Montag, 21. Juni 2010

Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Heute unternehmen wir eine Wanderung durch die Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. 

Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde befindet sich im Ermstal unmittelbar über den Häusern des Kurgebiets von Bad Urach. Auf den folgenden drei Bildern ist das Gebiet der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde von links nach rechts aus Richtung des Maisentals bei Bad Urach fotographiert.

Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde ist 81,5 Hektar groß. Ein Teil der Kernzone wurde bereits im Jahr 1924 als Bannwald ausgewiesen. Der Bannwald hat eine Größe von 12 Hektar.

Eine Erkundung der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde auf den zugelassenen Wegen beansprucht ca. 3 bis 4 Stunden. Einerseits gilt es, von Bad Urach erst einmal auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb hinaufzusteigen. Und dann hat die Kernzone eine sehr längliche Form, was zu weiten Entfernungen führt, wenn man sie an ihrem Rand abschreitet.


Die Orientierung beim Gehen ist jedoch nicht übermäßig schwierig. Es gibt einen Weg oben am Albtrauf und an der oberen Grenze der Kernzone entlang. Und es gibt einen Forstweg, der entlang der gesamten unteren Grenze der Kernzone entlangläuft. Dann gibt es einen Wanderweg, der in Serpentinen am Ostrand der Kernzone entlang von Bad Urach zur Albhochfläche ansteigt. Und schließlich gibt es zwei zugelassene Pfade, die durch die Kernzone hindurchführen.

Die in den Kernzonen des Biosphärengebiets zugelassenen Wege sind mit dem Erlass der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidium Tübingen vom 07.06.2010 nun klar, man ist nicht mehr länger auf provisorische Angaben angewiesen (siehe auch den Post vom 15.06.2010). Die Biosphärengebietsverwaltung hat inzwischen auch angekündigt, dass die Kernzonen und die zugelassenen Wege zukünftig vor Ort beschildert werden sollen. Hierzu will man eine Agentur beauftragen. Erfahrungsgemäß dauert es unter diesen Umständen noch längere Zeit, bis die Beschilderung vor Ort tatsächlich vorhanden sein wird. Sobald eine Beschilderung der Kernzonen vor Ort sichtbar ist, wird das selbstverständlich auch Thema in diesem Blog sein.

Bad Urach verlässt man über die Neuffener Straße und die nach halblinks abgehende Mauchentalstraße. Man folgt dem Wanderzeichen Roter Dreiblock des Schwäbischen Albvereins, der beim Abzweig der Mauchentalstraße den Buckleten Kapf mit 3,5 Kilometern ausschildert. Der Weg steigt teilweise in Kehren (genau auf die Markierung achten) auf die Albhochfläche an. Nach der Querung des letzten Forstwegs befindet sich die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde stets links des Wegs. Oben am Albtrauf geht man an den Höllenlöchern und am Nägelesfelsen vorbei (beide bekommen in diesem Blog in Kürze einen eigenen Post). Schließlich erreicht man beim Aussichtspunkt Buckleter Kapf (siehe Post vom 12.06.2010) das Ende der Kernzone.

Vom Buckleten Kapf sollte man als nächstes eine kleine Schleife auf der Albhochfläche machen, denn hier erstreckt sich ein Zipfel der Kernzone über die Hochfläche. Man folgt weiter dem Zeichen Roter Dreiblock in Richtung Osten, bis man auf eine scharf rechts abbiegende Forststraße trifft. Dieser Abzweig ist nicht zu verfehlen, denn die Forststraße ist mit einem Straßennamensschild deutlich als Nägelesfelsenweg ausgeschildert. Man folgt der Forststraße nach rechts, die Kernzone ist stets in Gehrichtung rechts. Nach ca. 500 Metern kommt die Forststraße sichtbar nahe an den Waldrand. Hier wendet man sich nach rechts und erreicht nach kurzer Zeit wieder den Albtrauf, wo man bereits vorher vorbeigegangen ist.

Von dieser Stelle geht nun ein Pfad schräg nach rechts den Hang hinab mitten durch die Kernzone hindurch. Mit einer Kehre geht es immer weiter hinab, bis man den Forstweg erreicht, der die untere Grenze der Kernzone bildet. Geht man den Forstweg nach links, kommt man an der unteren Grenze der Kernzone entlang nach Bad Urach zurück. Um die gesamte Kernzone zu sehen, kann man jedoch zunächst noch einen Abstecher nach rechts machen, um an einem Brunnen vorbei (Forstmeister Straub Brunnen) bis zum nördlichen Ende der Kernzone bei einer deutlichen Geländebiegung zu gelangen. Von dort geht man dann die Forststraße in leichtem Auf und Ab zurück in Richtung Süden bis zum Abstieg nach Bad Urach.

Ob man nun die lange Variante der vorgeschlagenen Erkundungstour oder nur einen kurzen Abstecher zur Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde unternommen hat, man wird mit bleibenden Eindrücken eines großartigen Stücks Natur zurückkommen.

Hier gibt es eine Übersicht über alle Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Kernzonen befassen, verlinkt.

Das Ermstal mit Bad Urach gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Kernzone befassen, verlinkt.        



Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde erstreckt sich rechts (östlich) des Ermstals am Albtrauf zwischen dem Buckleter Kapf im Norden und den Höllenlöchern im Süden. Die obere Grenze der Kernzone ist die Albhochfläche, die untere Grenze verläuft nur wenige Höhenmeter oberhalb der Hangbebauung des Kurbezirks von Bad Urach.
Ein Teil der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde wurde bereits im Jahr 1924 als Bannwald ausgewiesen.
 
Im Sommer gibt es kaum einen Durchblick durch die Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Ein wunderschöner Weg am Albtrauf entlang durch die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde lädt förmlich zum Wandern ein.
Großartiger Buchenwald in der Kernzone Nägelesfelsen-Eichhalde beim Abstieg von der Albhochfläche in Richtung Ermstal.     

An den lichten Stellen über Geröll in der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde blühen im Frühsommer die gelben Blüten des Mohn-Pippau. 

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