Samstag, 21. Juli 2012

Schwäbische Alb-Nordrand-Weg ist Mitglied bei den "Top Trails of Germany"

Die Top Trails of Germany ist eine Marke, die von verschiedenen Fremdenverkehrsverbänden in Deutschland geschaffen worden ist, über deren Gebiet Weitwanderwege verlaufen. Bisher waren 12 Weitwanderwege Mitglied bei den Top Trails of Germany. Nun sind am 19.06.2012 mit dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg und dem Schluchtensteig im Schwarzwald zwei neue Weitwanderwege dazugekommen.

Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg verläuft von Donauwörth bis nach Tuttlingen am Albtrauf entlang. Der 365 Kilometer lange Weg umfasst 25 Tagesetappen zwischen 11 und 22 Kilometer Länge. Es gibt jedoch im Zusammenhang mit der Ernennung des Schwäbische Alb-Nordrand-Wegs zum Top-Trail of Germany auch einen Konflikt zwischen dem Wegbetreiber Schwäbischer Albverein und den Fremdenverkehrsverbänden. Die Fremdenverkehrsverbände haben in ihrem Bestreben, den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg werbewirksam rüberzubringen, diesen Weg kurzerhand in "Albsteig" umgetauft.

Freitag, 20. Juli 2012

Bittelschießer Höhle bei Bingen

Im romantischen Bittelschießer Täle zwischen Sigmaringen und Bingen nur wenige Meter von der Lauchert entfernt befindet sich die Bittelschießer Höhle

Die Lauchert ist ein wichtiger Schwäbische Alb-Fluss und Nebenfluss der Donau. Kurz vor der Mündung in die Donau macht die Lauchert einen Knick und fließt zunächst wieder ein wenig von der Donau weg.

Das hat seine Ursache in der vorletzten Eiszeit, der Riß-Eiszeit. Die Endmoräne eines Gletschers versperrte damals der Lauchert den direkten Weg nach Süden zur Donau. Es entstand ein See und die Lauchert suchte sich einen neuen Weg durch die Massenkalkfelsen des Bittelschießer Täles.

Die Bittelschießer Höhle liegt fast auf dem Niveau der Lauter in einem der Massenkalkfelsen. Sie zeichnet sich durch eine große Eingangshalle mit einer Länge von 25 Metern, einer Breite von 9 Metern und einer Höhe von 14 Metern aus. Dahinter setzt sich die Höhle mit sehr viel kleineren Maßen fort bis zu einer Gesamtlänge von 64 Metern.

Dienstag, 17. Juli 2012

Burgstelle Seeburg im Ermstal bei Bad Urach-Seeburg


Nach der ehemaligen Seeburg ist der Bad Uracher Stadtteil Seeburg benannt. Der Ort und die ehemalige Burg befinden sich im obersten Ermstal gleich in der Nähe der Ermsquelle.

Bei Seeburg kommen vier Täler der Schwäbischen Alb zusammen. Das gibt dem Ortsteil Seeburg eine wunderschöne Lage. Gleichzeitig konnte sich Seeburg dadurch nicht besonders ausbreiten. Industrieansiedlungen waren nicht möglich. Damit hat Seeburg heute noch einen dörflichen Charakter.

Von der ehemaligen Seeburg ist heute außer einigen Auffälligkeiten im Gelände fast nichts mehr zu sehen. Die Burg hatte Maße von 120 mal 30 Metern und war damit eine der größeren Burganlagen der Schwäbischen Alb. Die Burganlage bestand aus zwei Teilen, der Kernburg und der Vorburg. Die Kernburg war um den heute noch vorhandenen markanten Burgfelsen im Süden des Geländes angeordnet. Die Vorburg befand sich im Norden des Geländes, dort, wo heute das Ehrenmal steht.

Freitag, 13. Juli 2012

Blautopf unter den Top 30 der schönsten Naturwunder Deutschlands

Schon zum vierten Mal sucht die Heinz Sielmann Stiftung das schönste Naturwunder Deutschlands. Dieses Mal werden die schönsten Geotope Deutschlands gesucht. Unter den 30 Kandidaten ist auch der Blautopf auf der Schwäbischen Alb.

In voller Länge heißt der von der Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl für das schönste Naturwunder Deutschlands vorgeschlagene Geotop auf der Schwäbischen Alb  "Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit Sontheimer Höhle und Blautopf". Auf der Blaubeurer Alb treten die Phänomene, für die die Schwäbische Alb bekannt ist, besonders markant hervor. Felsen, Höhlen, Quelltöpfe und Dolinen findet man hier in großer Zahl und in großer Dichte. Die Blautopfhöhle ist zur Zeit die längste erforschte Höhle der Schwäbischen Alb. 

Insgesamt stehen 30 Geotope in Deutschland zur Auswahl. Darunter befinden sich drei in Baden-Württemberg. Neben der Blaubeurer Alb sind dies die "Vulkanruine Kaiserstuhl im Oberrheingraben" und die "Wutachschlucht - Junges Tal in alter Landschaft".

Abstimmen kann man auf der Internetseite der Heinz Sielmann Stiftung: www.sielmann-stiftung.de    

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen.

Freitag, 6. Juli 2012

Aussicht vom Turm der Burgruine Wartstein

Die Burgruine Wartstein befindet sich direkt über dem autofreien Teilabschnitt des Großen Lautertals. Die ehemalige Schildmauer der Burg wurde im Jahr 1970 zu einem Aussichtsturm ausgebaut, der über eine außenliegende Wendeltreppe zugänglich ist.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war die Burgruine Wartstein bereits das Thema. Dort gibt es auch Hinweise zur Erreichbarkeit der Burgruine.

Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Turm der Burgruine Wartstein nach Süden bis zu den Alpen. Vor allem der Herbst und der Winter bieten bei Inversionswetterlage oft eine klare Sicht. Die nähere und weitere Umgebung der Burgruine  Wartstein ist sehr waldreich. An Offenlandschaften stechen hervor: der Talboden des Großen Lautertals und eine Hälfte des Hochbergs bei Obermarchtal. Besonders eindrucksvoll ist der Tiefblick ins Große Lautertal. Die Burgruine Wartstein gilt als die am exponiertesten gelegene Burg des Großen Lautertals.

Montag, 2. Juli 2012

Burgruine Wartstein im Großen Lautertal

Die Burgruine Wartstein gilt als die am exponiertesten gelegene Burgruine im burgenreichen Großen Lautertal. 

Die bereits im Jahr 1495 zerstörte Burg befindet sich im autofreien Abschnitt des Großen Lautertals südlich von Hayingen-Anhausen. Von der ehemaligen Burg Wartstein sind noch Teile der Schildmauer, des Palas und der Vorburg erhalten. Die sehr breite Schildmauer wurde im Jahr 1970 mit einer Aussichtsplattform versehen und mit einem Zugang über eine Wendeltreppe ausgestattet. Damit macht die Schildmauer heute den Eindruck eines Turms.

Die Vorburg zog sich ursprünglich den gesamten Berghang bis zum Talboden des Großen Lautertals hinab. Das bezeugen Steinreste am Berghang. Mauerreste der Vorburg sind im oberen Teil des Berghangs erhalten.