie im Lonetal ca. 15 Kilometer nordöstlich von Ulm.

Samstag, 20. Juni 2015

Der Raichbergturm bei Albstadt-Onstmettingen wurde modernisiert

Im Jahr 2014 erhielt der Raichbergturm bei Albstadt-Onstmettingen eine Moderniserung. Der Schwäbische Albverein, dem der Turm gehört, hat mit Unterstützung der Dinkelacker Schwaben Bräu dem Turm unter anderem einen neuen Anstrich verpasst.

In der Aussichtsplattform wurden neue Panoramatafeln montiert, die die Aussicht beschreiben. Am Eingang zum Turm wurde eine neue Tafel mit Informationen zum Turm montiert, die deutlicher als bisher auf den Eigentümer Schwäbischer Albverein hinweist.

Der modernisierte Raichbergturm ist vielleicht ein Anlass, den Raichberg mit dem Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins sowie dem Aussichtsturm mal wieder zu besuchen. An klaren Tagen geht die Sicht vom Raichbergturm bis zu den Alpen. Es gibt auf der Website der Stadt Albstadt auch eine Kamera mit aktuellen Bildern vom Raichbergturm. 

Montag, 15. Juni 2015

Besinnungsweg Ehinger Alb bei Ehingen-Frankenhofen

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war der Besinnungsweg Ehinger Alb, dessen Label "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" Ende 2014 um weitere drei Jahre verlängert wurde, bereits das Thema. Heute soll es um eine Rundwanderung bei Ehingen-Frankenhofen gehen, die auf dem größeren Wegteil den Besinnungsweg mitbenutzt.

Startpunkt der Rundwanderung ist der Wanderparkplatz am nördlichen Ortsrand von Frankenhofen. Von der B 465 biegt man zwischen Münsingen und Ehingen nach Frankenhofen ab. Man fährt auf der Camerer-Schott-Straße durch den Ort hindurch und biegt im nördlichen Ortsbereich nach links auf die Straße "Oberbühl" ab. Sie führt zum Parkplatz am Ortsrand. Hier befindet sich auch eine Infotafel zum Besinnungsweg. Leider ist der Wegverlauf östlich von Frankenhofen auf dieser Infotafel mit Stand Frühjahr 2015 vollkommen falsch eingetragen. Die nachfolgende Wanderung orientiert sich am tatsächlichen Wegverlauf. Man darf also gespannt sein, wie der Besinnungsweg östlich von Frankenhofen verläuft.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Besinnungsweg Ehinger Alb erneut als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert

Der Deutsche Wanderverband hat den Besinnungsweg Ehinger Alb Ende 2014 zum zweiten Mal als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. 

Dieses Label wird jeweils für die Dauer von drei Jahren vergeben. Ein Wanderweg muss eine Reihe von Bedingungen erfüllen, um das Label zu erhalten.

Der Besinnungsweg Ehinger Alb (Langer Name: Weg der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb) wurde im Jahr 2011 eröffnet. Der Weg beschreibt mit einer Länge von 50 Kilometern und mit 10 offiziellen Tagesetappen einen großen Kreis auf der zu Ehingen gehörenden Hochfläche der Schwäbischen Alb. Der Weg berührt die Ehinger Teilorte Erbstetten, Granheim, Frankenhofen, Dächingen, Altsteußlingen und Mundingen. Der insgesamt zu bewältigende Höhenunterschied ist 1.477 Meter.

Im Verlauf des Besinnungswegs befinden sich 30 Tafeln, die über die Geschichte sowie die Natur des zu durchwandernden Gebiets informieren. Es gibt auch einige Rundwandervorschläge, die jeweils einen Teil des Besinnungswegs mitbenutzen.

Freitag, 5. Juni 2015

Burgruine Hohenhundersingen im Großen Lautertal

Das Große Lautertal ist das burgenreichste Gebiet der Schwäbischen Alb. Wenn man von Norden kommend lautertalabwärts fährt, ist die Burgruine Hohenhundersingen die erste imposante Burgruine des Tals. 

Die Burgruine Hohenhundersingen befindet sich auf einem Felsvorsprung am Hang des Großen Lautertals bei der Einmündung eines von der Albhochfläche bei Bremelau kommenden Trockentals.

Die in der Stauferzeit erbaute Burg Hohenhundersingen zählt auch heute noch als Ruine zu den schönsten des Großen Lautertals. Die Burg wurde im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert erbaut. Gegen die Albhochfläche ist die Burg durch einen Halsgraben gesichert. Seit dem Jahr 1898 führt eine eiserne Treppe aus dem Halsgraben hinauf zur Burg. Früher konnte man die Burg vom Halsgraben aus nicht betreten. 

Der Bergfried von Hohenhundersingen ist aus Buckelquadern errichtet - typisch für die Stauferzeit. Er hat Seitenlängen von nur ca. 4 bis 5 Meter und ist damit einer der kleinsten Türme der Lautertalburgen. Der viereckige Grundriss des Turms weist zudem nur einen rechten Winkel auf. 

Montag, 1. Juni 2015

Aussicht vom Turm der Tübinger Stiftskirche

Vom Turm der Tübinger Stiftskirche kann man Teile des Albtraufs der Schwäbischen Alb sehen. 

Das ist der Grund, weshalb die Aussicht vom Turm der Tübinger Stiftskirche heute das Thema in diesem Blog ist. Tübingen liegt am Neckar innerhalb der Keuperstufe des Südwestdeutschen Schichtstufenlands und damit nördlich der Schwäbischen Alb.

Die Keuperstufe ist es auch, die die Sicht vom Turm der Tübinger Stiftskirche auf die Schwäbische Alb ein wenig beeinträchtigt. Zum Teil wird der Albtrauf von der Keuperstufe verdeckt. Die Aussicht vom Turm der Tübinger Stiftskirche ist insgesamt gleichwohl sehr lohnend. Sie lebt vom Spannungsfeld zwischen dem Dachgewirr der Altstadt von Tübingen, dem nahen Neckar und den in alle Himmelsrichtungen ansteigenden grünen Höhenzügen.