Sonntag, 11. Juli 2010

Auf dem Harassenweg durch die Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Föhrenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Föhrenberg befindet sich im hinteren Ermstal unmittelbar links (südwestlich) der Erms ca. 800 Meter westnordwestlich des Bad Uracher Stadtteils Seeburg. Ganz im Osten dieser Kernzone befindet sich ein kleines Tal, das vom sogenannten Harassenweg durchquert wird.

Interessant am Harassenweg ist, dass dieser Weg im Entwurf der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den zugelassenen Wegen in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb nicht enthalten war. Erst im Rahmen der Anhörungsphase wurde dieser Weg nachträglich zu den zugelassenen Wegen hinzugefügt. Allerdings hat das Regierungspräsidium angedeutet, dass dieser Weg nicht instandgehalten wird. Wird der Weg also in den kommenden Jahren nicht oder kaum begangen, wird er unweigerlich zuwachsen. Dann wird er bei der in fünf Jahren anstehenden Revision der Allgemeinverfügung nicht mehr genannt werden, also gesperrt sein.

Es gibt im Wesentlichen drei Varianten, den Harassenweg in der Kernzone Föhrenberg zu begehen.

1. Abstieg von Rietheim
Vom Münsinger Stadtteil Rietheim aus biegt die Straße "Harassenweg" nach Westen von der Dorfstraße nur wenige Meter nördlich des Rathauses ab. Die Straße erreicht bald den Ortsrand und geht in einen Feldweg über. Bald ist der Waldrand erreicht. Dort wo zwei Bäche zusammenfließen, ist der Beginn der Kernzone Föhrenberg. Dies erkennt man auch daran, dass der Forstweg aufhört und jetzt in einen schmalen Weg übergeht. Der Weg führt durch das kleine Tal entlang des Bachlaufs nach unten ins Ermstal. Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg. Die einfache Entfernung ist 2,1 Kilometer.

2. Aufstieg vom Ermstal
Dort wo der Harassenweg auf das Ermstal trifft, gibt es einen Picknickplatz und einen Parkplatz. Das Problem besteht darin, dass dieser Parkplatz von der Bundesstraße B 465 aus nicht ausgeschildert ist. Die Abzweigung befindet sich ca. 800 Meter von Seeburg in Richtung Bad Urach. Möglicherweise muss man erst einmal an der Abzweigung des Feldwegs vorbeifahren, um dann bei der Rückfahrt genau abzubiegen. Vom Parkplatz folgt man dem Harassenweg aufwärts und kann den Spaziergang bis nach Rietheim ausdehnen. Der Rückweg ist wie der Hinweg. Die einfache Entfernung ist 2,1 Kilometer.

3. Rundtour von Seeburg aus.
Von Seeburg (Parkmöglichkeiten, Linienbusanschluss) folgt man dem mit dem gelben Dreiblock ausgeschilderten Wanderweg nach Rietheim. Von Rietheim folgt man dem Harassenweg wie unter 1. beschrieben abwärts ins Ermstal durch die Kernzone Föhrenberg hindurch. Unten im Ermstal führt ein ebenfalls mit dem gelben Dreiblock bezeichneter Weg wieder nach Seeburg zurück. Der Rundweg ist ca. 5 Kilometer lang. 

Hier gibt es eine Übersicht über alle Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen Kernzonen befassen.

Der Harassenweg trifft ca. 800 Meter westnordwestlich von Seeburg auf das Ermstal. Dort überquert eine Brücke die Erms. Der Fluss fließt wunderbar naturbelassenen durch die Wiesen.
 
Vom Ermstal zieht der Harassenweg in einem kleinen Tal durch die Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb steil nach oben.

Der Harassenweg wird von einem Bachlauf begleitet, teilweise ist der Weg etwas nass.
Die wuchernde Vegetation lässt vom Harassenweg oft nur einen Pfad übrig.

Der Harassenweg führt aus dem Ermstal auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb zum Münsinger Stadtteil Rietheim.

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